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DVD-Besprechung - Halloween Box 2

Story:

Puppet Master V:

Rick Meyers (Gordon Currie) und seine Freundin Susie (Chandra West) wurden durch Killerpuppen vor den tödlichen Puppen des Dämons Eyad gerettet. Allerdings ist die Gefahr noch nicht gebannt, denn nun ist Eyad richtig sauer und will sich persönlich an den Menschen vergreifen. Wieder bekommt Rick die Hilfe der Killerpuppen des Andre Toulon, doch zunächst ist der Dämon auf der Gewinnerstrasse.

Richard Speck – Chicago Massacre:

Detective Jack Whitaker (Andrew Divoff) steht vor einem großen Problem, denn sein Boss hat ihm eine Frist von drei Tagen gesetzt, um ein entsetzliches Massaker an mehreren Schwesternschülerinnen aufzuklären. Der wahnsinnige Massenmörder ist Richard Speck (Corin Nemec) wollte eigentlich nur in das Schwesternheim einbrechen, doch zufällig waren einige Schülerinnen anwesend. Da er bereits mit dem Gesetz in Konflikt geraten war, beschließt Speck keine Zeuginnen zu hinterlassen. Nun wird er von Whitaker gejagt.

Lockjaw:

Als Kind erbeutete Alan (Louis Herthum) ein Voodoo-Relikt, mit dessen Hilfe ein Monster beschworen werden kann, das eine Kreuzung aus Alligator und Schlange ist. Dieses Ungeheuer ist ein Rachemonster, welches alle Personen tötet, die der Besitzer aufmalt. Als eine Gruppe von jungen Leuten Alans Frau überfahren und Fahrerflucht begehen, beschwört er erneut das tödliche Wesen.

Dr. Moreaus Haus des Schmerzes:

Erics (John Patrick Jordan) Bruder Roy ist verschwunden. Zuletzt wurde der Lebemann in einem schlüpfrigen Nachtclub gesehen und folgerichtig sucht Eric mit weiblicher Verstärkung eben dort nach dem Blutsverwandten. Eine heiße und blutige Spur führt sie zu einem alten Sanatorium, wo sie von grauslichen Kreaturen überwältigt und deren Schöpfer ausgehändigt werden. Der verrückte Dr. Moreau (Jacob Witkin) funktioniert Menschen in wahnsinnigen Operationen in Tiere um und auch Eric soll das Opfer des Irren werden. Doch sein Kampfgeist erlischt und er versucht alles um den Wissenschaftler zu stoppen.



Meinung zum Film:
Zur weiteren Einstimmung auf Halloween kommt aktuell die „Halloween Box 2“ auf den Markt, in der sich auf zwei DVDs insgesamt vier Horrorfilme präsentieren. Den Anfang macht der fünfte und letzte Teil der „Puppet Master“-Serie. Zum fünften Mal können die Killerpuppen des Puppenmeisters Andre Toulon zeigen, was in ihnen steckt und inhaltlich schließt die Produktion unmittelbar an die Ereignisse des vierten Teils an. Im Vergleich zu den ersten drei Produktionen stehen die Puppen auf der Seite der Guten, auch wenn ihre Mittel im Kampf gegen das Böse schon recht heftig sind. Die Animationen wirken aus heutiger Sicht etwas altbacken, doch die Filmreihe hat einen eigenen Charme, den viele andere Horrorfilme vergeblich suchen.  

Mit „Richard Speck – Chicago Massacre“ hat ein sehr schwacher Real-Crime-Film seinen Weg in die Box gefunden. Er basiert auf der wahren Geschichte des Richard Franklin Speck, der 1966 mehrere Schwesternschülerinnen ermordete. Der Erzählstil ist sehr sprunghaft und es wird oft das Stilmittel der Rückblende verwendet. So grausam das reale Verbrechen auch war, dessen Verfilmung zeigt deutliche Schwächen in der Zeichnung der Charaktere und beim Erzähltempo. Das Unglaubwürdigste an der Filmstory sind die drei Tage, die Detective Whitaker zur Aufklärung des Falls bekommt. Zudem wirft der Film auch eine moralische Frage auf: wenn der Täter sich im Knast amüsiert und eine gute Zeit hat, sollte dann eine andere Form der Bestrafung die Alternative sein?  

Die billige TV-Horror-Produktion „Lockjaw“ ist ein weiteres Kapitel aus der Rubrik „Filme, die die Welt nicht braucht“. Hier ist eine krude Voodoo-Story billig für das Fernsehen produziert worden und „Pumpkinhead“ aus dem Jahr 1989 mit Lance Henriksen („Alien“) stand deutlich Pate. Die Storyline ist quasi identisch, denn der Beschwörer des Bösen besinnt sich eines anderen und versucht es dann aufzuhalten. Die Schauspieler sind ebenso schlecht wie die eintönigen Dialoge und hinzu kommt, dass das Filmmonster kaum Szenen hat, in denen es durch seine Gestalt gruseln soll. Der letzte Film der Sammlung „Dr. Moreaus Haus des Schmerzes“ ist auch nicht viel besser. Billige Sets und ebenso preiswerte Maskeraden geben der Produktion einen offensichtlich preiswerten Anstrich. Horror im üblichen Sinne kommt da nicht auf, eher Entsetzen über diese merkwürdige Adaption des klassischen Gruselstoffs der im Original auf einer Insel spielt.

Digitale Aufarbeitung:
Wie bei kleinen Budgets üblich, ist das Bild der vier Filme allenfalls durchschnittlich, ohne jedoch in der Qualität zu stark abzufallen. Am Besten sieht noch die Optik beim teuflischen Dr. Moreau aus, denn hier stimmen die Farben und es gibt lediglich ein Rauschen zu bemängeln. Der Ton beschränkt sich vornehmlich auf die vorderen Boxen, von echtem Surroundfeeling kann allerdings bei keinem Film gesprochen werden.  

Extras sind nicht vorhanden.

Fazit:
Die „Halloween Box 2“ ist ein Reinfall, denn drei von vier Filmen sind billige Produktionen, die besser nie gedreht worden wären. Einzig „Puppet Master V“ bietet kurze, aber knackige Unterhaltung. Schmerzfreie Zuschauer können natürlich zugreifen, aber auf eigenes Risiko. Bild und Ton sind durchschnittlich.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18

Puppet Master V:
78:13 Minuten

Richard Speck - Chicago Massacre:
88:19 Minuten

Lockjaw:
77:44 Minuten

Dr. Moreaus Haus des Schmerzes:
68:57

Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • -
Halloween Box 2 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Puppet Master V/ Richard Speck - Chicago Massacre/ Lockjaw/ Dr. Moreaus Haus des Schmerzes
Puppet Master 5:The Final Chapter/ Chicago Massacre: Richard Speck/ Lockjaw: Rise of the Kulev Serpent/ Dr. Moreaus House Of Pain

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Horror-Sampler mit drei echten Filmnieten


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1994/2007/2008/2004
Regie:
Jeff Burr, Michael Feifer, Amir Valinia, Charles Band
Drehbuch:
Douglas Aarniokoski, Steven E. Carr, Michael Feifer, Evan Scott, Earl Kenton
Darsteller:
Gordon Currie, Chandra West, Ian Ogilvy, Teresa Hill, Guy Rolfe, Corin Nemec, Andrew Divoff, Tony Todd, Debbie Rochon, Joanne Chew, DMX, Wes Brown, Louis Hethum, Lauren Fain, Lisa Arnold, John Patrick Jordan, Jessica Lancaster, Lorielle New, Peter Donald Badalamenti, Ling Aum

Label Deutschland :
Voulez Vous Film
Verkaufsstart Deutschland :
24.10.2010