Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Begierde - Staffel 1
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Begierde - Staffel 1

Story:
Die erste Staffel von "Begierde - The Hunger" erzählt  22 Horror-Kurzgeschichten, die von Terence Stamp eingeleitet werden. Da geht es um durchbohrte Frauen, sexsüchtige Hotelbesitzerinnen oder TV-Bilder, die plötzlich zum Leben erwachen. Doch auch die Themen Gift, Kannibalismus und Vampirismus findet man in der Serie vor. Eins haben alle Episoden gemeinsam: Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.

Meinung zum Film:
Wer bei "The Hunger" aufgrund des reißerischen Covers eine spannende Vampirserie erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein: In den 22 Folgen der vorliegenden ersten Staffel tauchen Vampire nur etwa dreimal auf und eine zusammenhängende Storyline bekommt man auch nicht geboten. Die Serie ist vielmehr eine Sammlung von Kurzgeschichten im Stil von "Masters of Horror", die mit etwas Erotik angereichert wurden (aufgrund der limitierten Möglichkeiten des US-TVs natürlich nicht zu explizit ...). Moderiert wird das Ganze von Terence Stamp ("Superman"), der immer kurz vor und nach der eigentlichen Episode zu sehen ist.

In der Eröffnungsfolge geht es um einen jungen Mann, der geschäftlich unterwegs ist. Dabei fällt ihm eines Abends die Show einer jungen Nachtclubtänzerin auf, deren Hauptakt daraus besteht, sich von ihrem Manager mit Schwertern durchboren zu lassen, ohne dass es ihr schadet. Die beiden kommen sich näher, doch als sich langsam eine Beziehung entwickelt, führt dies dazu, dass das Mädchen seine Kräfte verliert ... In der nächsten Folge - in der Daniel Craig ("Casino Royale") und Lena Headey ("Terminator: The Sarah Connor Chronicles") mitspielen - geht es dann um eine junge Krankenschwester, die eine Stelle bei einer älteren, pflegebedürftigen Frau aufnimmt und sich dabei in den gut aussehenden Handwerker der Dame verliebt. Doch was keiner ahnt: Die Dame ist vielleicht alt und krank, aber hat dafür ganz besondere Fähigkeiten.

Auch die restlichen Geschichten drehen sich um ähnliche Themen. Da fängt ein Mann eine Beziehung mit einer Pay-TV-Stripperin an, die im Fernseher lebt, ein Koch bekommt die Möglichkeit, ein geheimes altes Rezeptbuch zu verwenden, doch muss feststellen, dass ihm die Gerichte darin so gar nicht schmecken, oder ein junges Paar verbringt seine Flitterwochen in einem Landhotel mit einer netten, aber seltsamen Besitzerin. Obwohl "The Hunger" sowohl bei den Regisseuren als auch bei den Schauspielern einige heutige Topstars vorzuweisen hat - so gibt es u.a. Episoden von Tony Scott ("Spy Game") und Russell Mulcahy ("Highlander") - weiß die Serie nicht so recht zu überzeugen. Die Geschichten sind auf Dauer einfach zu langweilig und plätschern in der Regel ohne große Höhepunkte vor sich hin. Anscheinend wurde bei der Produktion mehr Wert auf "Sex sells" und die Optik gelegt, als auf stimmige Drehbücher. So kann man "The Hunger" leider - selbst wenn man sich Mühe gibt - nicht viel abgewinnen. Zumal die Storys dann auch noch rein gar nichts mit der Mischung aus "The Tudors" und "True Blood" zu tun haben, die einem das Cover weismachen will.

Digitale Aufarbeitung:
Für eine TV-Serie aus den 1990ern hinterlässt "The Hunger" technisch einen ganz guten Eindruck. Das Bild wirkt die meiste Zeit über relativ scharf und die Farben sehen größtenteils natürlich aus. Verschmutzungen und Kompressionsprobleme lassen sich nur hin und wieder in geringem Umfang ausmachen, auch Rauschen tritt nur in dezentem Ausmaß auf. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in Stereo vor und arbeitet relativ unspektakulär, bietet aber klar verständliche Dialoge.

Als einziges Extra gibt es eine Bildergalerie mit Werbematerial.

Fazit:
"Begierde - The Hunger" erfüllt leider weder die Versprechungen des Cover-Artworks noch das, was man sich generell von einer solchen Serie erwarten würde. Die Geschichten sind insgesamt einfach zu langweilig und plätschern gemächlich vor sich hin, ohne irgendwelche Höhepunkte zu bieten. So ist die Serie letztlich nur eine von vielen Horroranthologien, die auch durch die zusätzliche Prise Erotik nicht aus der Masse herausstechen kann. Zumindest bieten die DVDs aber technisch gute Qualität.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,33:1
1,33:1
22 Folgen à ca. 28 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine Untertitel vorhanden.
Bonusmaterial:
  • Bildergalerie mit Werbematerial
Begierde - Staffel 1 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Begierde - The Hunger
The Hunger

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Lahme Horror-Geschichtensammlung ohne wirkliche Highlights


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA / Kanada / Großbritannien, 1997
Regie:
Tony Scott u.a.
Drehbuch:
Robert Aickman u.a.
Darsteller:
Terence Stamp, Timothy Spall, Karen Black, Daniel Craig, Lena Headey

Label Deutschland :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
24.09.2010