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Blu-ray-Besprechung - Universum der Ozeane

Story:
In der Dokumentation „Universum der Ozeane“ präsentiert Buchautor Frank Schätzing einige Einblicke in die Tiefen der Ozeane. Er beschäftigt sich mit der Entstehung der Erde, vereinzelten lebenden und ausgestorbenen Lebewesen und blickt auf kritische Prozesse, die durch den Menschen in Gang gesetzt werden.

Meinung zum Film:
Bestsellerautor Frank Schätzing gelang mit seinem Science-Fiction-Öko-Thriller-Roman „Der Schwarm“ der ganz große Wurf. Ein Großteil der Handlung von „Der Schwarm“ spielte in den dunklen Tiefen der Ozeane. Mit der 3-teiligen Dokumentation „Universum der Ozeane“ begibt er sich nun erneut mit seinem Publikum in diese Tiefen. Diesmal allerdings nicht um erneut den Angriff von aggressiv vorgehenden Kreaturen abzuwehren, sondern um einen wissenschaftlichen Blick in die unendlich scheinenden Tiefen der dunklen Bereiche des Meeres zu werfen. Er selbst begibt sich dabei allerdings nicht selbst unter die Oberfläche, sondern erzählt immer wieder kurze Ein- und Überleitungen zwischen einzelnen Abschnitten der insgesamt enthaltenen 3 Dokumentationsteile. Der Nutzwert dabei ist aber eher gering und der Name Frank Schätzing hat eher einen Wert für das Marketing der Produktion, als dass er groß für den Informationsgehalt sorgen würde.

Im ersten der drei Teil geht es zurück zur Entstehung unseres Planeten. Es wird in Trickaufnahmen gezeigt, wie die Meere sich gebildet haben und wie aus einem zunächst rostig-roten Planeten unsere heute als Blauer Planet bekannte Erde entstanden ist. Auch die Frage, wie aus einer einzigen Zelle jedwedes Leben auf dem Planeten entstehen konnte, wird dabei angesprochen. Während der Forschungsarbeiten wird ein Wissenschaftsteam begleitet, das einen Tauchroboter in die Tiefsee hinablässt, in der man gerade mal 1% der dort befindlichen Vegetation und des dortigen Lebens kennt. Dabei werden faszinierende Bilder einer unbekannten Unterwasserwelt gezeigt, wie etwa die Reaktion des Wassers in Gegenden, mit Temperaturen von über 400° Celsius, oder das Aufwirbeln von Mineralien und schwarzem Rauch. Faszinierend sind auch Aufnahmen der Tierwelt, die meilenweit unter der Oberfläche zu finden ist. Vertieft wird das Leben von Tieren im 2. Teil der Dokumentation, in der eine Meeresbiologin sich mit den Eigenarten von Haien beschäftigt. Dabei kommt unter anderem auch das unappetitliche „Shark Finning“ zur Sprache, bei dem Haien bei lebendigem Leib die Flossen abgetrennt werden, damit Menschen sich daraus eine Suppe kochen können. Deutlich appetitlicher geht es im weiteren Verlauf zu, bei dem die Verschiebung der Erdplatten und die Schmährufe, die sich Entdecker Alfred Wegener bei der Verkündung seiner Theorie ausgesetzt sah, ausführlich thematisiert werden. Zum Ende werden dann auch die Überfischung der Meere und die daraus resultierenden Probleme zum Thema gemacht.  

In der dritten Episode führt die Serie sein Publikum dann ins ewige Eis. Es wird berichtet, wie die dortigen Verhältnisse entstanden sind und wie es dort vor 60 Millionen Jahren noch grüne Flächen gab. Es wird darauf eingegangen, wie wichtig die Arktis mit ihrem Golfstrom für das ökologische Gleichgewicht des Planeten ist und wie sich Veränderungen an diesem drastisch auf den Planeten auswirken könnten. In diesem Bezug wird dann auch gleich ein Blick darauf geworfen, wie die härteste Eiszeit vor rund 700 Millionen Jahren entstand und welche Auswirkungen diese auf den Planeten hatte. Und zu guter Letzt geht es dann noch einmal um die akustische Verständigung der Tiere in den Meeren und wie der Mensch diese massiv stört und somit zum Aussterben einiger Rassen zu sorgen droht. Danach ist Schluss und manch einer wird sich fragen, ob er nun denn wirklich etwas über das Universum der Ozeane erfahren hat. Denn vieles was zu sehen war, bezieht mehr auf die erdgeschichtliche Evolution, wo die Ozeane ihre Rolle spielten. Wer sich nicht allzu sehr auf die Ozeane wie wir sie heute kennen als Inhalt versteift, sollte gut informiert und unterhalten werden. Wer sich allerdings erhofft, einen Blick in die heutigen Tiefen der Ozeane werfen zu können, dürfte am Ende ein klein wenig enttäuscht sein.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild liegt lediglich im 1080i/50-Format vor, was den vollen HD-Genuss ein klein wenig schmälert. Trotzdem bietet es meist ein sehr klares, detailfreudiges und scharfes Bild. Ein Tiefengefühl will sich dabei allerdings nie so recht einstellen. Bei Archiv- und Forschungsaufnahmen lässt die Bildqualität teilweise aber nach, was aber eindeutig am minderwertigeren Ausgangsmaterial liegen dürfte. Der deutsche Ton liegt in DTS-HD 2.0 vor und erfüllt seinen Zweck, die gesprochenen Informationen kommen klar und deutlich herüber.

Zusätzliche Extras gibt es keine auf der Blu-ray zu finden.

Fazit:
„Universum der Ozeane“ ist eine Dokumentation, die sich nicht nur auf die Tiefen der Ozeane beschränkt, sondern sich zusätzlich auch ausführlich um geschichtliche und ökologische Themen kümmert. In rund 2,5 Stunden werden dabei einige interessante Fakten näher gebracht, leicht verpackt und für jedermann verständlich.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK INFO-Programm
1,78:1
1,78:1
3 Episode à 52:33 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD Master Audio 2.0
DTS-HD Master Audio 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • -
Universum der Ozeane - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Universum der Ozeane
Universum der Ozeane

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Das Wasser als Ursprung allen Lebens im Wandel der Jahrmillionen


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2010
Regie:
Stefan Schneider
Drehbuch:
Claudia Ruby, Stefan Schneider
Darsteller:
Frank Schätzing

Label Deutschland :
Polyband
Verkaufsstart Deutschland :
29.10.2010