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DVD-Besprechung - John Wayne Collection No. 1
Story:
Das Haus der sieben Sünden:
Die betörende Bijou (Marlene Dietrich) bringt Leben in die Bars und auch Unruhe, denn die Männer liegen ihr zu Füßen. Und wenn schon ein ganzer Saal voller schwitzender Seeleute eine solche Frau anschmachten, dann ist eine handfeste Keilerei um die Schöne fast schon Programm. Wegen der sie umgebenden Unruhe wird sie kurzerhand von einer Südseeinsel verwiesen und trifft auf den gut aussehenden Lt. Dan Brent (John Wayne). Die blonde Schönheit lässt den Offizier nicht mehr los und er ist sogar bereit, für sie seinen Dienst an den Nagel zu hängen. Doch mit seinem Heiratsantrag stürzt er sie in Gewissensnöte und die Liebe gerät in ein unruhiges Fahrwasser.
Düsenjäger:
Die Flugüberwachung der amerikanischen Air Force staunt nicht schlecht, als ein fremdes Flugzeug ihre Flughoheit verletzt. Umso erstaunter sind die Abfangjäger darüber, dass es eine russische Maschine ist, die überdies keinerlei Anstalten macht anzugreifen. So richtig perfekt wird das Knallbonbon, als sich herausstellt, dass es eine Pilotin ist, welche die Maschine fliegt. Anna (Janet Leigh) gibt vor wegen Befehlsverweigerung überlaufen zu wollen, ohne jedoch Landesverrat zu begehen. Colonel Jim Shannon (John Wayne) nimmt sich der Betreuung der Rotarmistin an und beide müssen schnell erkennen, dass zwischen ihren völlig unterschiedlichen politischen Auffassungen eine gewisse intensive Sympathie erwächst.
Der Eroberer:
Temujin (John Wayne) führt die Mongolen an und sein Ziel ist es die Tartaren zu besiegen. Der Zufall will es, dass ihm die schöne Bortai (Susan Hayward) in die Hände fällt, ist sie doch keine geringere als die Tochter seines Erzfeindes Kumlek. Doch Temujin verliebt sich in die wilde Schönheit, was zunächst aber deutlich nicht erwidert wird. Er erkennt, dass seine Truppen nicht ausreichen um die Tartaren zu besiegen und so verbündet er sich mit dem chinesischen Fürsten Wang Khan. Schließlich ist es soweit und als Herrscher über alle Mongolen zieht er mit seinem neuen Namen Dschingis Khan in den letzten Kampf gegen die Tartaren.
Meinung zum Film:
Mit der „John Wayne Box“ bekommt der Zuschauer die Gelegenheit, den berühmten Mimen auch mal nicht in einem Western zu sehen. Kaum ein Name Hollywoods ist so sehr mit diesem Genre verbunden wie der von John Wayne („Rio Bravo). Eine ganz andere Rolle spielte er 1940 in „Das Haus der sieben Sünden“ an der Seite von Marlene Dietrich („Der blaue Engel“). Der Liebesfilm über eine Femme Fatal, die das Nachtleben beherrscht und die Männer zu ihren Zwecken um den kleinen Finger wickelt und dem jungen Offizier ist unterhaltsam, aber kein echter Leinwandklassiker. Das Spiel der beiden Hauptfiguren und deren neckenden Dialoge sind zweifelsohne gut, doch in der Gesamtbetrachtung will der Funke nicht so recht auf das Publikum überspringen. John Wayne und Marlene Dietrich kamen sich bei den Dreharbeiten näher und waren eine Zeit lang ein Paar.
In „Düsenjäger“ geht das Katz-und-Maus-Spiel weiter, dieses Mal mit Janet Leigh („Psycho“) an der Seite des Hünen. Als russische Pilotin läuft sie scheinbar zu den Amerikanern über, was diese aber als Spionageversuch werten. Es entsteht eine abwechslungsreiche Geschichte, in welcher der Zuschauer irgendwann nicht mehr weiß, wer jetzt wen ausspionieren will. Die Liebesgeschichte tritt ein wenig in den Hintergrund, aber das Zusammenspiel von Leigh und Wayne lässt sich gut ansehen. Gespickt mit packenden Flugeinlagen, die von dem Flugzeug-Fan und amerikanischen Geschäftslegende Howard Hughes gefördert wurden, bekommt das Publikum ein kurzweiliges Filmvergnügen zu sehen.
Der dritte Film der Box ist „Der Eroberer“, ein Projekt mit schicksalhaften Nachwirkungen. Die Produktion über Dschingis Khan von Produzent Howard Hughes kostete im Nachhinein 91 von 220 Teammitgliedern das Leben. Die Dreharbeiten fanden von 1954 an in der Wüste Utahs statt, in direkter Nachbarschaft eines Atomtestgeländes des US-Militärs. Für Hauptdarsteller John Wayne war dies die offensichtliche Grundlage für seine spätere, tödliche Erkrankung an Lungenkrebs, auch wenn er zudem noch starker Raucher war. Zudem wurde der Film ein Flop, u.a. weil John Wayne eine schlichte Fehlbesetzung für diese Rolle war. Dabei hat der Spielfilm mit den Schlachten und den Massenszenen einiges zu bieten. Die Sets sind erstklassig und die Kulissen sehen hochwertig aus. Doch all dies half nicht und die Erlöse an den Kinokassen blieben aus.
Digitale Aufarbeitung:
Für das Alter des Filmmaterials ist das Ergebnis bei allen drei Filmen sehenswert und das wohl zur Zeit beste, verfügbare Bild. „Das Haus der sieben Sünden“ sieht als Schwarz-Weiß-Bild gut aus und die verschiedenen Graustufen sind sehr schön erkennbar. Das Farbbild der anderen beiden Filme kann sich ebenfalls sehen lassen. Gut, es wirkt ein wenig veraltet, ist qualitativ aber gut. Alle drei Filme verfügen über einen ordentlichen Kontrast. Der Ton lässt keine Wunder erwarten, dennoch sind die Dialoge stets klar verständlich.
Neben den Originaltrailern zu den Filmen gibt es auch noch Bildergalerien, in denen u.a. seltenes Werbematerial zu sehen ist. Zusätzlich gibt es einen TV-Beitrag (ca. 18 Minuten) bei dem auf die Umstände der Dreharbeiten zu „Der Eroberer“ eingegangen wird. Hier wird deutlich, wie fatal die Entscheidung war, ausgerechnet an einem Atomtestgelände zu drehen.
Fazit:
Die „John Wayne Collection No 1“ zeigt einmal nicht den großen Westernhelden John Wayne, sondern seine anderen schauspielerischen Möglichkeiten. Bis auf seine Fehlbesetzung als Mongolenfürst können sich die Filme gut sehen lassen. Die technischen Umsetzungen sind vollkommen in Ordnung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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Das Haus der sieben Sünden: 83:05 Minuten
Düsenjäger: 108:01 Minuten
Der Eroberer: 106:48 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- TV-Beitrag "Ein Film und seine Folgen"
- Originaltrailer
- Bildergalerien
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Das Haus der sieben Sünden/Düsenjäger/Der Eroberer
Seven Sinners/Jet Pilot/The Conqueror
Big John, mal ganz anders
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1940/1957/1956 Regie: Tay Garnett, Josef von Sternberg, Dick Powell Drehbuch: John Meehan, Laszlo Vadnay, Ladislas Fodor, Jules Furthman, Oscar Millard Darsteller: John Wayne, Marlene Dietrich, Albert Dekker, Mischa Auer, Billy Gilbert, Janet Leigh, Jay C. Flippen, Paul Fix, Richard Rober, Susan Hayward, Pedro Armendariz, Agnes Moorehead, Thomas Gomez
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 01.10.2010
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