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Blu-ray-Besprechung - House on Haunted Hill
Story:
Der Vergnügungsparkbesitzer Stephen Price (Geoffrey Rush) und seine Gattin Evelyn (Famke Janssen) hassen sich gegenseitig. Sie werden nicht müde, sich mit verbalen Gefechten zu duellieren, immer in der Hoffnung, den anderen mit Worten zu verletzen. Zu Evelyns Geburtstag lädt Price eine handvoll Leute in ein ehemaliges Sanatorium ein, in dem der verrückte Irrenarzt Dr. Vannacutt schreckliche Experimente durchführte. Bei einem Brand starben alle Insassen, bis auf fünf Pflegekräfte. In dem monumentalen Gebäude soll nun gemütlich gefeiert werden, doch die erschienenen Gäste wurden weder von Stephen, noch von Evelyn eingeladen. Plötzlich wird die Notverriegelung des Gebäudes aktiviert und alle müssen eingeschlossen bis zum nächsten Morgen ausharren. Das ist gar nicht so einfach, denn das Haus lebt und es will Blut.
Meinung zum Film:
Der Horrorstreifen „House On Haunted Hill“ aus dem Jahr 1999 ist ein Remake des Gruselklassikers „Haunted Hill“, in dem der legendäre Vincent Price („Der Rabe – Duell der Zauberer“) 1959 ein perfides Spiel aufzog. Ihm zu Ehren wurde dann auch die Hauptfigur der Neuverfilmung in „Stephen Price“ benannt. In diese Rolle schlüpfte Geoffrey Rush, der Jahre später als Kapitän Barbossa in „Fluch der Karibik“ für geisterhafte Unterhaltung sorgte. Die Neuverfilmung krankt leider an dem Problem, dass das Psychospiel mit einer Geistergeschichte durchsetzt wurde. Dieses Szenario wurde, ohne das Spielchen, wer wem ans Leben will, in „13 Geister“ wesentlich besser umgesetzt. Dennoch bleibt das Gesamtszenario nicht gänzlich ohne Reiz und es wird so manche Drehung und Wendung angeboten.
In der Filmmitte ergeben sich kleinere Längen und das bei einer Laufzeit von knapp über 90 Minuten. Die Spannung zu Beginn des Films ist aber gelungen und weder Publikum, noch Hauptfiguren wissen, was eigentlich geschieht. Wenn dann das Geisterszenario hinzu kommt, beginnen leider die Ungereimtheiten. Spuk an sich wäre ja nicht so schlecht, wenn da nicht kurz vor dem Ende eine Mauer durchbrochen würde, wodurch die Geister erstmal freigesetzt werden. Mit anderen Worten: es spukt, bevor die unheilvollen Seelen ihren Bann verlassen haben. Und dann ist da noch die Figur des Carl Schecter, der im Hintergrund, im Auftrag von Stephen Price, für technischen Grusel in der ehemaligen Klinik für Geisteskranke sorgen soll und der in der zweiten Filmhälfte komplett vergessen wird.
Immer wieder herrlich sind die hasserfüllten Dialoge zwischen Geoffrey Rush und Famke Janssen. Die messerscharfen Spitzen und boshaften Hässlichkeiten spielen die beiden hervorragend und sind auch in der deutschen Synchronisation ein echter Genuss. Chris Kattan („Mr. Undercover“) ist von Haus aus Comedian, was seiner Rolle als nervöser Hausverwalter Watson Pritchett keinen Abbruch tut. Er lockert mit seinen ängstlich-zynischen Kommentaren ein wenig die Spannung auf und funktioniert fast schon als eine Art von Running Gag. Ali Larter („Final Destination 2“) und Taye Diggs („Equilibrium“) rutschen im Verlauf des Films in den Vordergrund, ohne jedoch eine vollwertige Hauptrolle zu besetzen, denn die hat eigentlich niemand.
Digitale Aufarbeitung:
Die Abtastung des Bildmaterials von 1999 für diese Blu-ray ist akzeptabel ausgefallen, aber nicht auf dem ganz so hohen Niveau. Im Gegensatz zu anderen Scheiben, bleibt das Bild ein wenig stumpf und bekommt nicht die Klarheit, die möglich ist. Dagegen kann sich die Bildschärfe sehen lassen und auch die Farben sind frisch und kräftig. Selbst in den Hintergründen können noch gut Details erkannt werden. Der Ton ist erfrischend ausgewogen und spielt vorbildlich mit allen Boxen, egal ob vorne ode hinten. Der Film nutzt die Chance, die gute Optik mit einem sehr passenden Sound zu untermalen und so ergibt sich ein sehr guter akustischer Eindruck.
Der Audiokommentar von Regisseur William Malone wurde, im Gegensatz zu den übrigen Extras, mit deutschen Untertiteln versehen. Es folgen einige Featurettes (12 Minuten), in denen bestimmte Merkmale des Hauses bzw. bestimmter Szenen näher erläutert werden, so u.a. die Glasdecke im Eingangsbereich des Hauses oder das Blutfass in den Kellergewölben. Die weiteren 12 Minuten werden den geschnittenen Szenen gewidmet, in denen z.B. gezeigt wird, wie Susan die Einladung an sich nimmt, die eigentlich für ihre gemeine Chefin gedacht war. Danach gibt es ein Extra, in welchem die besten Soundeffekte nochmal separat präsentiert werden (6 Minuten). Hinzu kommt noch ein direkter Vergleich zwischen Original und Remake und noch einen weiteren, sehr eigenwilligen Bonuspunkt. Es besteht nämlich die Möglichkeit, sich den Film komplett mit Sound, aber ohne Sprache anzusehen. Strange.
Fazit:
Wenn man für sich die logischen Fehler ausblenden kann, dann ist „House On Haunted Hill“ ein recht passabler Horrorkrimi mit einer guten Besetzung. Leider führen die vorhandenen Längen dazu, dass der Film nicht der große Wurf geworden ist, den man sich vielleicht erwartet hatte. Die technische Umsetzung der Blu-ray ist gut, auch wenn es kleinere Schwächen gibt. Den meisten Extras fehlt eine Lokalisierung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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92:42 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Audiokommentar
- Featurettes
- Deleted Scenes
- Soundhighlights
- Dokumentation: Original und Remake
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House on Haunted Hill
Haunted Hill
Fehlerbehaftestes Remake eines Klassikers
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1999 Regie: William Malone Drehbuch: Robb White, Dick Beebe Darsteller: Geoffrey Rush, Famke Janssen, Taye Diggs, Peter Gallagher, Ali Larter
Label :
Ascot Elite
Verkaufsstart : 25.10.2010
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