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Blu-ray-Besprechung - Für immer Shrek - Das große Finale
Story:
Das Königreich Weit Weit Weg ist nicht mehr das, was es einst einmal war, oder besser gesagt -gewesen wäre. Denn seit der listige Rumpelstilzchen eine schwache Minute Shreks ausnutzte, um die Vergangenheit zu verändern, herrschen düstere Gestalten in den Straßen und von der einstigen Freude im Land ist nicht mehr viel zu spüren. Es liegt nun an Shrek, das Geschehene wieder ungeschehen zu machen, doch dafür muss er einen Kuss aus Liebe von Fiona bekommen, welche in dieser Version der Märchenwelt eine unbarmherzige Rebellenanführerin ist.
Meinung zum Film:
Mit „Für immer Shrek“ liegt nun auch der abschließende Spielfilm der Shrek-Reihe für das Heimkino vor. Einiges wird den Oger-Freunden reichlich bekannt vorkommen, anderes allerdings reichlich fremd erscheinen. Zu den bekannt vorkommenden Dingen gehört sicherlich der Plot des Films, da Shrek mal wieder mit einem leidenschaftlichen Kuss das Königreich retten muss. Der Unterscheid zur Befreiung Fionas aus dem Drachenturm, die im ersten Shrek-Film das Thema war, muss Shrek nun die Suppe auslöffeln, die er sich selbst eingebrockt hat. Denn der Familienalltag ödete ihn immer mehr an und er sehnte sich immer mehr nach dem alten Leben, in dem er durch seinen Oger-Brüller die Menschen in Angst und Schrecken versetzte. Rumpelstilzchen kommen diese Sehnsüchte gerade recht, denn er verkauft magische Verträge, welche große Wünsche erfüllen, dabei aber immer einen kleinen Haken haben – der Einzige, der am Ende von den Verträgen profitiert ist Rumpelstilzchen selbst. Und hätte Shrek damals nicht die Prinzessin durch einen Kuss erlöst, wäre der kleine Irrwisch schon längst Herrscher über Weit Weit Weg. Ein Umstand, den er nun dank Shreks Unzufriedenheit endlich ausgleichen kann.
Und just mit der Machtübernahme ändert sich das Shrek-Universum, wie Freunde der Filme es kennen. Das Land wirkt düster, Hexen, die aus Oz zu kommen scheinen patrouillieren das immer weiter herunter gekommene Reich nach den ausgestoßenen Ogern. Diese wiederum haben sich um Fiona versammelt, die nun eine gefürchtete Rebellenanführerin ist und die größte Widersacherin von König Rumpelstilzchen. Der gestiefelte Kater hat es sich in Fionas Höhle gemütlich gemacht – zu gemütlich. Denn aus dem smarten Kater ist eine fette, unbewegliche Gestalt geworden, die selbst Garfield wie einen Modellathleten erscheinen lässt. Esel hat sich derweil kaum verändert und zieht weiterhin singend durch das Land. Dies aber im Dienste des neuen Herrschers und oft mit einer auf dem Rücken gespannten Droschke. Die zahlreichen Veränderungen im Land tun der Geschichte nicht sonderlich gut. Vor allem die Verwandlung des gestiefelten Katers ist eine klare Schwächung der Heldengruppe, da er nur noch für platte Witze über Fettleibigkeit herhalten muss und fast jeden Charme verloren hat. Abgesehen von einem flehenden Blick mit großen runden Augen, den es aber auch bereits in schlanker Form zu sehen gab, hat er kaum etwas liebevolles oder wirklich unterhaltendes mehr zu bieten.
Rumpelstilzchen versteht es zu Beginn noch gut als Bösewicht zu unterhalten. Dies liegt vor allem auch daran, dass Bernhard Hoecker („Switch“) die perfekte Synchronstimme ist. Man könnte fast meinen, die Figur wurde auf ihn zugeschnitten. Mit der Zeit beginnt die Figur durch seine überdrehte Monotonie aber immer mehr, die Nerven des Publikums zu strapazieren. Überhaupt nicht zünden will die Idee mit dem Rattenfänger, der die Oger mit seiner Flöte in die Burg des Königs locken soll. Die Figur ist eine Mischung aus Langeweile und Profillosigkeit, ohne echten Unterhaltungswert. Es gibt ohne Zweifel den einen oder anderen guten Gag im Film zu sehen und auch die düstere Welt hat sicherlich ihren Reiz, doch so recht will der Funke beim vierten Abenteuer von Shrek nicht vom Bildschirm auf den Zuschauer überspringen. Das Gebotene reicht zwar durchaus problemlos aus, um für zumindest kurzweilige Unterhaltung zu sorgen. Sonderlich nachhaltig ist der Spaß allerdings nicht, um im Vergleich zu den vorhergehenden Abenteuer Shreks, stellt sich dieser Film weit hinten an. Einen Vorteil hat dies aber auch. Denn so fällt der Abschied von Shrek und seinen Freunden deutlich leichter. Einen weiteren Shrek-Film in dieser Unterhaltungskategorie muss es nicht unbedingt geben.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen hervorragenden Eindruck und stellt eindrucksvoll unter Beweis, welche Möglichkeit das Medium Blu-ray bietet. Die Konturen sind messerscharf gezeichnet und das Bild quillt förmlich über vor Details. Die Farben erstrahlen in ganzer Pracht und die gute Kontrastabstimmung sorgt dafür, dass selbst in dunklen Szenen noch immer ausreichend Details erkannt werden können. Die hohe Plastizität des 2D-Bildes trägt den Rest dazu bei, „Für immer Shrek“ in die erlesene Gruppe der Referenztitel zu erheben. In Sachen Ton hat die deutsche Variante in Dolby Digital 5.1 auch einiges zu bieten. Es wird durchgehend Gebrauch von den gegebenen Möglichkeiten gemacht und somit für richtig Leben in der Bude gesorgt. Allerdings bleibt beim Sound noch ein wenig Luft nach oben ungenutzt.
Neben dem Film gibt es auch noch einige Extras auf der Blu-ray zu finden. Zunächst kann die „Animations-Ecke“ während des Films eingeschaltet werden, bei der mittels Bild-in-Bild, Informationen über die Entstehung des Films eingeblendet werden. Zusätzlich gibt es auch noch einen Audiokommentar mit Regisseur Mike Mitchell, Walt Dohrn, der englischen Stimme von Rumpelstilzchen und den Produzentinnen Gina Shay und Teresa Cheng. Hinter „Shreks Interaktive Reise: IV“ verbergen sich nach Orten anwählbare Skizzen, hinter „Spotlight auf Shrek“ ein Blick auf die Entwicklung des Ogers in den vier Shrek-Filmen und bei „Die Technik hinter Für immer Shrek" wird auf die animationstechnischen Herausforderungen bei den vier Shrek-Filmen eingegangen. Hinter „Gespräche mit der Besetzung“ verbirgt sich eine rund 9-minütige Podiumsdiskussion mit acht Künstlern, u.a. den englischen Synchronsprechern Mike Myers (Shrek), Eddie Murphy (Esel) und Cameron Diaz (Fiona). Wer nicht genug vom vierten Shrek-Film bekommen kann, kann sich noch drei „Entfernte Szenen“ ansehen, wobei 2 nur in Form von Storyboards vorliegen. „Shreks Weihnachtskalender“ ist eine Abwandlung der bekannten Kaminfeuer-Blu-rays, nur mit dem Unterschied, dass hier über 30 Minuten immer wieder Charaktere von Shrek vor dem Kamin herumlaufen und englische Kommentare abgeben, während im Hintergrund weihnachtliche Klänge zu vernehmen sind. „Esels Sternsinger“ bietet bekannte Weihnachtsmelodien mit neuen englischen Texten zum Mitsingen an und wird ähnlich präsentiert, wie die bekannte Karaoke-Party im Sumpf. Zu guter Letzt kann in „Schmücke den Sumpf“ eine rund 2-minütige shrekliche Weihnachtsgeschichte gesehen und anschließend ein simples Puzzlespielchen gespielt werden.
Fazit:
„Für immer Shrek“ spielt die meiste Zeit über in einer anderen, düsteren Version von Weit Weit Weg. Nicht nur der fette gestiefelte Kater sorgt dabei für Irritation, die gesamte Geschichte will nur selten zünden. Als Ausklang der Shrek-Reihe geht der Film zwar durchaus in Ordnung, gemessen an den anderen Teilen ist er aber eher enttäuschend. Richtig punkten kann dafür die technische Seite der Blu-ray, die vor allem in Sachen Bild Referenzcharakter vorzuweisen hat.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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93:10 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby True HD 7.1 | Italienisch Dolby Digital 5.1 |
Katalanisch Dolby Digital 5.1 | Spanisch Dolby Digital 5.1 | Türkisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Italienisch, Katalanisch, Spanisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Die Animations-Ecke
- Shreks Interaktive Reise: IV
- Spotlight auf Shrek
- Entfernte Szenen
- Kommentar der Filmemacher
- Gespräche mit der Besetzung
- Die Technik hinter "Für immer Shrek"
- Shreks Weihnachtskalender
- Esels Sternsinger
- Schmücke den Sumpf
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Für immer Shrek
Shrek Forever After
Weniger Gags als gewohnt, eher düster geraten aber immer noch ordentlich unterhaltsam
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: Mike Mitchell Drehbuch: Josh Klausner, Darren Lemke Darsteller: (Sprecher:) Sascha Hehn, Esther Schweins, Dennis Schmidt-Foß, Benno Fürmann, Bernhard Hoëcker, Marie-Luise Marjan, Manfred Lehmann, Santiago Ziesmer, Gerald Schaale
Label :
Dreamworks Home Entertainment
Verkaufsstart : 25.10.2010
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