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DVD-Besprechung - WWE - Breaking the Code: Behind the Walls of Chris Jericho

Story:
Chris Jericho wurde am 09.11.1970 als Sohn des ehemaligen Eishockey-Spielers der New York Rangers, Ted Irvine und dem Namen Christopher Keith Irvine geboren. Aufgewachsen ist er in St. James, Winnipeg in Kanada. Kaum dass er erwachsen war, trat er der „Hart Brothers School of Wrestling“ bei und wurde später zu einem der beständigsten Superstars der WWE.

Meinung zum Film:
„Breaking the Code: Behind the Walls of Chris Jericho” ist ein 3 Disk-Set der WWE, das nicht nur eine Ansammlung von Kämpfen zeigt, sondern auf der 1. der insgesamt 3 Discs ein sehr ausführliches Portrait des Menschen Christopher Keith Irvine bietet. Es beginnt mit einem Blick auf die Kindheit von Chris Irvine. Dazu gibt es einige Heimvideo-Aufnahme zu sehen, sein Vater und seine alten Freunde erzählen von ihren Erinnerungen seine Teenager-Tage und natürlich blickt auch Jericho selbst auf die alten Tage zurück. Dabei wird schnell klar, dass das Entertainer-Gen schon in jüngster Kindheit in ihm steckte, was sich schon früh bei seiner Mitgliedschaft in einer Rockband manifestierte. Nachdem er mit Jesse Ventura am Rande eines Eishockeyspiels gesprochen hatte stand für ihn aber fest, dass er sich dem Wrestling-Zirkus anschließen und an deren Spitze gelangen wollte. Er heuerte bei der „Hart Brothers School of Wrestling“ an, wo er sich gleich mit Lance Storm anfreundete, der am gleichen Tag wie er seine Einschulung hatte. Was nach der Ausbildung folgte war ein Tingeln durch kleinere Ligen, bis er in Mexico City sein erstes 2-Jahres Engagement unter dem Namen „Corazón de León“ – „Lionheart“ hatte. Jericho erzählt rückblickend, wie überraschend es für ihn war, auf einmal in einer Promotion zu arbeiten und ständig auf der Straße von Arena zu Arena und Auftritt zu Auftritt zu sein. Danach folgten 6 Wochen in Hamburg, von denen er heute noch erzählt, dass sie ihn sehr geprägt haben. 1994 kam es dann wieder zu einem Zusammenschluss mit Lance Storm für das „Smoky Mountain Wrestling“-Franchise, wo er lernte, einen Charakter zu formen, ihn zu verkaufen und in den Interviews die Fans zu erreichen.  

Nach einem weiteren Zwischenspiel in Japan erreichte er 1996 die ECW und konnte dort als „Lionheart“ die ersten nachhaltigen Eindrücke im großen Wrestling-Geschäft hinterlassen. Und es dauerte nicht lange, bis Eric Bischoff den beliebten Wrestler in die WCW holte und ihn dort als Gegenpol zur New World Order einsetzte. Rückblickend erklärt Jericho noch einmal, dass es die Undercard der WCW war, die Woche für Woche der WWE den Rang ablief. Während die Main Events der WWE nicht zu toppen waren, war es vor allem die talentierte Cruiserweight-Klasse der WCW, die die Wrestling-Fans Woche um Woche bei Nitro einschalten ließ. Zu seiner ersten Hochform lief Chris Jericho auf, als er vom Babyface zum Heel turnen konnte. Auf einmal war es ihm freigestellt zu sagen, was immer er wollte und jede Art von Scherzen zu machen. Die Fans begannen ihn zu lieben und Jericho erreichte die erste große Stufe auf dem Weg zu seinem großen Ruhm. Und wenn er auf diese Zeit zurück blickt kann man ohne Probleme erkennen, welchen riesigen Spaß ihm die Zeit gemacht hat. Dass die WCW-Zeit für ihn aber nicht nur Spaß bedeutet, wird unter anderem durch die Aufarbeitung der Fehde zwischen ihm und Bill Goldberg deutlich, die immer mehr aus dem Ruder geriet und für reichlich böses Blut sorgte. Am Ende gab es eine schnelle Beendigung der Storyline, damit es nicht zu ernsthaften Zwischenfällen kommen würde. Denn Goldberg war immer mehr genervt von den in seinen Augen inakzeptablen Scherzen auf seine Kosten und seine Toleranzbereitschaft sank zusehends.  

1999 war es dann soweit, dass der Traum von Chris Jericho, sich der großen WWE anschließen zu können wahr wurde. Das ganze Jahr über wurden bereits Y2J-Spots in den Shows gezeigt, doch noch niemand wusste, was sie zu bedeuten hatten. Dabei lief ein Countdown immer weiter runter und endete schlussendlich mit einem Auftritt Jerichos mitten in ein Statement vom Rock. Das neue Millennium hatte die WWE erreicht und Chris Jericho wurde dort gleich in der Riege der Superstars eingesetzt. Dass er zu Beginn gegen Chyna, also eine Frau in einer längeren Fehde antreten musste, bei dem es um den „Intercontinental Champion“-Titel ging, schmeckte ihm zwar überhaupt nicht, aber er war Profi genug, um das Spiel mitzuspielen. Als Belohnung gab es anschließend eine Storyline mit Stephanie McMahon und somit auch später im Dunstkreis von Triple H. Dadurch stieg er endgültig zu einem der größten Superstars im Wrestling-Geschäft auf und er wurde als großer Main Eventer angesehen. Zum Ende der Dokumentation gibt es auch ein Blick auf Jerichos Band „Fozzy“, wegen der er sich sogar eine 2-jährige Auszeit vom Wrestlinggeschäft nahm. Die große Rückkehr danach in den Wrestling-Ring wird ebenfalls noch einmal ausführlich betrachtet und verschiedene Stationen darauf gezeigt. Kämpfe gibt es natürlich ebenfalls zu sehen. Auf den DVDs 2 und 3 gibt es einige Auftritte im Ring. Es beginnt mit sehr frühen Kämpfen wie gegen Lance Storm aus dem Jahre 1990 oder gegen Cactus Jack aus Jahre 1996. Aber auch großen Momente aus der WWE-Zeit wie ein Kampf gegen Triple H um den „WWE Championship“-Titel bei RAW 2000, der unvergessliche Fight gegen Shawn Michaels bei „WrestleMania XIX“, das Technik-Highlight gegen Ray Mysterio bei „Extreme Rules 2009“ oder die Auseinandersetzung um den „WWE Heavyweight Championship“-Titel bei „WrestleMania XXVI“ gegen Edge sind vertreten. Manch einer wird sicherlich das ein oder andere Match vermissen, doch dies ist normal, wenn so ein Lebenswerk im Ring, wie es Chris Jericho zu bieten hat, auf wenige Matches zusammen gefasst werden muss. Noch vor dem ersten Kampf erzählt Jericho persönlich von dem Problem bei der Ausfall der Matches und weist darauf hin, dass die enthaltenen Kämpfe für ihn eine große Bedeutung haben. So falsch kann sie dann ja nicht sein.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild befindet sich auf dem gewohnt guten WWE-Standard. Bei Bewegungen gibt es zwar weiterhin Kompressionsartefakte zu sehen, was aber kaum jemanden mehr groß stören dürfte. Das Tonformat ist ebenfalls das gewohnte Dolby Digital 2.0. Die Dokumentation liegt lediglich in englischer Sprache mit wahlweise deutschen Untertiteln vor. Bei den Kämpfen gibt es anstelle der originalen Kommentatoren auf Wunsch aber auch das deutsche Kommentatoren Gespann Schäfer/Zapf.

Das Bonusmaterial befindet sich komplett auf der 1. DVD und setzt sich aus verschiedenen Interviews und Spots zusammen, die in der Dokumentation nicht verwendet wurden. Darin erklärt Chris Jericho unter anderem, dass der Name Chris Jericho sich aus dem Album "Walls of Jericho" der deutschen Heavy Metal Band "Halloween" ergab, als Irvin unter Zeitdruck nach einem passenden Ringnamen für sich suchte.

Fazit:
„Breaking the Code: Behind the Walls of Chris Jericho” ist eine sehr ausführliche und interessante Biografie über den äußerst sympathischen und bodenständigen Christopher Keith Irvine. Das Nachzeichnen seines Wegs vom zarten Kindesalter bis hin zum großen Superstars der WWE kann jedem Wrestling-Fan nur wärmstens empfohlen werden.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
Dokumentation:
106:13 Minuten

Matches:
ca. 396 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Französisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch
Bonusmaterial:
  • Nicht verwendete Szenen
WWE - Breaking the Code: Behind the Walls of Chris Jericho - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Breaking the Code: Behind the Walls of Chris Jericho
Breaking the Code: Behind the Walls of Chris Jericho

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Eine sehr interessante Dokumentation über einen äußerst sympathischen Wrestler


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010
Regie:
-
Drehbuch:
-
Darsteller:
Chris Jericho, Lance T. Storm, Ultimo Dragon, Cactus Jack, Eddie Guerrero, Juventud Guerrera, Dean Malenko, Goldberg, Kurt Angle, Chyna, Stephanie McMahon, Triple H, The Rock, Stone Cold Steve Austin, Hulk Hogan, Shawn Michaels, John Cena, Jeff Hardy, Rey Mysterio , Undertaker, Edge

Label Deutschland :
ClearVision
Verkaufsstart Deutschland :
26.11.2010