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Blu-ray-Besprechung - Lichtmond
Story:
Mit „Lichtmond“ wird dem Zuschauer eine Komposition von Sound und Bildern geboten, die in dieser Form noch nicht zu sehen und zu hören waren. Ausgleichende Chill-Out-Klänge umgarnen die Ohren und die Augen sind auf die phantasievollen Landschaften auf dem Bildschirm gerichtet. Die Koppehele-Brüder haben dem AMBRA-Projekt einen Nachfolger nachgeschickt.
Meinung zum Film:
„Lichtmond“ ist vornehmlich ein Musik-/Soundprojekt der Musiker und Produzenten Giorgio und Martin Koppehele. Bilder und Klänge werden von ihnen miteinander verschlungen, was allerdings nicht neu ist, denn 1748 komponierte Georg Friedrich Händel die Feuerwerksmusik die als „Music for the Royal Fireworks“ weltbekannt wurde. Sie sollte die mittels von Feuerwerkskörpern an den Nachthimmel gebrachten Bildern eine stimmungsvolle Untermalung geben. Bei Lichtmond sind dies nun keine Raketen, sondern Bilder die aus dem PC generiert und in Absprache mit den Künstlern entwickelt wurden. Gezeigt werden phantasievolle Landschaften einer zweiten Erde, wobei nicht der Realismus des Dargestellten vorrangig ist, sondern das Phantastische.
Zusätzlich gibt es noch zwischendurch von Thomas E. Killinger eingesprochene Gedichte die zusammen mit der stimmungsvollen elektronischen Musik eine sehr angenehme Gesamtkomposition bilden. Killinger ist Komponist, Sänger und arbeitete auch als Schauspieler auf der Bühne. Der Inhalt der Poeme wird vielleicht dem einen oder anderen zu schwülstig sei, aber wenn man diesen außen vorlässt und nur den Klang von Killingers Stimme aufnimmt, dann passt es als Stilelement. Die Stücke gehen nahtlos ineinander über und so ergibt sich über die Laufzeit von rund 50 Minuten eine durchgehende Klangkomposition.
Die musikalische Ausrichtung wirkt wie eine Mischung aus Jean-Michel Jarre und Mike Oldfield, wobei eine von den sehr hohen weiblichen Vocals nach der Popsängerin „Sandra“ klingt, sie aber in der Realität nicht mitsingt. Skeptiker mögen spätestens an dieser Stelle fragen, was da denn so besonderes daran sei und so muss schon an dieser Stelle auf die Tonspur verwiesen werden. So ein sauberes Raumklangerlebnis gab es bislang selten zu hören. Als Zuschauer wird man förmlich von den Klängen umhüllt und wer elektronische Musik mag, der wird doppelt belohnt. Die durchaus stimmigen Bilder auf dem Bildschirm sind nett anzusehen, doch die Musik wirkt noch mehr, wenn die Augen geschlossen sind.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der Blu-ray zeigt eine sehr gute Darstellung der digitalen Weltenbilder. Messerscharfe Konturen ergänzen sich mit satten Farben. Dadurch wird aber auch deren Künstlichkeit unterstrichen und so sieht z.B. das Wasser alles andere als natürlich aus. Der Ton ist grandios und überzeugt nicht nur einfach, er begeistert. Das Spiel mit allen Boxen im Raum wird auch nicht übertrieben, sondern wirkt durchdacht. Sowohl die Vocals, als auch die gesprochenen Gedichte wandern durch den Raum und verändern sich sogar. So sind die Worte Killingers aus den hinteren Lautsprechern eher geflüstert, während sie von vorne sonorer und bestimmter klingen.
Bei der „normalen“ Blu-ray-Ausgabe gibt es keine Extras, aber die „Special Edition“ verfügt über eine Extra-CD mit allen Titeln. Sie hören sich ebenfalls gut an, doch an das Klangerlebnis der Blu-ray reicht sie nicht heran.
Fazit:
„Lichtmond“ ist ein Soundprojekt für alle Zuschauer die sich gern einmal, vor allem musikalisch, in eine andere Welt chillen möchten. Das Werk wirkt beruhigend und es wird ein Klangteppich ausgebreitet, der es in sich hat. Sound aus einer anderen Dimension.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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48:53 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Deutsch DTS-HD Master Audio 7.1 | Deutsch DTS-HD Master Audio 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Lichtmond
Lichtmond
Honig für die Ohren
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2010 Regie: - Drehbuch: - Darsteller: -
Label :
Al!ve
Verkaufsstart : 01.10.2010
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