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Blu-ray-Besprechung - Kiss & Kill
Story:
Jen Kornfeldt (Katherine Heigl) und Spencer Aimes (Ashton Kutcher) haben sich während eines Urlaubs in Nizza kennen und lieben gelernt. Bereits kurze Zeit später klingen trotz der Bedenken von Jens Eltern (Tom Selleck, Catherine O'Hara) die Hochzeitsglocken. Die ersten 3 Jahre verlaufen höchst harmonisch, bis zu Spencers Geburtstag, an dem Jen eine mörderische Entdeckung hinsichtlich ihres Gatten macht.
Meinung zum Film:
Regisseur Robert Luketic („21“) hat mit „Kiss & Kill“ eine Mischung aus romantischer Komödie und spaßigem Actionfilm geschaffen. Die beiden Genre-Komponenten setzen ihre Schwerpunkte dabei jeweils in einer Hälfte des Films. Nach einer kurzen, ein wenig actionreicheren Einführung wird sich erst einmal in aller Ruhe der entstehenden Romanze zwischen Jen und Aimes zugewandt. Während Jen mit ihren Eltern gemeinsam in Nizza Urlaub macht, nachdem sie von ihrem Freund fallen gelassen wurde, weilt Aimes wegen eines Auftrages in der französischen Urlaubsstadt der Reichen. Er ist Auftragskiller im inoffiziellen Namen der Regierung und beseitigt gefährliche Burschen, die eine vermeintliche Gefahr für die Allgemeinheit darstellen. Aus der Konstellation zwischen etwas schusseliger, aber durchaus liebenswerter Tochter reicher Eltern und coolem Killer, der sich jedoch fest vorgenommen hat, nach dem letzten Auftrag ein ehrbares Leben zu führen, ergeben sich dann einige Möglichkeiten für Gags, die dann durch abgrasen jeglicher Klischees ausgenutzt werden. Dies ist zwar nicht die große, hochwertige Unterhaltungskunst, Freunde dieser Art Unterhalt kommen dabei aber voll auf ihre Kosten.
Nach ungefähr der Hälfte des Films, und einem schnellen Übergang von kennen lernen zu dreijähriger Zusammengehörigkeit, geht es dann über von der Romantikkomödie zum spaßigen Actionfeuerwerk. Während Jen sich Gedanken über den Stand ihrer Ehe macht, wird Aimes von seiner Vergangenheit eingeholt und ist nun selbst zur Zielscheibe von Auftragskillern geworden. Diese sind ihm auch nicht fremd, da sie durchweg aus dem direkten Umfeld stammen. Während er auf der Flucht vor ihnen ist und sich seiner Haut erwehren muss, hat er parallel auch noch die Aufgabe, seiner Frau von seinem früheren Leben zu beichten. Diese ist natürlich nicht gerade amüsiert von dem, was sie dabei zu hören bekommt und macht Aimes das Leben zusätzlich schwer, bevor sie sich dann doch mit der Rolle abfindet und tatkräftig beim Überleben mithilft. Nebenbei gibt es dann auch noch Jens kauzige Eltern. Ihre Mutter hat für alle Probleme ihrer Tochter Verständnis, was durchaus daran liegen kann, dass sie selten ohne einen Drink in der Hand anzutreffen ist, während Papa Kornfeldt eine ganz andere Hausnummer ist. Er ist der Typ Schwiegervater, den man selbst seinem ärgsten Feind nur mit Widerwillen als Pest an den Hals wünscht, da dieser durch seine ständige „Ich habe ein Auge auf dich“-Haltung eine stete Gefahr für das leibliche und geistige Wohl darstellt.
Die Zutaten hören sich generell nicht schlecht an, allerdings gab es beim Zubereiten kleinere Gewürzprobleme. Katherine Heigl („Grey's Anatomy“) und Ashton Kutcher („Love Vegas“) harmonieren gut vor der Kamera und bringen die Lovestory gleich ordentlich in Schwung. Allerdings kommen aber auch sie nicht gegen den schnellen Wechsel von erster Verliebtheit zur plötzlichen, ersten Krise an. Vieles erscheint an dieser Stelle bereits sehr konstruiert. Tom Selleck („Magnum“) und Catherin O’Hara („Kevin allein zu Haus“) spielen ihre Rolle als Eltern gut, vor allem der beliebteste Schnauzbart der 80er schafft es dem argwöhnischen Schwiegervater Gewicht im Film zu verleihen. Aber auch hier wird mit der Zeit das Maß des Guten immer weiter überschritten. Die Action lässt lange Zeit auf sich warten, wird dann zum Ende hin aber im Überschalltempo nachgereicht. Auch hier wird dann wieder so sehr übertrieben, gerade was die Identität der einzelnen Killer anbetrifft, dass sich mehr Kopfschütteln als Begeisterung beim Zuschauen breit machen dürfe. Bleibt dann noch die Auflösung der Geschichte, die völlig an den Haaren herbeigezogen wirkt und keiner Art von Plausibilitätsüberprüfung stand halten dürfte. Geradezu lächerlich löst sich das Gesehen auf. Die Zutaten für eine erstklassige Romantik-Action-Komödie waren eindeutig gegeben, doch die unausgewogene und dadurch am Ende lieblose Zusammenmischung machen daraus eine lediglich durchschnittlich unterhaltsame Kost. Auch wenn es nie langweilig wird, sind es am Ende lediglich die beiden Hauptcharaktere die dafür sorgen, dass nicht bereits frühzeitig abgeschaltet wird. Schade, denn hier wäre eindeutig mehr möglich gewesen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck, kann jedoch nur selten Akzente setzen. Die Schärfe bewegt sich durchweg im grünen Bereich, schafft es aber wie der Detailgrad nicht, das Durchschnittsmaß zu überschreiten. Farben und Kontrast sind gut abgestimmt und so entsteht insgesamt ein gutes, wenn auch nicht überragendes HD-Erlebnis. Der deutsche Ton in DTS HD-Master Audio 5.1 ist durchweg gut zu verstehen und setzt in den Actionszenen auch immer die Surroundlautsprecher ein.
Bei den Extras findet sich zunächst ein rund 11-minütiges Making Of, das aber deutlich mehr Werbe- als Informationscharakter hat. Etwas interessanter stellen sich da schon die knapp 15 Minuten geschnittener, bzw. erweiterter Szenen dar, ohne dem Film jedoch neue Aspekte hinzufügen zu können. Aber zumindest sind einige nette Momente dabei. Nett und lustig ist das Gag Reel mit Pannen vom Dreh, das mit nicht mal 2 Minuten aber deutlich zu kurz ausfällt. Bleiben zum Schluss noch der Trailer zum Film und eine Fotogalerie, um das sehr knappe Bonusmaterial zu beenden.
Fazit:
„Kiss & Kill“ ist eine durchschnittliche Mischung aus Romantik- und Actionkomödie, die es in erster Linie durch Katherine Heigl und Ashton Kutcher zu unterhalten versteht. Die Story ist allerdings sehr platt und zum Ende hin zusehends lächerlicher, wodurch nur selten großes Sehvergnügen aufkommen will. Insgesamt ein Film, den man sich problemlos einmal ansehen kann, den man dann aber sicherlich wieder schnell vergessen wird.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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100:22 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Geschnittene und alternative Szenen
- Gag Reel
- Trailer
- Fotogalerie
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Kiss & Kill
Kiss & Kill
Das gut aufspielende Hauptdarsteller-Duo kommt nur bedingt gegen das platte Drehbuch an
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: Robert Luketic Drehbuch: Bob DeRosa, Ted Griffin Darsteller: Ashton Kutcher, Katherine Heigl, Tom Selleck, Catherine O'Hara, Rob Riggle, Katheryn Winnick, Kevin Sussman, Lisa Ann Walter, Alex Borstein, Michael Daniel Cassady, Larry Joe Campbell
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 02.12.2010
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