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Blu-ray-Besprechung - Unser Universum - Staffel 2

Story:
„Der Weltraum, unendliche Weiten“ – so beginnt die TV-Kult-Serie „Star Trek – Raumschiff Enterprise“. Doch auch wenn die Wissenschaft seit der Entstehung der Serie in den 70er-Jahren riesige Fortschritte gemacht hat, gibt diese Unendlichkeit der Menschheit noch immer große Rätsel auf. Diesen Rätseln, aber auch den gesammelten Erkenntnissen widmet sich diese 18-teilige Serie des History-Channels.

Meinung zum Film:
Der erste Blick in der 2. Staffel von „Unser Universum“ wird auf die Vielzahl von Planeten geworfen, die im Universum entdeckt wurden. Es wird erklärt, warum ein Leben auf diesen Planeten unmöglich ist und wie die Suche nach fremdem Leben sich immer weiter entwickelt hat und welche Probleme dabei bedacht werden müssen. In der Serie geht es aber auch um Themen, die sich ein bisschen wie Science Fiction anhören. So wird zum Beispiel versucht, Wurmlöchern auf die Spur zu kommen. Albert Einstein hat mit seiner allgemeinen Relativitätstheorie die Grundlage für das Vorhandensein dieser Phänomene gelegt. Da er sie zusammen mit seinem Kollegen Nathan Rosen schriftlich veröffentlichte, nennt man dieses Phänomen auch die Einstein-Rosen-Brücke. In der Episode wird die Frage weiter vertieft, ob es sich dabei nun wirklich nur um ein rein theoretisches Gebilde handelt oder ob es Wurmlöcher tatsächlich gibt und wenn ja, ob diese auch von Menschen passierbar wären. Bei den Erklärungen wird von den Wissenschaftlern immer wieder darauf verwiesen, dass heute alltägliche Dinge, vor 100 Jahren als ebenso unmöglich angesehen wurden wie es für uns aus heutiger Sicht Wurmlöcher sind. Wenn der Blick in einer weiteren Episode auf den Mond geworfen wird, gibt es auch hier neben wissenschaftlichen Erkenntnissen erneut etwas über diverse Mysterien zu erfahren und es wird der Frage nachgegangen, welchen Einfluss der Mond auf das Leben des Menschen hat und wie er das Leben des Menschen überhaupt erst ermöglichte.  

Auch die Milchstraße wird in einer Episode näher unter die Lupe genommen und von der anfänglichen, falschen Annahme ausgehend, die Erde sei der Mittelpunkt wird erklärt, was die Milchstraße ist, wie sie sich aufbaut und was alles darin zu finden ist. Etwas mystischer wird es dann etwas später wieder, wenn es um die Dunkle Materie gibt. Die Gelehrten erklären hier ihre unterschiedlichen Ansichten darüber, ob es diese nun wirklich gibt, oder ob es sich hierbei nur um ein wissenschaftliches Hirngespinst handelt. Äußerst interessant wird es auch beim Thema Astrobiologie, bei dem versucht wird zu erfahren, wie das Leben auf der Erde entstand. An Hand von fossilen Hinweisen werden dabei Theorien erstellt, die auf der Existenz von Mikroorganismen gründen und darüber die Entstehung irdischen Lebens erklären. Doch es wird davon ausgegangen, dass es bereits vor eine andere Form von Leben gab, die zu erforschen aber höchst schwer ist. Es wird auch ein Blick auf das mögliche Leben auf anderen Planeten geworfen, wie z.B. dem Mars. Und um der bei manchem dabei sicherlich aufkommenden Sehnsucht nach Reisen durchs Weltall gerecht zu werden, wird sich auch ein komplettes Kapitel lang über theoretische Möglichkeiten und Gefahren eines langen Raumfluges beschäftigt. Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich dann mit dem Finden von neuen Lebensräumen im Universum und welche scheinbar unüberwindbaren Hindernisse dabei eine Rolle spielen. Beendet wird die Dokumentation dann sinnigerweise im 18. Kapitel mit der Apocalypse. Es werden verschiedene Theorien zum Untergang der Erde in vielen Millionen von Jahren diskutiert. Zu diesen gehören das christliche Fegefeuer und der nordische Ragnarok, ein alles verschlingender Eissturm. Was nun das Ende bedeuten wird, dürfte aber ganz sicher niemand von uns miterleben.  

Wissenschaftler erzählen mit dem Leuchten von Kindern in den Augen, die vor dem Weihnachtsbaum stehen, wie eine besondere Entdeckung gemacht wurde und wie sie enthusiastisch an einer bedeutenden Entdeckung arbeiten. Die teils sehr komplexen Themen werden dabei immer wieder auf sehr anschauliche Weise vereinfacht dargestellt, oft indem sie mit alltäglichen Dingen verglichen werden. Durch Computeranimationen, wissenschaftlichen Aufnahmen und Archivbildern werden teils faszinierende Bilder geboten, die aus den teils sehr trockenen Themen gute Infotainment-Momente schaffen. Richtig interessant wird es meist dann, wenn es um den Nachweis vom theoretischen Phänomen wie z.B. Wurmlöchern oder Dunkler Materie geht. Hier laufen die Wissenschaftler oft zur Höchstform auf und ihr Forscherdran beim Nachweisen ihrer Ansichten zum Thema lässt immer wieder die Neugierigkeit und den Wissensdrang eines kleinen Kindes durchschimmern. Und dies ist dann letzten Endes auch mit einer der Gründe, warum komplizierte Themen so unterhaltsam präsentiert werden. Die Leidenschaft, die immer wieder in den Erklärungen durchkommt, überträgt sich auf den Zuschauer. Was zu Beginn wie ein staubtrockenes, kompliziertes Thema aussah, wird auf einmal leicht verständlich. Das Publikum freut sich und begibt sich von Folge zu Folge immer wieder gerne in die versuchte Erklärung der unendlichen Weiten.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild liegt im 1080i/50-Format vor, wodurch die volle HD-Qualität nicht ganz erreicht werden kann. Vor allem in der Plastizität macht sich dieses ein wenig bemerkbar, da sich nie ein rechter Tiefeneindruck bemerkbar macht. Davon abgesehen bietet das Bild ein sehr klares, detailfreudiges und scharfes Bild, wenn es um die Computeranimationen geht. Bei Archivaufnahmen oder wissenschaftlichen Bildern lässt die Bildqualität teilweise aber sehr deutlich nach, was allerdings am Ausgangsmaterial liegt. Der deutsche Ton liegt in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und nutzt auch regelmäßig die Effektkanäle um für die passende Atmosphäre zu den Bildern zu sorgen. Für eine Dokumentation ist das ein eher ungewöhnlicher Service, der gerne zum Standard werden darf.

Zusätzliche Extras gibt es keine auf den Blu-rays zu finden.

Fazit:
„Unser Universum – Staffel 2“ bietet einen äußerst ausführlichen und höchst informativen Einblick in den wissenschaftlichen Kenntnisstand rund um die Galaxie. Es werden belegte Fakten und erbrachte Theorien auf leicht verständliche Weise präsentiert. Wer sich für das Thema interessiert, kommt an dieser Doku nicht vorbei. Der Preis mag auf den ersten Blick vielleicht hoch erscheinen, aber es wird auch ein mehr als entsprechender Gegenwert dafür geliefert.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK INFO-Programm
1,85:1
1,85:1
18 Episoden à ca. 43 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • -
Unser Universum - Staffel 2 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Unser Universum - Staffel 2
The Universe - Season 2

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Fantastisch anzusehen, leicht zu verstehen - das Universum für jedermann in einer Blu-ray-Nussschale


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007
Regie:
Diverse
Drehbuch:
Diverse
Darsteller:
-

Label Deutschland :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
05.11.2010