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DVD-Besprechung - WWE - Over The Limit 2010
Story:
Joe Louis Arena in Detroit, Michigan. 23. Mai 2010. Die Superstars der WWE fegen durch den Ring und lassen für das PPV-Event "Over the Limit" 11.000 Zuschauer in die Halle strömen, die gemeinsam mit 197.000 Menschen vor den Fernsehern den Matches entgegenfiebern. Zwischen Jack Swagger und Big Show geht es um den Schwergewichtstitel. John Cena und Batista kämpfen im "I guit"-Match um den WWE-Titel. Dazu präsentiert die PPV Randy Orton vs. Edge, R-Truth steht Ted DiBiase gegenüber und Kofi Kingston muss gegen den schottischen Rabauken Drew McIntyre um den Intercontinental-Championtitel ran. Chris Jericho und The Miz kreuzen die Klingen mit der Hart Dynasty (Tag Team Titel). Neben dem Diven-Championshipmatch (Maryse vs. Eve) gibt es eine weitere Auseinandersetzung zwischen dem maskierten Rey Mysterio und CM Punk zu sehen - Eine Niederlage bedeutet für Mysterio die schamhafte Demaskierung, CP Punk würde der Schädel kahl geschoren. Der Vorhang fällt für "Over the Limit 2010"...
Meinung zum Film:
Bereits bei einigen, nahe zurückliegenden PPVs fällt auf, dass die WWE-Scriptwriter, die dem Publikum schon enorme, emotionsgeladene Matches bescherten, hart an den aktuellen Events zu beißen haben. Immer schwieriger wird es, die Setcards mit überzeugenden Storylines, sehenswerten Matches oder unterhaltsamer Dynamik zu füllen. Auch bei "Over the Limit 2010" kommt der Verdacht auf, dass der WWE weniger Potential zur Verfügung steht, als es noch vor einigen Monaten zu beobachten war. Fehden ziehen sich über mehrere Events (Mysterio und Punk) oder werden immer wieder unter anderen Gesichtspunkten oder Variationen im Regelwerk (Cena, Batista, Orton, Edge) neu aufgelegt und über den Zenit ausgereizt. Zwar überzeugen viele der Superstars durch exzellente Kampftechniken und ihr ausgeprägtes Show-Verständnis, jedoch sind im Vergleich mit länger zurückliegenden WWE-Kapiteln einige Hänger festzustellen, die auch "Over the Limit" nicht kaschieren kann und wohl zu den Rahmenbedingungen im aktuellen Wresting-Geschehen gehören.
Bei "Over the Limit 2010" können nicht alle Matches für qualitativ gut befunden werden. In der Auseinandersetzung zwischen Orton und Edge liegt der Unterhaltungswert nicht gerade hoch, auch die Kämpfe zwischen Drew McIntyre und Kofi Kingston sowie R-Truth vs. Ted DiBiase hinterlassen "nur" einen durchschnittlich attraktiven Eindruck und erinnern an mittelprächtige Vorbands, bevor Metallica die Bühne erobert. Das Standard-Repertoire der Charaktere wird abgerufen, mehr jedoch nicht. Interessanter wird es beim Tag Team Titel, der zwischen der Hart Dynasty und dem Gespann aus Miz und Chris Jericho ausgefochten wird. Das Aufeinandertreffen dieser technisch versierten Superstars macht Spaß und bietet viele ausgefeilte Aktionen. Über Jericho muss man nicht mehr viel sagen, der Athlet hat in den zurückliegenden Jahren mehrfach sein Können bewiesen. An seiner Seiten blühen die Jungstars richtig auf. Der Ringcharakter des aalglatten Miz nervt zwar gehörig, doch versperrt diese konstruierte Persönlichkeit nicht den Blick auf das technische Können des Akteurs.
In den Main Events trifft man mit Cena, Batista, Big Show, Swagger auf die "üblichen Verdächtigen" dieser Ära. Die Stimmung im Publikum ist entsprechend angefacht, kocht aber definitiv nicht über. Unterm Strich liefern die Kämpfe solide Unterhaltung, stechen jedoch nicht nach oben heraus. Das letzte Match, auf dem somit die größte Konzentration beruht, hat ein Kracher am Ende zu bieten, der restliche Kampfverlauf ist mehr oder weniger das Standardrepertoire der beteiligten Wrestler. Das Outro ist sozusagen das Feuer zum Abschluss, welches den kommenden Sendungen die Tür öffnet. Aus der Reihe fällt das Match zwischen Rey Mysterio und CM Punk, bei dem es um keinen Titel, dafür aber die Maske von Rey ging oder im Gegenzug die Haarpracht von Punk auf dem Spiel steht. Eine Niederlage ist also von großer Bedeutung für den jeweiligen Akteur, für den Zuschauer bringt dieses Gimmick eine kleine Form der Abwechslung, ob man das Dramaturgiekonzept annimmt, bleibt immer noch jedem selbst überlassen.
Digitale Aufarbeitung:
Die technische Aufarbeitung der DVD "Over the Limit 2010" ist vergleichbar mit jüngeren Produkten der WWE. An den Bild- und Tonwerten hat sich nichts geändert. Die Disc beinhaltete Sprachfassungen in englisch, deutsch, italienisch und französisch. Untertitel auf englisch, niederländisch, griechisch, norwegisch, finnisch, dänisch und schwedisch stehen zur Auswahl bereit.
Als Extras bietet der Silberling einen Fight aus Monday Night Raw zwischen The Miz und dem Hitman Bret Hart, bei dem der United States Championtitel auf dem Spiel stand. Des Weiteren gibt es Bilder einer Überwachungskamera von CM Punk und ein paar Werbespots zu Monday Night Raw.
Fazit:
"Over the Limit 2010" wird als solides WWE-PPV-Event in die Geschichte eingehen, das qualitativ noch Luft nach oben hat. Die Matches bieten den zu erwartenden Standard, es mangelt ihnen jedoch an Abwechslung, Besonderheiten oder größeren Überraschungen. Technisch ist die DVD ok, auch die Extras sind sehenswert.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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160:27 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 | Französisch Dolby Digital 2.0 |
Italienisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Dänisch, Englisch, Finnisch, Griechisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch |
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Bonusmaterial:
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- Match zwischen Bret Hart und The Miz, "Monday Night Raw" 17.05.2010
- Feature Überwachungskamera CM Punk und seiner Geradlinigen Gesellschaft
- Werbespots "Monday Night Raw"
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WWE - Over the Limit 2010
WWE - Over the Limit 2010
Solides PPV-Event mit durchschnittlicher Ringaction
Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: - Drehbuch: - Darsteller: John Cena, Batista, Big Show, Randy Orton, Edge, Jack Swagger, Hart Dynasty, Eve, Maryse
Label :
ClearVision
Verkaufsstart : 24.09.2010
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