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DVD-Besprechung - WWE - Money in the Bank 2010

Story:
Das erste „Money in the Bank“-Match wurde am 3. April 2005 im Staples Center während WrestleMania XXI ausgetragen. Jahrelang war das „Money in the Bank“-Match eine einmalige Gelegenheit bei WrestleMania sich die Möglichkeit zu erkämpfen, zu jeder Zeit gegen irgendeinen der amtierenden Titelträger ein Titelmatch einzufordern. Erringen konnte man dieses Privileg, indem man sich gegen die meist 7 Konkurrenten durchsetzte und als erster die oberste Stufe einer Leiter erklomm, um den „Money in the Bank“-Geldkoffer zu bekommen. Am 18.07.2010 wurde im Sprint Center in Kansas City zum ersten Mal ein PPV-Event nach dieser Matchform benannt. Gekämpft wurde dabei um einen Geldkoffer für das RAW- und einen für das SmackDown-Franchise. Zusätzlich gab es noch einige Titelmatches.

Meinung zum Film:
Der erste Kampf des Abends war das „Money in the Bank“-Leitermatch um den SmackDown-Koffer. Bei diesem standen sich Big Show, Kane, Kofi Kingston, Christian, Matt Hardy, Drew McIntyre, Dolph Ziegler und Cody Rhodes im Ring gegenüber. Die Nominierungen von Kane und Big Show für solch ein Match ist dabei sicherlich ohne eine Minute Kampf schon mehr als fragwürdig, da beide sicherlich nicht unbedingt die Schnelligkeit und Gelenkigkeit mitbringen dürften, um ernsthaft in diesem Match eine Chance haben zu können. Die Matchführung war dann ebenfalls etwas merkwürdig, da im Grunde meist nur 2 Kämpfer im Ring standen, während die anderen sich außerhalb auf den Boden legten. Für die Dramatik war das sicherlich ganz okay, um den Rest an Anschein für die Glaubwürdigkeit des Kampfes zu erhalten, aber höchst kontraproduktiv. Sieht man aber mal davon ab, war das Match und das Anheizen der Stimmung für den Einstieg durchaus geeignet. Aber der Ausgang des Matches war dann wieder passend zu dem etwas merkwürdigen Verlauf. Weiter ging es mit dem „Diven Champion“-Titelmatch zwischen Alicia Fox und Eve. Wer an dieser Präsentation der üblichen weiblichen Schauwerte seine Freude hat kann sich entspannt zurücklehnen und genießen. Wrestlingfreunde schalten aber am besten gleich weiter zum nächsten Kampf.

Darin gegenüber standen sich die Hart Dynasty und die Usos. Die Kostüme in zartem Rosa und feinem Hellblau erinnerten an Babystationen im Krankenhaus, wobei die Hart Dynasty mit ihren Mädchenfarben klar die schlechtere Position einnahmen. Der Kampf selbst war nicht ganz so berauschend, erst nach dem Ende wurde für die Extraportion Emotionen gesorgt. Weiter ging’s mit dem Fight zwischen Rey Mysterio und Jack Swagger um den „WWE Heavyweight Championship“-Gürtel. Der große Aufhänger in den Einspielern des Fights waren Familienprobe im Hause Swagger, da sich Vater Swagger angeblich zu sehr im Licht seines Sohnes sonnte. Sorgen hatte aber auch Ray Mysterio, der wegen einer Verletzung humpelnd zum Ring kam. Die Bedingungen für Titelverteidiger Mysterio sahen somit schon vor Beginn des Kampfes alles andere als rosig aus. Ob sich diese Aussicht wirklich so dramatisch herausstellte, wurde in einem durchweg durchschnittlichen Kampf beantwortet. Die Frage, was der Aufmacher mit Papa Swagger damit zu tun hat, ging dann allerdings in einer durchaus gelungenen, großen Überraschung unter.

Bevor es mit dem zweiten „Money in the Bank“-Kampf losging, gab es zunächst noch den „Kreisch-as-Kreisch-can“-Wettbewerb um den „Damen“-Titel zwischen Layla und Kelly Kelly, der unter den gleichen Voraussetzungen steht wie der Kampf um den „Diven“-Titel - „Next Chapter“ rules! Um den RAW-Geldkoffer durften sich dann Randy Orton, John Morrison, Evan Bourne, Mark Henry, Edge, Chris Jericho, The Miz und Ted DiBiase bekämpfen. Mit Mark Henry hat sich hier zumindest nur eines der Schwergewichte verlaufen, was der allgemeinen Stimmung des Kampfes deutlich besser zu Gesicht stand. Aber trotzdem entwickelte sich dieses Match eine ganze Ecke langatmiger als das erste. Auch hier gab es zumeist nur Einzelkämpfe zu sehen und erst zum Ende hin entwickelte sich dann endlich ein wenig mehr Dynamik im Ring. Dadurch wandelte sich ein sehr müder Beginn in ein durchaus interessanteres Finale, mit einem diesmal auch etwas glaubwürdigeren Ausgang. Den Schlusspunkt des Abends setzten dann Sheamus und John Cena mit ihrem Kampf um den „WWE Champion“-Titel. Für zusätzliche Dramatik sorgte die Tatsache, dass das Match im Stahlkäfig ausgetragen wurde. Der Kampf kann dann aber nicht sonderlich überzeugen und weder Cena noch Sheamus können bemerkenswerte Aktionen anbringen, was auch das Publikum mit verhaltenen Reaktionen belegte. Und so endet das „Money in the Bank“-PPV auf die sehr durchschnittliche Art, die das Niveau des Abends sehr gut wiederspiegelte. Leider fehlt es hier an bemerkenswerten Momenten, die nach dem Ende im Gedächtnis hängenbleiben würden.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht den gewohnten Eindruck. In ruhigeren Momenten können Schärfe und Detailgrad durchaus überzeugen, sobald größere Bewegungen zu sehen sind, geht dieser Eindruck jedoch verloren und zudem gibt es die gewohnten Kompressionsartefakte zu sehen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist gewohnt gut zu verstehen, allerdings nervt das Duo Schäfer-Zapf mit ihren ständigen Superlativen zum vergleichsweise müden Geschehen sehr schnell, weswegen vielen gerne auf den gleichermaßen guten englischen Ton umschalten werden.

Als Extras gibt es ein kurzes Interview mit Kane nach seinem Auftritt und eine Drohung, die der Nexus an die RAW-Gemeinde richtet.

Fazit:
„Money in the Bank 2010“ ist ein bestenfalls durchschnittliches PPV, das kaum nennenswerte Aktionen zu bieten hat. Die Geldkoffer-Kämpfe haben eine eigenwillige Kampfführung, die die Damen-Matches sind gewohnt über und der Rest kann ebenfalls kaum Akzente setzen. Allesseher können problemlos zugreifen. Gelegenheitsgucker sollten sich aber besser einen anderen PPV aussuchen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
168:29 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Italienisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Griechisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch
Bonusmaterial:
  • Josh Mathews interviewt Kane
  • Der Nexus wendet sich ans WWE-Universum
WWE - Money in the Bank 2010 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Money in the Bank 2010
Money in the Bank 2010

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Ein bestenfalls durchschnittliches PPV mit wenig erinnerungswürdigen Momenten


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010
Regie:
-
Drehbuch:
-
Darsteller:
Big Show, Matt Hardy, Christian, Kofi Kingston, Cody Rhodes, Kane, Dolph Ziggler, Drew McIntyre, Hart Dynasty, Usos, Alicia Fox, Eve Torres, Rey Mysterio, Jack Swagger, Layla, Kelly Kelly, Randy Orton, John Morrison, Evan Bourne, Ted DiBiase, Chris Jericho, Edge, The Miz, Mark Henry, Sheamus, John Cena

Label Deutschland :
ClearVision
Verkaufsstart Deutschland :
29.10.2010