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DVD-Besprechung - Rocker & Biker Box - Vol. 8

Story:
Desert Biker Angels 
Monk (Paul Carr) ist Chef einer Rockergang, die plündernd und mordend durch die Gegend fährt und auch nicht davor zurückschreckt, Polizisten zu ermorden. Der einäugige Monk hat noch mit Zeno (Michael Forest) eine Rechnung offen, da dieser ist für den Verlust des Auges verantwortlich ist. Momentan arbeitet er in der Wüste als Stuntman für einen Western. Als Monks Truppe davon erfährt, mischen sie das Filmset gnadenlos auf.  

Die Easy Rider von Tokio
Kochi, der selbsternannte „Kaiser von Tokio“ ist Automechaniker und verbringt seine Freizeit damit, in selbstgetuneten Autos mit seinen Freunden durch die Stadt zu düsen. Eines Tages gibt es auf der Straße einen kleinen Unfall, bei dem eine örtliche Rockertruppe beteiligt ist. Aus Rache verwickeln die Rocker einen Freund Kochis daraufhin in einen fast tödlichen Unfall. Die Operation des Freundes soll 200.000 Yen kosten, zahlbar im Voraus. Kochi versucht das Geld zu besorgen.

Meinung zum Film:
Weiter geht es mit der „Rocker & Biker-Box“-Serie, die mit dieser Ausgabe die Nummer 8 erreicht. Geboten werden 2 Genrefilme mit gemischter Qualität. Den Anfang machen die „Desert Biker Angels“. Diese bestehen aus einer Gruppe Outlaws mit Motorrad unter der Führung des einäugigen Monk. Monk hat sein Auge einst bei einer Auseinandersetzung mit Zeno verloren und sinnt seitdem auf Rache. Als die Jungs eines Tages in der Wüste tatsächlich auf Zeno treffen, der auf einem Filmset arbeitet, geht das Unheil los. Leider verzichtet der Film darauf, dem Zuschauer eine einigermaßen vernünftig ausgearbeitete Identifikationsfigur an die Seite zu stellen, denn dazu taugt der blasse Darsteller Michael Forest („Cast Away“) leider nicht.  

Aufgefüllt wird die glücklicherweise ohnehin schon überschaubare Laufzeit des Films mit ausgedehnten Szenen von Gelände-Motorradfahrten in der Wüste, die mehr oder weniger gut gelungen sind. Das Beste am Film ist zweifelsohne die professionelle deutsche Synchro, die mit einigen bekannten Stimmen aufwarten kann, z.B. der von Elmar Wepper und in der schon mal völlig unpassend, aber unterhaltsam berlinert wird. Von ganz anderem Kaliber ist da schon der nächste Film, „Die Easy Rider von Tokio“. Diese japanische Produktion bietet zwar eigentlich keine echten Rocker, dafür aber durchaus gute Unterhaltung. Vor allem die schnoddrige deutsche Synchro kann hier überzeugen, wobei auf künstlichen Klamauk verzichtet wird.  

Nach Vernunft braucht man bei Kochis grundsätzlichen Verhaltensweisen natürlich nicht zu fragen. Der Held des Films lässt sich bei der frech gestellten Frage nach Geld für die Operation des Freundes lieber vom Chef direkt entlassen, anstatt ihn kurz über den Grund für den Gehalts-Vorschuss zu fragen. Zwischendurch gibt es dann noch ein paar schöne Autoverfolgungsjagden zu sehen und die Liebelei kommt selbstverständlich auch nicht zu kurz. Zwar ist hier bis auf ein paar Motorräder nicht wirklich etwas rockerhaftes zu sehen, doch trotzdem kann dieser 70er-Jahre Actionreißer durchaus überzeugen.  

Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität der „Desert Biker Angels“ setzt neue Maßstäbe. Das durch und durch verwaschene und unscharfe Bild scheint von einer Super-8-Fassung oder einer schlechten Videokopie zu kommen, von Sehvergnügen kann da gar keine Rede sein. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 klingt platt und dumpf, die Dialogverständlichkeit ist ausreichend. Bei den „Easy Rider von Tokio“ hingegen wird besseres geboten. Schärfe und Kontrast sitzen an den richtigen Stellen, die Farben können ebenfalls überzeugen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 klingt angenehm klar.

An Extras gibt es zu jedem Film einen Trailer und eine Bildergalerie.

Beide Filme befinden sich in der als „Box“ bezeichneten Veröffentlichung gemeinsam auf einer einzigen DVD.  

Fazit:
Die „Rocker & Biker Box 8“ bietet einen Schnarcher in schlechter Bildqualität und ein unterhaltsames Japan-Roadmovie mit dem einen oder anderen schnoddrigen Spruch. Die DVD-Qualität des zweiten Films kann ebenso gut überzeugen. Wer will, kann ruhig mal reinschauen, sollte den ersten Film jedoch überspringen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18

Desert Biker Angels:
83:85 Minuten

Die Easy Rider von Tokio :
82:20 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Bildergalerie
Rocker & Biker Box - Vol. 8 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Desert Biker Angels / Die Easy Rider von Tokio
The Dirt Gang / Bakuhatsu! Nana-han zoku

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
Einmal Murks, einmal gute Unterhaltung


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA / Japan, 1972 / 1976
Regie:
Jerry Jameson, Yutaka Kohira
Drehbuch:
Michael C. Healy, Ryunosuke Ono
Darsteller:
Paul Carr, Michael Pataki, Lee de Broux, Janet Hatta, Takako Kitagawa

Label Deutschland :
WGF
Verkaufsstart Deutschland :
20.09.2010