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DVD-Besprechung - WWE - SummerSlam 2010

Story:
Der SummerSlam gehört traditionell nach WrestleMania zu den großen Events im Kalender der WWE. Er wird als Blockbuster des Sommers vermarktet und man ist seitens der WWE stets bemüht, besonders spektakuläres Aufeinandertreffen zu präsentieren. Der SummerSlam 2010 fand am 15. August 2010 im Staples Center in Los Angeles statt.

Meinung zum Film:
Dass der „SummerSlam 2010“ ganz im Zeichen des Nexus stehen würde, deutete sich schon früh im Vorfeld an. Doch schon bevor das große Match zwischen Team WWE und dem Nexus auf dem Programm stand, griff die Gruppierung massiv in das PPV ein. Als Einstieg in den Abend war ein Match um den „Intercontinental Champion“-Titel angesetzt, in dem sich Dolph Ziggler und Kofi Kingston gegenüber standen. Sicherlich eine gute Wahl, da beide Wrestler schon in der Vergangenheit gut miteinander harmonierten und auch das letzte Aufeinandertreffen der Beiden vor dem PPV auf ein gutes Match hoffen ließ. Der Kampf entwickelte sich auch als solcher, bis der Nexus seine erste Duftmarke hinterließ. Es mag sicherlich einige gegeben haben die hofften, dass der Abend sich nicht komplett in dieser Form weiter entwickeln würde. Hinter den Kulissen ging es zwischen den Kämpfen auch immer wieder darum, wer der noch fehlende 7. Kämpfer für Team WWE im Kampf gegen den Nexus sein würde. Wie auch im ersten Einspieler zwischen den Matches, als sich The Miz gewohnt arrogant präsentierte, als man ihn bat diese Rolle zu übernehmen. Im zweiten Match gab es dann erst mal Pause für echte Wrestling-Fans, da sich Alicia Fox und Melina um den „Diven Champion“-Titel kreischten. Wie heißt es so schön – das Auge isst mit. In diesem Fall ist es aber wie bei Damen-Matches meist üblich lediglich das Auge, das etwas zu tun bekommt. Das Wrestling-Herz hat hier in der Regel immer kurzzeitig Pause. Beim Publikum sieht das nicht anders aus, freundlich gesagt könnte man sagen, es lehnte sich zurück und genoss die Anwesenheit der Diven im Ring. Schade, dass der Nexus hier nicht ebenfalls eingegriffen hat.  

Weiter ging es mit einem weiteren Kapitel in der Auseinandersetzung zwischen CM Punk und Big Show, in einem „3 gegen 1 Handicap“-Match. Hier hatte es Big Show nicht nur mit CM Punk zu tun, sondern musste sich zusätzlich noch gegen Joseph Mercury und Luke Gallows erwehren, Serena stand wie üblich ebenfalls am Ring. Dass es in diesem Match keine wrestlerische Feinkost geben würde, war von vornherein klar. Die Frage war vielmehr, wie sich Big Show gegen die deutlich schmächtigeren Gegner zur Wehr setzen und ob er seinen Kraftvorteil gegen die Gruppe ins Spiel bringen kann. Aus dieser Sicht betrachtet war die Auseinandersetzung ganz okay, wenn auch nichts Besonderes. Als nächstes standen sich Sheamus und Randy Orton im Kampf um den „WWE Championship“-Titel im Ring gegenüber. Da Sheamus sich immer mehr zu einem echten Superstar entwickelt und Orton seine unerträglich überzogene Mad-Man-Phase hinter sich gebracht hat, konnte man sich von diesem Aufeinandertreffen durchaus das eine oder andere Highlight erwarten. Dass es sich bei dem Kampf nicht um eine Hochgeschwindigkeitsdarbietung handeln würde, war aber bereits vor dem Ertönen des Ringgongs klar. Und so standen sich die beiden Hünen oftmals mit harten Kraftaktionen gegenüber, ließen es aber oft auch etwas gemächlicher angehen. Doch zum Ende hin kamen auch immer mehr Tempo und Dramatik ins Geschehen, wodurch der Kampf zu einer durchaus unterhaltsamen Vorstellung wurde.  

Weiter ging es mit dem ungleichen Kampf zwischen Rey Mysterio, dem kleinen Mexikaner mit dem großen Kämpferherz und Kane, der großen roten Maschine, um den „WWE Heavyweight Championship“-Titel. Bevor es mit der Ringaction losging, wurde noch einmal ausführlich auf die komplizierte und langwierige Vorgeschichte der Beiden eingegangen. Mit dem Beginn des Matchs bot sich auch gleich das zu erwartende, eigenartige Bild, das wegen der unterschiedlichen Staturen bei manch einem Erinnerungen an Kindesmisshandlungen hervorrufen dürfte. Aber trotz der anfangs nicht gerade vorteilhaft erscheinenden Bedingungen entwickelte sich das Match zu einer recht mitreißenden Veranstaltung, bei der vor allem Rey Mysterio einige hochwertige Aktionen aufbieten konnte. Nach dem Match wurde dann klar, dass diese Storyline noch lange nicht zu Ende ist. Als letztes Match des Abends stand dann der Kampf zwischen dem Nexus und dem Team WWE auf dem Programm. Nachdem der Nexus in den Wochen zuvor einiges angegriffen hatte, was Rang und Namen bei der WWE hat, stand nun für die Superstars die große Wiedergutmachung auf dem Programm. In einem Ausscheidungs-Match sollten die Fronten ein für allemal geklärt werden. Auf Seiten des Nexus traten die vergleichsweise namenlosen Wade Barrett, David Otunga, Heath Slater, Skip Sheffield, Michael Tarver, Justin Gabriel und Darren Young gegen die WWE-Superstars John Cena, Bret „Hitman“ Hart, Chris Jericho, Edge, John Morrison, R-Truth und einem siebten, zu Beginn noch unbekannten Mitglied an. Bei letzterem haben sich die Storyschreiber eine kleine Überraschung ausgedacht, die aber durchaus für Salz in der Suppe sorgte. Nach dem Match blieb dann allerdings das Gefühl hängen, dass in Sachen Dramaturgie und Action nicht annähernd das Potential ausgeschöpft wurde, das diese Auseinandersetzung geboten hat. Es wird zwar nie richtig langweilig, was vor allem an einzelnen, kleinen Fehden zwischen den Kämpfern lag, die immer wieder im Ring ausgefochten wurden, aber besonders mitreißend wurde es eher selten. Und so endet der Abend wie er die gesamt Zeit über gelaufen ist. Mit einem ordentlichen Main Event, das aber nur selten große Momente zu bieten hatte und auch nicht unbedingt mit allzu großen Überraschungen aufwarten konnte. Was in Erinnerung bleibt ist ein solides PPV, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist im gewohnten WWE-Maß enthalten. Das heißt bei ruhigen Bildern ist alles im guten Durchschnittsbereich, sobald es Bewegungen gibt kommt es aber zu klaren Kompressionsunschönheiten. Der Ton ist wie üblich in gut verständlichem Dolby Digtal 2.0 enthalten. Unter anderem mit dem deutschen Kommentatoren-Duo, auf Wunsch aber auch im englischen Original.

Als einziges Extra gibt es ein kurzes Statement von Daniel Bryan nach dem PPV.

Fazit:
Das Bild ist im gewohnten WWE-Maß enthalten. Das heißt bei ruhigen Bildern ist alles im guten Durchschnittsbereich, sobald es Bewegungen gibt kommt es aber zu klaren Kompressionsunschönheiten. Der Ton ist wie üblich in gut verständlichem Dolby Digtal 2.0 enthalten. Unter anderem mit dem deutschen Kommentatoren-Duo, auf Wunsch aber auch im englischen Original.

Als einziges Extra gibt es ein kurzes Statement von Daniel Bryan nach dem PPV.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
177:41 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Französisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Italienisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Griechisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch
Bonusmaterial:
  • Interview mit Daniel Bryan
WWE - SummerSlam 2010 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
SummerSlam 2010
SummerSlam 2010

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Der Nexus überrennt die WWE - zumindest wenn Team WWE sie nicht stoppen kann


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010
Regie:
-
Drehbuch:
-
Darsteller:
Dolph Ziggler, Kofi Kingston, Alicia Fox, Melina, Big Show, CM Punk, Joseph Mercury, Luke Gallows, Sheamus, Randy Orton, Rey Mysterio, Kane, Wade Barrett, David Otunga, Heath Slater, Skip Sheffield, Michael Tarver, Justin Gabriel, Darren Young, John Cena, Bret „Hitman“ Hart, Chris Jericho, Edge, John Morrison, R-Truth

Label Deutschland :
ClearVision
Verkaufsstart Deutschland :
19.11.2010