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DVD-Besprechung - Lost Identity - Flucht aus Saudi Arabien

Story:
Der Amerikaner John McDonald (Treat Williams) reist nach Saudi-Arabien, um ein geplantes Bauprojekt mit einem saudischen Prinzen unter Dach und Fach zu bringen. Dort angekommen, muss er von seinem Kontaktmann Suliman Nasir Rasi (Sasson Gabai) erfahren, dass der Prinz leider aus dem Projekt ausgestiegen ist. Doch Suliman hat schon einen Ersatz: ein Scheich möchte in das Bauvorhaben einsteigen, doch die Unterzeichnung des Vertrages zieht sich hin. Und McDonald wird noch mehr Probleme mit dem arabischen „Way of life“ bekommen.

Meinung zum Film:
„Lost Identity“ ist eine US-TV-Produktion des Senders „Showtime“, die bereits 1998 gedreht wurde und nun den Weg auf eine deutsche DVD findet. Mit Treat Williams („Everwood“) in der Hauptrolle und mit Sasson Gabai („Rambo 3“) als saudischer Kompagnon ist dieser Film durchaus ansehnlich besetzt. Man kann „Lost Identity“ nicht absprechen, über die 100-minütige Laufzeit durchgehend unterhaltsam zu sein, trotzdem ist der Film ein wahres Feuerwerk an Klischees und reiht sich somit nahtlos in zweifelhafte Machwerke wie „Nicht ohne meine Tochter“ ein.

Zunächst sieht alles rosig aus für den Texaner McDonald. Er trifft sich mit Suliman und bringt den Bauvertrag unter Dach und Fach. Als er dann nach Saudi-Arabien reist, muss er allerdings schnell realisieren, dass dort die Uhren ein wenig anders laufen. Es beginnt mit üblicher Bestechung bei der Passkontrolle und geht dann über fehlende Handtücher im Hotel bis zu einem blinden Scheich, der zur Feier der Vertragsunterzeichnung den Amerikaner McDonald begrabbelt und eine schöne Nacht mit ihm verbringen möchte – eine große Ehre für alle Araber, wie Suliman erfreut zum Besten gibt. Natürlich gibt es auch nebenbei noch eine Steinigung einer ehebrechenden Frau und die saudische Arbeitsmoral „Kommt er heut' nicht, kommt er morgen“ wird selbstverständlich mehrmals im Film thematisiert. Hier bleibt wirklich kein Vorurteil ungenutzt.  

Der Film, der angeblich auf wahren Begebenheiten beruht, ist aber durchaus unterhaltsam. Hänger in der Handlung gibt es keine und so wartet man als Zuschauer immer darauf, was für eine Katastrophe dem Protagonisten als nächstes passiert. Er wird im Laufe des Films verhaftet, verliert seinen Pass, muss den Scheich verklagen, weil dieser die Baumaterialien nicht vom Hafen abholt und das eigentliche Bauvorhaben, das in der Verantwortlichkeit seines Partners Suliman liegt, kommt natürlich auch nicht voran. Irgendwann wird es McDonald dann zu bunt und er versucht, ohne seinen Pass das Land zu verlassen und in seine Heimat zurückzukehren. Wer Lust auf 100 Minuten handwerklich anständige, aber hirnlose Unterhaltung mit Lachgarantie hat, kann gern mal einen Blick auf „Lost Identity“ werfen und wird garantiert nicht enttäuscht.

Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität befindet sich wie zu Erwarten auf TV-Niveau. Schärfe, Kontrast und Farbgebung sind durchschnittlich gut. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist gut verständlich.

Extras sind keine vorhanden.

Fazit:
„Lost Identity“ ist eine US-TV-Produktion, die kein einziges Vorurteil über die arabische Lebensweise auslässt und ein wahres Feuerwerk an Klischees abfeuert. Dennoch kann man dem Film nicht absprechen, durchaus unterhaltsam zu sein. Für einen DVD-Abend mit anspruchsloser Unterhaltung langt der Film allemal. Die DVD-Qualität ist durchschnittlich gut.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
103:58 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
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Lost Identity - Flucht aus Saudi-Arabien
Escape: Human Cargo

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
Ein TV-Film mit einer Wagenladung voller Klischees


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1998
Regie:
Simon Wincer
Drehbuch:
John McDonald, Clyde Burleson
Darsteller:
Treat Williams, Stephen Lang, Sasson Gabai, Ze'ev Revach, Lawrence Dane

Label Deutschland :
3L
Verkaufsstart Deutschland :
21.10.2010