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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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Blu-ray-Besprechung - Shelter

Story:
Die erfolgreiche Psychiaterin Dr. Cara Jessup (Julianne Moore) hat ihre gesamte medizinische Laufbahn damit verbracht, die Meinung zu vertreten, dass multiple Persönlichkeiten nicht existieren. Ihr Vater, der ebenfalls als Psychiater tätig ist, zeigt sich von den starren Ansichten seiner Tochter wenig begeistert. Daher überlässt er ihr einen Patienten (Jonathan Rhys Meyers), den er seit einiger Zeit in Behandlung hat und der alle Merkmale dieses Phänomens aufweist. Cara glaubt natürlich schon kurz darauf, eine ganz einfache Erklärung für das merkwürdige Verhalten des Manns gefunden zu haben und ihn heilen zu können. Doch bald muss sie feststellen, dass es eventuell doch mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als sie sich je zu träumen wagte.

Meinung zum Film:
Dr. Cara Jessup (Julianne Moore, "Chloe") ist eine erfolgreiche und gefragte Psychiaterin. Immer wieder wird sie auch in Strafprozessen zu Rat gezogen. Doch ein wirklich gutes Gefühl gibt es ihr nicht, wenn sie weiß, dass sie gerade dafür gesorgt hat, dass vielleicht ein Mensch wegen ihr exekutiert wird. Seit dem gewaltsamen Tod ihres Mannes vor einiger Zeit lebt sie allein mit ihrer kleinen Tochter Sammy (Brooklynn Proulx, "Valentinstag"), auf die gelegentlich Caras Bruder Stephen (Nathan Corddry, "Die nackte Wahrheit") aufpasst, wenn Cara gerade mal wieder viel zu tun hat. Ihre gesamte Karriere hat Cara damit verbracht, gegen den Glauben an die Existenz multipler Persönlichkeiten zu kämpfen, da es ihrer Meinung nach genügend Beweise gibt, die gegen diese Phänomen sprechen. Ihr Vater Dr. Harding (Jeffrey DeMunn, "Law & Order"), ebenfalls angesehener Psychiater, ist da allerdings anderer Ansicht und ärgert sich, dass sich seine Tochter so in ihrer Überzeugung versteift. Daher hat er eine Aufgabe für sie.

Cara soll sich um die Behandlung seines Patienten David (Jonathan Rhys Meyers, "The Tudors") kümmern. Dieser sitzt im Rollstuhl und scheint eigentlich ganz normal zu sein, bis Dr. Harding ihn von einem anderen Raum aus anruft und ihn bittet, Adam ans Telefon zu holen. Dadurch kommt es zu einer extrem merkwürdigen Reaktion bei David: Ein Rucken und Zittern geht durch seinen Körper - und bevor Cara weiß, wie ihr geschieht, steht der Mann vor ihr auf und stellt sich ihr als Adam vor, der ein völlig anderes Verhalten als der schüchterne David aufweist. Cara weigert sich jedoch nach wie vor, an eine multiple Persönlichkeit zu glauben und ist der Ansicht, dass irgendein schreckliches Ereignis in seiner Vergangenheit dazu geführt haben muss, dass sich Adam als Schutz in die Rolle von David flüchtete. Als sie Nachforschungen anstellt und herausfindet, dass der echte David vor vielen Jahren ermordet wurde, scheint alles klar zu sein: Adam hatte eine unagenehme Jugend und als er in den Medien auf den Fall von David stieß, nahm er dessen Persönlichkeit an, da er hier jemanden mit einem noch schlimmerem Schicksal als seinem eigenen gefunden hatte. Cara treibt die Mutter von David auf und will Adam dadurch therapieren, dass sie ihm mittels eines Besuchs von ihr klar macht, dass der echte David lange tot ist. Doch das Experiment läuft anders als erwartet, denn seltsamerweise weiß Adam Dinge, die nie an die Öffentlichkeit drangen und die nur der echte David wissen konnte.

"Shelter" ist ein typischer Psychohorror-Thriller, der den Zuschauer trotz eines unspektakulären und für dieses Genre wenig überraschenden Endes die meiste Zeit über zu fesseln weiß. Bereits von Beginn an fragt man sich, was denn nun genau mit Adam/David los ist und was wohl tatsächlich hinter der ganzen Sache stecken mag - eine Frage, die man erst ganz zum Schluss beantwortet bekommt. Julianne Moore gibt eine überzeugende Psychiaterin ab und besonders Jonathan Rhys Meyers blüht in seinen diversen Rollen regelrecht auf. Jede der von ihm dargestellten Persönlichkeiten wirkt so authentisch und glaubwürdig, dass es absolut undurchschaubar bleibt, zum wem der Körper denn nun eigentlich gehört. Auch die Nebendarsteller leisten solide Arbeit und das Drehbuch sowie die gelungene Inszenierung sorgen dafür, dass die Spannung den Film über gut aufgebaut wird und erhalten bleibt. Immer wieder bekommt der Zuschauer kleine Puzzleteile an Informationen zugeworfen und kann versuchen, das Rätsel selbst zu lösen. Das führt allerdings auch zum großen Problem des Films: Die sehr abgehobene Auflösung des Ganzen, mit diversen übertrieben okkulten Elementen, ist weder besonders gelungen noch besonders einfallsreich. Und auch wenn das Finale letztlich doch irgendwo zur Story des Films passt, kann man als Zuschauer nicht vermeiden, ein Stück weit enttäuscht zu sein, da man sich ein etwas clevereres und vor allem originelleres Ende gewünscht hätte.

Digitale Aufarbeitung:
"Shelter" zeigt sich auf Blu-ray in mittelmäßiger bis guter Qualität. Beim Bild fällt vor allem das relativ starke Rauschen auf, das für einen etwas unruhigen Eindruck sorgt. Bei den Farben wurde bewusst auf eine relativ grau-dunkle Palette zurückgegriffen, die die Stimmung des Films gut einfängt, dabei aber nicht zu unnatürlich wirkt. Hinsichtlich des HD-Feelings liegt das größte Problem an der Schärfe. Das Bild erscheint zwar nie wirklich zu übertrieben weich, hat aber eindeutig zu wenige Details zu bieten, um einen dem Medium entsprechenden plastischen Eindruck zu vermitteln. Dies wird besonders in den zahlreichen Nahaufnahmen von Caras und Adams Gesichtern deutlich. Der Ton, der auf Deutsch und Englisch in dts-HD Master Audio 5.1 vorliegt, leistet sich hingegen keine Schwächen. Die Dialoge sind jederzeit sehr klar verständlich und die Rears werden oft für situationsbedingt passende Geräusche und Effekte verwendet, was für einen sehr stimmungsvollen Klangeindruck sorgt. Der kräftige, beklemmende Bass untermauert dies noch.

Bonusmaterial ist bei "Shelter" leider Mangelware. Neben dem Trailer gibt es lediglich einige wenig informative Interviews mit Cast & Crew. Weder ein einfaches Making of noch einen Audiokommentar findet man hier vor. Das ist deutlich zu wenig für eine Blu-ray.

Fazit:
"Shelter" ist ein größtenteils solider Psychohorror-Thriller, der vor allem durch die überzeugenden Darsteller und die gelungene Inszenierung zu gefallen weiß. Leider ist aber das unkreative Ende extrem unspektakulär und etwas enttäuschend. Die Blu-ray zeigt den Film in mittelmäßiger Bildqualität, der Ton leistet hingegen hervorragende Arbeit. Wenig überzeugend ist das Bonusmaterial, das lediglich aus dem Trailer und ein paar kurzen Interviews besteht.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,35:1
2,35:1
112:39 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Interviews
Shelter - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Shelter
Shelter

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Spannender Horrorthriller mit einfallslosem Ende


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010
Regie:
Måns Mårlind, Björn Stein
Drehbuch:
Michael Cooney
Darsteller:
Julianne Moore, Jonathan Rhys Meyers, Jeffrey DeMunn, Nathan Corddry, Brooklynn Proulx

Label Deutschland :
Senator
Verkaufsstart Deutschland :
03.12.2010