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Kino-Besprechung - 3faltig
Story:
Seit gut 2000 Jahren wandelt der Heilige Geist, kurz Hage genannt (Christian Tramitz), nun schon in menschlicher Gestalt auf der Erde, da er damals nicht mit in den Himmel durfte. Da taucht zu Weihnachten plötzlich Christl (Matthias Schweighöfer) bei ihm auf, um ihn zu warnen. Gottvater hat die Nase voll von den Menschen und für Silvester den Weltuntergang angesetzt. Das passt Hage gar nicht, denn eigentlich gefällt ihm die Welt. Und am Silvesterabend ist doch die Premiere seines Musicals „Holy Spirit Superstar“ geplant. Verzweifelt versucht er Christl von der Schönheit der Welt (und der Hauptdarstellerin seines Musicals) zu überzeugen. Kann er ihn damit beeindrucken? Und würde ihre Zweidrittelmehrheit überhaupt reichen, um Gottvater umzustimmen?
Meinung zum Film:
„3faltig“ entstand unter der Regie von Harald Sicheritz („Hinterholz 8“), der auch am Drehbuch beteiligt war. Ein weiterer Autor war Hauptdarsteller Christian Tramitz („Jerry Cotton“), der auch die ursprüngliche Idee für diesen Film hatte. Tranitz holte dann mit Murmel Clausen („Der Schuh des Manitou“) und Hermann Bräuer (Koautor der TV-Serie „Blondes Gift“) die beiden Koautoren seiner Pro7-Serie „Tramitz & Friends“ mit an Bord.
In seiner Hauptrolle als Hage gibt er sich etwas grantelig, hat sich aber eigentlich auch mit seiner Situation auf der Erde abgefunden. Der Verkauf von Weihnachtsengeln und anderen religiösen Devotionalien hält ihn über Wasser. Bis durch Christls Auftauchen plötzlich die Pläne für sein Musical in Gefahr geraten und er aktiv werden muss. Christl wird gespielt von Matthias Schweighöfer („Keinohrhasen“), der fast immer fröhlich, aber auch etwas naiv ist. Und wenn er sich doch nur daran erinnern könnte, wie er das damals beim Lazarus mit der Auferweckung gemacht hatte. Passenderweise wird Gottvater von seinem wirklichen Vater Michael Schweighöfer („Otto – Der Katastrofenfilm“) gespielt.
Für den österreichischen Anteil dieser deutsch-österreichischen Koproduktion sorgen neben dem Regisseur vor allem auch zwei österreichische Kabarettisten in wunderbaren Nebenrollen. Roland Düringer („Der Überfall“) spielt den Barbesitzer Friedl, in dessen Etablissement die Premiere von „Holy Spirit Superstar“ stattfinden soll. Seine Tänzerinnen stellen denn auch einen großen Teil des Musical-Ensembles. Friedl selbst ist ein Typ, der erst einmal zuschlägt und dann erst nachfragt. Alfred Dorfer („Indien“) ist der andere bekannte Kabarettist. Er spielt den schlitzohrigen Pfarrer Erdinger, der mit seinem Leben zufrieden ist. Er weiß, wo man günstig frisches Wild bekommen kann (im Wald) und die Antworten auf religiöse Grundsatzfragen findet (im Internet).
Fazit:
„3faltig“ ist eine rabenschwarze Komödie, die Kirche und Religion kräftig auf die Schippe nimmt. Dabei brilliert der Film sowohl durch Wortwitz als auch durch Situationskomik und nicht zuletzt ein sehr spielfreudiges Ensemble.
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3faltig
3faltig
Eine rabenschwarze Komödie, die kein Auge trocken lässt
Autor der Besprechung:
Martin Asbach
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland/Österreich, 2010 Regie: Harald Sicheritz Drehbuch: Murmel Clausen, Hermann Bräuer, Christian Tramitz, Harald Sicheritz Darsteller: Christian Tramitz, Matthias Schweighöfer, Roland Düringer, Adele Neuhauser, Alfred Dorfer, Julia Hartmann, Michael Schweighöfer, Christian Ulmen
Verleiher:
Falcom Media
Kinostart : 25.11.2010
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