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DVD-Besprechung - 30.000 Meilen unter dem Meer
Story:
Was passiert, wenn ein US-amerikanisches Atom-U-Boot verschwindet? Mit 100%iger Sicherheit gibt es eine Rettungsaktion, die Crew und Gefährt retten soll. So auch diesmal: Lieutenant Michael Aronnaux (Lorenzo Lamas) wird mit seiner Truppe zu Hilfe gerufen, als die Navi vom verschwinden eines ihrer U-Boote im Marianas-Graben mitbekommt. Dumm nur, dass Aronnaux' Ex-Frau Lieutenant Commander Lucille Conciel (Natalie Stone) als seine Vorgesetzte mit von der Partie ist, als die Retter im High-Tec-U-Boot "Aquanaut 3" ihre gefährliche Mission beginnen. Die riskante Aktion misslingt, das Team wird bewusstlos und kommt erst an Bord der Nautilus wieder zu sich. Das wahnsinnige Genie Kapitän Nemo (Sean Lawlor) hat sie gefangen genommen und will nur eins: Eine von Aronnaux entwickelte Technologie, die aus Wasser atembaren Sauerstoff gewinnt. Damit will er Atlantis neu bevölkern und so die Menschheit unter Wasser in eine bessere Zukunft führen...
Meinung zum Film:
Das Low-Budget-Streifen nicht immer reine Zeitverschwendung sein müssen, haben bereits einige Vertreter dieser Gattung bewiesen. Freilich, ernstzunehmen sind tatsächlich nur wenige, doch wenn man ein wenig auf sein Produkt achtet, muss es kein Desaster werden. Im Fall von "30.000 Meilen unter dem Meer" ist zumindest die deutsche Aufarbeitung deutlich misslungen. Was hier aus den Boxen schnarrt, lässt den Zuschauer mehrfach ärgerlich erzürnen. Wie kann es sein, dass gleich an mehreren Stellen die Musik lauter ist, als die Dialoge? Zum Teil ist auch unter größter Anstrengung kaum etwas zu verstehen. Hier hilft dann nur der Wechsel zur 2.0-Tonspur. Die krassen Schnitzer bei der Lippensynchronität seien an dieser Stelle nicht weiter erwähnt. Bei solchen Zuständen muss man sich fragen, was das Ganze eigentlich soll. Auch in Belangen der Aussprache muss die deutsche Synchro kritisiert werden, denn auch hier bleibt die Verständlichkeit oft auf der Strecke.
Wer jetzt noch nicht abgeschaltet hat, kann sich zumindest an einem B-Movie typischen Plot erfreuen: Ein Wissenschaftsteam des Militärs wird herbeigerufen, als ein Atom-U-Boot verschwindet. Das Kapitän Nemo (Sean Lawlor,"Braveheart") diesen Angriff mit einem Roboterkraken durchführte, um die Rettungscrew um Lieutenant Michael Aronnaux (Lorenzo Lamas, "Renegade - Gnadenlose Jagt") anzulocken, ahnt bis dato noch niemand. Der schrullige Nemo will, wie es sich für einen tyrannischen Psychopathen gehört, die Menschheit revolutionieren. Und das natürlich unter Wasser, genauer gesagt will er Atlantis aufleben lassen, dessen Ruinen er beim Durchkreuzen der Meere gefunden hat. Besser soll die Menschheit werden, keine Spur von der heutigen schlechten Gesellschaft soll im Nemoland zu finden sein.
Dazu braucht Nemo allerdings Aronnaux geniale Erfindung, die Wasser in Luft verwandelt. Vom Grundsatz her hört sich das doch wie ein unterhaltsamer Trash-Film an. Leider können auch die in diesem Rahmen ok zu bewertenden Computerffekte das Ruder nicht herumreißen. Zu lustlos plätschert der Film vor sich hin und baut zu sehr auf den unausgegorenen Dialogen. Schade, denn hier wäre tatsächlich mehr drin gewesen. Ein wenig mehr Zug im Drehbuch und allgemein größeres Engagement hätte vielleicht ein feinen Trash-Film hervorgebracht. So bleibt "30.000 Meilen unter dem Meer" wahrscheinlich nur für zutiefst leidenschaftliche C-Picture-Genießer ein nützlicher Zeitvertreib.
Digitale Aufarbeitung:
Die allgemeine Bildqualität des Streifens ist durchaus ordentlich. Nur bei dunklen Passagen fällt Bildrauschen als Unsauberkeit auf. Die Tonqualität ist wie oben beschrieben zumindest in der deutschen Dolby Digital 5.1-Fassung recht schlecht. Im Stereoformat sind wenigstens die Dialoge wieder verständlich. Das englische Original (Dolby Digital D 2.0) steht außerdem zur Wahl.
In der Extra-Sektion gibt es zum Einen den unterhaltsam klingenden Audiokommentar mit dem Regisseur und Kameramann sowie dem Visual Effects Supervisor und zwei Darstellern. Die illustere Gruppe spricht ungewzungen über die Entstehung des Films sowie über die Dreharbeiten und die Bedeutung einzelner Figuren der Story. Weiter geht es mit dem Trailer, ein Making of und das Feature zu den Bloopers. Insgesamt ein wenig zu kurz geraten, kann sich der Käufer hier wenigstens über ca. 15 Minuten an Bonusmaterial freuen.
Fazit:
"30.000 Meilen unter dem Meer" bietet als Low-Budget-Produktion eine typisch trashige Story und die üblichen Qualitätsstandards bei Produktionen dieser Art. Leider ist die deutsche Aufarbeitung der Surround-Tonspur daneben gegangen. Ansonsten gibts ein paar Specials.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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81:51 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar
- Trailer
- Making of
- Bloopers
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30.000 Meilen unter dem Meer
30,000 Leagues Under the Sea
Low-Budget-Streifen der lose dem bekannten Roman nachempfunden ist
Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Gabriel Bologna Drehbuch: Eric Forsberg Darsteller: Lorenzo Lamas, Sean Lawlor, Natalie Stone, Kim Little
Label :
WGF Verkaufsstart : 02.12.2010
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