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DVD-Besprechung - Cool as Ice
Story:
Rapper Johnny (Vanilla Ice) driftet mit seinen vier Kumpanen auf seinem Motorrad durch die Staaten. Als eine der Maschinen den Dienst verweigert, muss das Quartett in einem kleinen Kaff ungewollt pausieren. Bei dem Zwischenstopp lernt der lockere Johnny die kesse Cathy (Kristin Minter) kennen, stößt aber sowohl bei ihren Eltern als auch Cathys Spießerfreund auf starken Gegenwind. Cathy hingegen ist fasziniert von diesem hippen Typen, der so anders ist und frischen Wind in ihr beschauliches Leben bringt. Konfrontationen scheinen also vorprogrammiert. Als plötzlich zwei miese Kleinganoven vor der Haustür von Cathys Familie stehen und ihre Eltern bedrohen, wirds ernst. Die Gauner entführen Cathys kleinen Bruder und nur Johnny erkennt die heiße Spur, wird jedoch von allen als Mittäter verdächtigt. Jetzt muss er die Chance ergreifen, den Kleinen, aber auch seine Beziehung mit Cathy zu retten sowie deren Eltern für sich zu gewinnen...
Meinung zum Film:
Anfang der 1990er Jahre sahen die Musikcharts schon komisch aus. Neben dem berühmt-berüchtigten 90ties-Pop drangen immer mehr weiße Rapper ins Rampenlicht. Darunter auch Vanilla Ice, der auf den brüderlichem Namen Robert Matthew Van Winkle hört. Der 1967 geborene Texaner erreichte in dieser Dekade große Erfolge und landete viele Hits, wie z.B. "Ice Ice Baby". Damals wie heute war man natürlich darauf bedacht, die Karriere möglichst breit anzulegen, was Herrn Vanilla Ice zum Film zog. Nach dem Kurzauftritt im damaligen Kassenschlager "Turtles II - Das Geheimnis des Ooze", folgte rasch der erste Feature Film des Rappers. Allerdings floppte dieser gewaltig und konnte sich am Boxoffice nicht behaupten. Ähnlich erging es bald der Musikkarriere. Den Regeln des Geschäfts folgend, wurde es dunkel um den ehemaligen Chartbreaker, einige Krisen, Comeback-Misserfolge und Drogen folgten. Heute macht Vanilla Ice wieder Musik und hat eine Familie gegründet. So kann's gehen!
Zur Zeit von "Cool as Ice" war er jedoch Inbegriff eines von ihm geprägten Coolness-Begriff. Bunte, flatterige Hosen, eigentümlicher Haarschnitt und Rap-Hip Hop zeichneten ihn aus. Dumm nur, dass dieses Image wohl nur im Musikbuissnes was taugte, denn mit seinem einzigen Film-Versuch erleidete Ice einen Schiffbruch par Excellence. Von Kritikern verrissen (heutiger Stand bei Rotten Tomatoes 8%, Zuschauervotum immerhin 29%) und an der Kinokasse gefloppt, brachte der Streifen nur eine Auszeichnung mit zweifelhaftem Wert zustande: Die goldene Himbeere für den schlechtesten neuen Star. Das hat Monsieur Ice sicher anders geplant, jedoch hätte er sich dazu ein Projekt aussuchen sollen, welches weniger stark formatiert, dafür insgesamt mutiger und mit interessanterem Konzept ausgestattet sein sollte. All dies fehlt "Cool as Ice" nämlich.
"Cool as Ice" ist, wie beim Durchlesen des Kurzinhalts, ein typisch seichter Hollywoodfilm. Rebellischer Typ trifft auf behütetes Mädchen, beide verlieben sich und das Establishment aus konservativen Eltern und spießigem Freund stellt sich quer. Der Krimi-Plot um die Verbrecher, die Cathys Familie bedrohen, bringt lediglich einen zweiten Aufhänger, um mehr erzählen zu können als die allzu formelhafte Lovestory. Wer auf derartige Unterhaltung steht, wird auch hier kein Problem bekommen: Seichte Unterhaltung unterlegt mit 90erJahre-Rap-Soundtrack kann "Cool as Ice" allemal leisten. Mehr aber nicht! Keine dynamischen Variationen, keine Überraschung und nur begrenzte Spannung haben ihm die oben beschriebenen Reaktionen eingebrockt. Hollywood-Standardware eben. Als Sonntagsnachmittags-Berieselung ok, doch weder als erstzunehmendes Schauspieldebüt noch als abendfüllendes Programm tauglich. Vanilla-Ice-Fans können sich natürlich freuen, ihrer Sammlung wieder eine Neuheit beifügen zu können. Retro-Liebhaber werden auch nicht abgeneigt sein.
Digitale Aufarbeitung:
Wie üblich bei derartigen Releases wurde das Quellmaterial nur marginal aufgearbeitet. Beim Bild merkt man dies anhand des stellenweise arg auffälligen Bildrauschens. Des Weiteren fällt der zu geringe Kontrast auf, insgesamt könnte das Bild heller sein. Beachtet man das Alter des Films, kann daher von einer durchschnittlichen Bildqualität gesprochen werden. Beim Ton sieht es ähnlich aus. Die deutsche Synrcho ist zum Teil arg abgefahren. Sprüche und Redewendungen, jedoch auch die Betonung wirkt oft skurril. Authentischer wirkt da schon der Originalton, beide Spuren sind im Dolby-Digital-2.0-Format auf der Disc enthalten.
Extras bietet diese DVD nicht.
Fazit:
"Cool as Ice" ist als Sonntagsnachmittagsunterhaltung nützlich, jedoch kaum ein erstzunehmendes Kinodebüt von 90er-Jahre-Rapper Vanilla Ice. Zu formelhaft kommt die Story um den wilden Jungen, der sich ins brave Mädel verliebt und damit das spießige Umfeld erzürnt, daher. Die DVD befindet sich technisch auf einem mittelmäßigen Niveau und verliert Punkte durch die nicht vorhandenen Extras.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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87:12 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Cool as Ice
Cool as Ice
Cool als Format - Mainstreamiger gehts nicht!
Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1991 Regie: David Kellogg
Drehbuch: David Stenn Darsteller: Vanilla Ice, Kristin Minter,Deezer D, Kevin Hicks, Allison Dean, John Newton
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 30.09.2010
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