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DVD-Besprechung - Waffenstillstand
Story:
Irak im Jahr 2004. Die Region Falludscha ist vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten. 2 Journalisten, darunter Kameramann Ralf (Hannes Jaenicke) bekommen zufällig mit, dass die US-Truppen und die irakische Rebellen einen 24-stündigen Waffenstillstand vereinbart haben. Das ist die Chance, sich gemeinsam mit der Ärztin Kim (Thekla Reuten) und ihrem Kollegen Alain Laroche (Matthias Habich) zusammen in einem Minibus nach Falludscha zu begeben. Ralf und sein Kollege wollen exklusiv berichten, während Kim und Alain die Verletzten in dem Ort versorgen wollen.
Meinung zum Film:
„Waffenstillstand“ ist eine deutsche Produktion, die von Lancelot von Naso inszeniert wurde. Von Naso hatte zuvor nur eine knappe handvoll Kurzfilme in seiner Vita aufzuweisen und gibt mit seinem Kriegsdrama sein Langfilm-Debüt. Er schrieb zusammen mit Kai-Uwe Hasenheit das Drehbuch, dieser hat mit ein paar „Tatort“-Episoden oder dem „Blut der Templer“ bereits TV-Movie-Erfahrung sammeln können. Last, but not least kann sich der Cast mit u.a. Hannes Jaenicke („Post mortem“) oder Maximilian von Pufendorf („Crashpoint - 90 Minuten bis zum Absturz“) durchaus sehen lassen.
Das Nervige zuerst: entweder ist der Ton der DVD schlecht abgemischt, oder Regisseur von Naso wollte mit der teilweise schlechten Dialogverständlichkeit eine zusätzliche „authentische“ Atmosphäre schaffen. Teilweise ist es aber leider so, dass man einzelne Sätze nicht richtig versteht. Besonders schwierig ist dies bei Thekla Reuten („Brügge sehen und sterben“), die zugegebenermaßen Niederländerin ist und die ohnehin mit Dialekt spricht. Nachdem die Zuschauer zunächst die 4 Hauptpersonen kennen gelernt haben und auf die im Film aktuelle Situation im Irak durch einige Texttafeln hingewiesen wurden, begeben sich die 2 Gruppen, bestehend aus 2 Ärzten und 2 Journalisten aus unterschiedlichen Gründen in den Kleinbus, der die 4 nach Falludscha bringen soll. Wer jetzt einen typisch deutschen Dialogfilm erwartet, in dem 100 Minuten lang auf der Fahrt diskutiert wird, kann beruhigt werden, denn „Waffenstillstand“ hat sehr viele spannende Unterhaltung zu bieten.
Auf ihrer Fahrt werden die 4, bzw. 5 inklusive des irakischen Fahrers, von einer US-Marines-Truppe angehalten, werden von einem geheimnisvollen Wagen verfolgt und müssen ihr Geld in einem irakischen Dorf abgeben, bis die Truppe endlich am Ziel ankommt. Dort werden sie jedoch auch sofort zum Ziel irakischer Rebellen und der Wagen geht kaputt. Blöd nur, dass der Waffenstillstand bald ausläuft und dem Team geraten wurde, bis dahin längst wieder in Bagdad zu sein. Insgesamt kann der Film durchaus spannende Unterhaltung bieten, muss neben den erwähnten Dialogverständlichkeits-Schwierigkeiten aber auch einen kleinen Hänger im 2. Drittel des Films verkraften, der dann für ganz wenige Abstriche sorgt. Mit einer Kürzung von 5-10 Minuten wäre das Ergebnis noch überzeugender. Man kann sich den unverständlicherweise an den Kinokassen wenig beachteten „Waffenstillstand“ aber durchaus mal ansehen und wird mit einem Kriegsfilm belohnt, der die ungewöhnliche Sicht von 4 Zivilisten aufzeigt.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität bewegt sich auf durchschnittlichem Niveau. Die Schärfe könnte einen kleinen Zacken besser sein, kann aber dennoch insgesamt als durchschnittlich gut bezeichnet werden – das Gleiche gilt für die Farben und den Kontrast. Nicht so schön ist allerdings der Ton in Dolby Digital 5.1, der zum Einen nicht sehr oft Gebrauch von den hinteren Lautsprechern macht, zum Anderen eine nicht überzeugende Sprachverständlichkeit hat, die sich oft in den Umgebungsgeräuschen verliert. Unklar ist wie bereits erwähnt, ob dies Absicht des Filmemachers oder eine schlechte Abmischung der DVD ist.
An Extras gibt es zum einen den Kinotrailer zu sehen. Weiter geht es mit mehreren Interviews mit Cast und Crew, bei denen Regisseur Lancelot von Naso und die Darsteller Hannes Jaenicke und Maximilian von Pufendorf zu Wort kommen. In den insgesamt 15 Minuten kann man ein wenig über die Hintergründe zum Film erfahren. In einem zweiten Interviewfeature mit einer Länge von ca. 12 Minuten kommen dann noch mal Max von Pufendorf und Thekla Reuten zu Wort. Abgeschlossen werden die Specials mit einem kleinen Beitrag, der 2,5 Minuten lang einen unkommentierten Blick auf die Dreharbeiten wirft.
Fazit:
„Waffenstillstand“ ist eine deutsche Produktion, die mit ein paar ganz wenigen Abstrichen durchaus gelungen neue Pfade beschreitet und im Irak-Kriegs-Setting für spannende Unterhaltung sorgen kann. Die Bildqualität der DVD ist durchschnittlich gut, der Ton kann hingegen leider hinsichtlich der Dialogverständlichkeit nicht überzeugen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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98:17 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Deutscher Kinotrailer
- Interviews mit Cast und Crew
- Bei den Dreharbeiten
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Waffenstillstand
Waffenstillstand
Überzeugender Kriegsfilm aus deutschen Landen mit interssanter Perspektive
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2009 Regie: Lancelot von Naso Drehbuch: Lancelot von Naso, Kai-Uwe Hasenheit, Collin McMahon Darsteller: Matthias Habich, Thekla Reuten, Hannes Jaenicke, Maximilian von Pufendorf, Husam Chadat
Label :
3L
Verkaufsstart : 16.11.2010
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