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DVD-Besprechung - Paradox
Story:
Detective Inspector Rebecca Flint (Tamzin Outhwaite) weiß nicht genau was sie erwartet, als sie den bekannten Physiker Dr. Christian King (Emun Elliott) in seinem Labor trifft. Als er behauptet, Bilder aus der Zukunft empfangen zu haben, die ein großes Zugunglück zeigen, und dass er bis auf die Sekunde genau vorhersagen kann, wann das Unglück stattfindet, will sie es zunächst nicht glauben. Als sie mit ihren Kollegen, Detective Constable Ben Holt (Mark Bonnar) und Detective Constable Callum Gada (Chiké Okonkwo) der Sache nachgeht, merkt sie aber immer mehr, dass weitaus mehr an der Sache dran ist, als sie anfangs glauben wollte.
Meinung zum Film:
Bei „Paradox“ handelt es sich um den jüngsten Streich der BBC-Autorin Lizzie Mickery, die zuvor u.a. für Serien wie „Die Schattenmacht - The State within“ und „The Inspector Lynley Mysteries“ ihrer Fantasie freien Lauf ließ. Mit „Paradox“ begibt sich die Autorin nun aber weg vom rationalen Krimi und überschreitet die Pforten zum Science-Fiction-Mystery. Mit ihrer „Kurzer Blick in die Zukunft“-Thematik steht die Serie in Konkurrenz zu US-Produktionen wie „FlashForward“ und erinnert auch ein wenig an Filme wie „Knowing“. In allen Beiträgen geht es darum, ein schicksalhaftes Geschehnis in der Zukunft, das erst noch korrekt gedeutet werden muss zu verhindern. Und genau hier zieht die Serie dann einen großen Teil ihrer Dramatik. Während es zunächst meist eher gemächlich zur Sache geht, ziehen Spannung und Dramatik immer weiter an und enden in einem schweißtreibenden Finale. Dabei ist es aber nicht immer gesagt, dass die Unglücksfälle auch verhindert werden können. Besonders dramatisch wird es schon gleich in der 2. Episode, in der eines der Teammitglieder als Opfer auf eines der Bilder zu erkennen ist. Die ganz große Stärke von „Paradox“ liegt ganz sicher in seiner Dramatik bei dem Versuch, die bevorstehende Katastrophe zu verhindern.
Die einzelnen Charaktere im Film wirken insgesamt britisch ruhig. Dr. King ist ein stets auf sachlich-rationeller Ebene diskutierender, ein wenig arrogant auftretender Mensch. Er wirkt wie eine Mischung aus Roboter und exzentrischem Wissenschaftler, was stellenweise schon ein wenig hölzern und übertrieben erscheint. Detective Inspector Flint hat eine etwas distanzierte Art. Im Grunde glaubt sie überhaupt nicht, was King ihr erzählen will, doch aus Neugier und Pflichtbewusstsein lässt sie sich dann doch auf die Sache ein. Wenn Sie und Dr. King sich wie zwei Raubtiere beobachten und ihren jeweiligen Standpunkt darlegen, wirkt dies stellenweise durchaus schon mal ein wenig komisch. Detective Constable Gada ist der typische Teamplayer, der sich am liebsten im Hintergrund hält und einfach nur seinen Job erledigen möchte. Detective Constable Holt fällt ein wenig aus dem Rahmen. Er glaubt nur das, was er sieht und sagt stets das, was er denkt. Dass er dabei das eine ums andere Mal mit Dr. King aneinander gerät ist somit vorprogrammiert. Es sind sicherlich nicht die Beziehungen der Charaktere untereinander, die für gute Unterhaltung sorgen. Wie auch die Bildsprache wirken die Dialoge und das Verhalten fast durchweg unterkühlt, was auch im weiteren Verlauf der Serie sich nur wenig ändert. Emotionale Regungen gibt es nur in kleinen Portionen gereicht. Ein weiterer Mitspieler von Bedeutung ist das Prometheus Institut, das die Forschungen finanziert und mit den Blicken in die Zukunft ihre ganz eigenen Vorstellungen hat, wodurch die Ermittlungen von D.I. Flint und ihrem Team teilweise behindert werden.
Bei der deutschen Veröffentlichung der Serie wurde auf die internationale Lizenzversion der 5 Folgen zurückgegriffen. Während die Episoden bei der Ausstrahlung in Groß-Britannien noch jeweils rund 60 Minuten Laufzeiten hatten, wurde diese für den internationalen Markt um ca. 7 Minuten auf rund 53 Minuten herunter gekürzt. Die eine oder andere aufkommende Fragen oder Holprigkeiten bei einzelnen Episoden sind somit durch die Straffung vorprogrammiert. Aber auch die Serie selbst wirkt nicht immer ganz schlüssig, was bei jedweder Art von Zeitreisethematik aber kaum zu vermeiden ist. Zusätzlich kommt noch hinzu, dass das Ende vollkommen offen und verwirrend ist. Hierfür dürfte der Grund darin begründet liegen, dass „Paradox“ nicht gleich als 5-teilige Miniserie angelegt wurde, sondern erst nach sinkenden Quoten von der BBC nach der ersten Staffel beendet wurde. So muss man sich als Zuschauer mit dem höchst unbefriedigenden Cliffhanger am Ende der 1. Staffel zufrieden geben müssen und sollte sich von vornherein klar darüber sein, nichts handfestes über die Quelle der Blicke in die Zukunft zu erfahren. Wer sich bereits von vornherein damit abgefunden hat, wird aber bestimmt seine spannungsgeladene Freude an den 5 Folgen „Paradox“ haben.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht vor allem in Sachen Schärfe einen sehr guten Eindruck und kann sich in dieser Hinsicht in die obere Spitzengruppe bei den TV-Serien einreihen. Die Farben wirken insgesamt ein wenig gedrückt, was sich auch auf die Atmosphäre ausbreitet. Sollte es Ziel gewesen sein, die Trübe des britischen Wetters dadurch in die Serie zu übertragen, ist dies eindeutig gelungen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist ohne Probleme gut zu verstehen und macht ab und an auch Gebrauch von den Effektlautsprechern.
Als Extra befindet sich der Beitrag "Paradox - Die Schaltzentrale des Prometheus" auf der 2. DVD, der in einer Laufzeit von rund 15 Minuten über die Entstehung und Philosophie des Forschungslabors von Dr. King berichtet.
Fazit:
„Paradox“ war eigentlich als fortlaufende Serie geplant, wurde nach den 5. Folgen der ersten Staffel aber gleich wieder eingestellt. Wer sich an dem offenen Cliffhanger am Ende nicht stört, wird aber auch ohne Auflösung gut unterhalten. Vor allem das Finale jeder einzelnen Folge sorgt für schweißtreibende Spannung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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5 Episoden à ca. 53 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Paradox - Die Schaltzentrale des Prometheus
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Paradox
Paradox
Trotz offenen Endes ist für dramatische Spannung zum Ende jeder Episode gesorgt
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK, 2009 Regie: Simon Cellan Jones, Omar Madha Drehbuch: Lizzie Mickery Darsteller: Tamzin Outhwaite, Emun Elliott, Mark Bonnar, Chiké Okonkwo
Label :
BBC
Verkaufsstart : 01.10.2010
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