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DVD-Besprechung - WWE - Rebellion 1999 & Insurrextion 2000
Story:
Die WWE ist sehr reisefreudig und macht vor allem in Großbritannien immer wieder gerne Station. So auch 1999 mit dem PPV „Rebellion“ in der National Indoor Arena in Birmingham und 2000 mit „Insurrextion“ im Earls Court in London. Beide Großveranstaltungen wurden nun innerhalb der „Tagged Classics“-Reihe als Doppel-DVD-Set veröffentlicht.
Meinung zum Film:
Der Einstieg von „Rebellion 1999“ ist alles andere als rasant. Mit dem „Intercontinental Championship“-Match zwischen Jeff Jarrett und D-Lo Brown ist nicht viel Begeisterung beim Publikum zu holen. Erst am Ende des Kampfes gibt es ein wenig was für die Fans geboten, als Double-J Chyna zu einem Kampf später am Abend herausfordert. Eine Herausforderung, die die schlagkräftige Powerfrau gerne annimmt und später am Abend im Fight gegen Macho Jarrett einiges gerade rückt. Wrestlerisch ist das sicherlich alles andere als Feinkost, vom Unterhaltungswert aber durchaus klasse. Rein von der Show, sprich dem Ho Train versteht es auch der Kampf zwischen dem Godfather und Gangrel zu überzeugen, die Action im Ring ist allerdings kaum der Rede wert. In beiden Aspekten stimmt es dann aber endlich beim Kampf zwischen dem Road Dog und Chris Jericho, alleine die Spielereien des Road Doggs mit dem Publikum vor dem Kampf sieht man sicher immer mal wieder gerne an. Mit Kane und Big Show gibt es auch ein Match zwischen zwei Kanten des Wrestlinggeschäfts auf dem Abendplan, während es im 3-Team-Elimination Match zwischen Edge & Christian, den Acolytes und Hardcore Holly & Crash dann auch etwas für die Freunde der Technikkünste zu sehen gibt. Das Match zwischen dem British Bulldog und X-Pac lebt in erster Linie davon, dass der Bulldog ein Heimspiel hat. Zusätzlich gab es auch noch einen „Femme Fatale Four Way“-Kampf um den „Women’s“- Titel das aber keiner weiteren Erwähnung wert sind.
Das Main Event ist ein Match um den „WWE Championship“-Titel zwischen den Fanlieblingen Triple H und The Rock, der in einem Stahlkäfig ausgetragen wurde. Bereits vor der Veranstaltung waren die Fans elektrisiert von dem Aufeinandertreffen und die Erwartungen an das Match dementsprechend hoch. Zunächst wird noch einmal ausführlich auf die lange Fehde zwischen den beiden eingegangen, was die Stimmung weiter anheizt. Technische Feinkost gibt es dann zwar nicht geboten, was aber auch nicht anzunehmen war. Stattdessen gibt es einen hart geführten Fight, in dem beide Athleten ihre Unterhaltungsqualitäten bis zum Schluss unter Beweis stellen können. Beides stehen sich dann auch wieder in „Insurrextion“, dem 2. PPV der „Tagged Classics“, im Main Event gegenüber, diesmal allerdings ohne Käfig. Das zusätzliche Gimmick des Kampfes ist diesmal ein „Triple Threat“-Match um den WWE Championstitel, als dritter Wrestler im Bunde steigt Shane McMahon in den Ring. Eine direkte Gefahr sehen zu Recht weder The Rock noch Triple H in dem zusätzlich Kämpfer. Triple H unter anderem schon deswegen nicht, da Shane auf Wunsch von Vince McMahon von Beginn an mit ihm im Team zusammen arbeitet. Und so entwickelt sich auch hier ein höchst unterhaltsamer Main Event, der wie schon bei „Rebellion 1999“ bestens zu unterhalten versteht.
Doch bereits vor dem großen Main Event gibt es den ein oder anderen mitreißenden Moment. Den Anheizer der Menge machen Too Cool in einem Kampf gegen Dean Malenko und Perry Saturn, einem Aufeinandertreffen von alberner Comedy und humorlosem Kraftsport. Auch der Auftritt von Showkishi, einer kurzen Glaubenskrise von Big Show, zusammen mit Rikishi, in einem Kampf gegen die Dudley Boyz hat seinen unterhaltsamen Momente, ist ansonsten aber ähnlich unspektakulär wie der vorgehende Fight zwischen Kane und Bull Buchanan. Erste richtige Akzente im Ring werden durch Chris Benoit und Kurt Angle gesetzt, die wieder einmal unter Beweis stellen, dass sie zu den fähigsten Wrestlern der damaligen Zeit gehörten. Das folgende Hardcore-Match zwischen dem British Bulldog und Crash Holly ist dann wieder ein Schritt zurück und kann kaum überzeugen. Wie schon bei „Rebellion 1999“ ist es hier das Lokalkolorit des Bulldogs, das die Fans nicht ganz kalt lässt. Es war demnach am folgenden Kampf um den „Tag Team“-Titel zwischen Edge & Christian und den Hardy Boyz, wieder für gehobene Ringaction zu sorgen. Und sie schaffen es dann auch das Publikum mit einem abwechslungsreich geführten Kampf zu begeistern und die eine oder andere halsbrecherische Aktion zu zeigen. Im letzten Kampf vor dem großen Finale standen sich dann noch einmal Eddie Guerrero mit Chyna an seiner Seite und Chris Jericho um den „European Championship“-Titel im Ring gegenüber. Auch wenn das Match nicht unbedingt eine Enttäuschung ist, hätte man sich von beiden Athleten doch ein bisschen mehr Unterhaltungswert gewünscht. Doch erst zum Ende legen beide im Tempo ein wenig zu. Und so schließt sich nach dem Hauptkampf ein Main Event, bei dem die Fans im Gegensatz zu „Rebellion 1999“ Abstriche machen mussten, das insgesamt aber durchaus seine guten Momente hatte.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kann in Sachen Schärfe nicht unbedingt punkten. Die Konturen wirken ein wenig verwaschen und verschwimmen bei schnelleren Bewegungen zusätzlich ein wenig. Insgesamt ist auch immer wieder Farbrauschen zu erkennen. Somit liegt es insgesamt auf dem TV-Niveau der Zeit, in der die Events ausgestrahlt wurden und können so nicht ganz das Niveau erreichen, wie es üblicherweise bei WWE-DVDs der Fall ist. Der englische Kommentatorenton in Dolby Digital 2.0 ist durchweg gut zu verstehen. Andere Tonspuren oder Untertitel liegen wie bei den „Tagged Classics“ üblich nicht vor.
Extras gibt es keine auf den DVDs.
Fazit:
„Rebellion 1999“ ist ein kurzweiliges, abwechslungsreiches PPV, das mit rund 2:20 Stunden recht kurz ausfällt, aber fast durchweg zu unterhalten versteht. „Insurrextion 2000“ fällt im Unterhaltungswert ein wenig zurück, ist aber trotzdem alles andere als langweilig. So bietet diese Ausgabe der „Tagged Classics“ insgesamt solide Unterhaltung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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143:33 Minuten & 141:09 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Rebellion 1999 / Insurrextion 2000
Rebellion 1999 / Insurrextion 2000
Die WWE war doppelt reif für die Insel - mit gut durchschnittlichem Unterhaltungswert
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK / USA, 1999 / 2000 Regie: - Drehbuch: - Darsteller: Jeff Jarrett, D-Lo Brown, Chyna, Godfather, Gangrel, Road Dog, Chris Jericho, Kane, Big Show, Edge, Christian, Acolytes, Hardcore Holly, Crash Holly, British Bulldog, X-Pac, Triple H, The Rock, Shane McMahon, Too Cool, Dean Malenko, Perry Saturn, Rikishi, Dudley Boyz, Bull Buchanan, Chris Benoit, Kurt Angle, Hardy Boyz, Eddie Guerrero
Label :
ClearVision
Verkaufsstart : 22.10.2010
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