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Blu-ray-Besprechung - Zweiohrküken
Story:
Ludo (Til Schweiger) und Anna (Nora Tschirner) sind nun schon seit längerem ein Paar. Das gemeinsame Leben in einem Haushalt ist für Ludo eine echte Herausforderung, denn Anna konfrontiert ihn mit richtig schweren Aufgaben zu denen Arbeiten gehören wie Plastikflaschen wegbringen und Klopapier kaufen. Mitten in dieser leichten Krise tauchen ausgerechnet Ludos und Annas Ex-Beziehungen auf. Die Beziehung gerät in eine erhebliche Schieflage.
Meinung zum Film:
Nachdem Til Schweiger mit „Keinohrhasen“ den Nerv des Publikums getroffen hatte, war klar, dass die Komödie eine Fortsetzung haben sollte, die nun mit „Zweiohrküken“ für das Heimkino erscheint. Das Ergebnis kann nicht ganz an seinen Vorgänger heranreichen, doch einen Unterhaltungswert kann man der Produktion nicht absprechen. Sicherlich wird nicht das innovative Niveau des erreicht, jedoch hat es Schweiger als Regisseur und Co-Drehbuchautor geschafft, einen witzigen Film zu konzipieren, der sich dem breiten Publikum öffnet. Intellektuell interessierte Analysten werden viele Reibungspunkte finden, vor allem im Umgang der Geschlechter. Die Figur des Ludo und seiner Freundin Anna werden nach zwei Jahren Beziehung gezeigt und es hat sich einiges bei den beiden getan.
Der Alltag ist nämlich eingekehrt und die Phase der frischen Verliebtheit ist vorbei. Eine Situation, in die viele Paare kommen und die so normal ist wie ein kalter Winter. Bei Til Schweiger hat man bei solchen Beziehungsgeflechten immer ein wenig das Gefühl, dass er sich selbst spielt. Er ist nie der bequeme Typ, sondern verfällt immer wieder auf den Machomann, der sich die klassische Rollenverteilung zwischen Mann und Frau wünscht. Hier setzt der Kern der Geschichte an und das Paar setzt sich mit den normalen Themen des Zusammenlebens auseinander. Aber die Dialoge kommen der Realität schon sehr nah und so verzweifelt Anna zu Recht an seinem Desinteresse am Haushalt, während er die Situationen zielsicher erkennt, ab wann mit seinem Herzblatt nicht mehr zu reden ist.
Es gibt einige richtig gute Lacher, wobei teilweise zwar die niederen Regionen des Humors angekratzt werden und die dennoch funktionieren. Da ist z.B. Ludos Kumpel Moritz, der ein völlig dämliches Anbaggerseminar absolviert und dann die ältesten und schlechtesten Sprüche in der Realität einer Bar ausprobiert. Er erlebt die vorprogrammierten Reinfälle und die Katastrophe scheint gekommen als eine Sexsüchtige aus Rücksicht auf seinen netten Charakter nicht mit ihm schlafen will. Die Laufzeit von über 120 Minuten ist deutlich zu lang und eine straffere Handlung hätte der Geschichte besser gestanden.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der Blu-ray-Disc ist sehr gut ausgefallen und bietet alles, was das Herz begehrt. Klasse Bildschärfe bei Nahaufnahmen wie auch bei den Bildern im Hintergrund. Die Details sind vielfältig und nichts bleibt dem Zuschauer verborgen. Sehr schön sind auch die realistischen Farben, die sehr ausgewogen aussehen. Der Ton lässt von Beginn an keine Wünsche offen. Der Film startet mit wummernden Bässen und das Surroundsystem wird von Beginn an auf Trab gehalten. Die Dialoge sind stets sauber und wirken sowohl mit dem Score als auch den Umgebungsgeräuschen sehr harmonisch. Vorbildlich.
Auf der zweiten Disc befindet sich dann das umfangreiche Bonusmaterial, das mit den Outtakes (13,5 Minuten) beginnt und einige verpatzte Szenen anbietet. Die nächsten über 16 Minuten sind den entfallenen Szenen gewidmet, die es nicht in den Hauptfilm geschafft haben und Til Schweiger gibt Erläuterungen dazu. Das Making Of mit 21 Minuten ist als Nacherzählung mit Erläuterungen angelegt worden, wobei es durch Eindrücke von den Dreharbeiten aufgelockert wird. Es gibt auch einen Teamfilm (ca. 14 Minuten) der amüsant und informativ ist, sowie die obligatorische Fotogalerie. Neben einem Kurzfilm von rund neun Minuten gibt es auch ein Feature mit peinlichen Anmachsprüchen, die den Menschen auf der Straße abgerungen wurden. Im Anschluss gibt es zugesandte Bilder vom Keinohrhasen und dem Zweiohrküken, die von den Zuschauern z.B. während ihrer Urlaube gemacht wurden. Das nächste Extra zeigt in gut 3 Minuten die Entwicklung der spannungsreichen Szene mit Ludo und Moritz auf dem Dach. Katharina Thalbach hält im Anschluss anlässlich der Verleihung des BZ-Kulturpreises die Laudatio auf „Zweiohrküken“ (11 Minuten). Den bunten Reigen der Extras runden dann noch drei Musikvideos, sowie Teaser, Trailer und TV-Spots ab.
Fazit:
„Zweiohrküken“ wird den Fans von „Keinohrhasen“ gefallen, jedenfalls wenn sie nicht zu kritisch sind und den Film als einfache Komödie akzeptieren. Die Innovation des Vorgängers wird zwar nicht erreicht, aber der Film schafft es sein Publikum zum Lachen zu bringen. Bild, Ton und Extras sind sehr gut.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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124:25 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby True HD 5.1 | Russisch Dolby True HD 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch |
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Bonusmaterial:
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- Outtakes
- Deleted Scenes
- Making Of
- Teamfilm
- Fotogalerie
- Kurzfilm
- Peinliche Anmachsprüche
- Keinohrhasen und Zweiohrküken auf Reisen
- Die Entstehung einer Szene
- Laudatio von Katharina Thalbach
- Musikvideos
- Teaser und Trailer
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Zweiohrküken
Zweiohrküken
Ordentliche Fortsetzung des großen Erfolges
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2009 Regie: Til Schweiger Drehbuch: Anika Decker, Til Schweiger Darsteller: Nora Tschirner, Til Schweiger, Matthias Schweighöfer, Emma Schweiger, Ken Duken
Label :
Warner Home Video Germany
Verkaufsstart : 27.08.2010
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