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Blu-ray-Besprechung - The King Maker
Story:
Der junge portugiesische Söldner Fernando de Gama (Gary Stretch) kentert auf einer Schiffsreise nach Asien, kann sich aber kurz vor dem Ertrinken an Land retten. Dort wird er von Sklavenhändlern gefasst, woraufhin ihn die schöne Maria (Cindy Burbridge) freikauft. Wie sich herausstellt, hat Fernando mit Marias Vater (John Rhys-Davies) noch eine alte Rechnung offen, doch das muss warten. Denn Fernando wird - wie viele andere Kolonisten - in den Dienst des Königs berufen, der in den Kampf gegen einen nördlichen Angreifer zieht. Zu dieser Zeit ahnt noch niemand, dass die Königin (Yoe Hassadeevichit) ihre ganz eigenen Vorstellungen von der Zukunft des Reiches hat.
Meinung zum Film:
Wir schreiben das Jahr 1547. Der junge portugiesische Söldner Fernando de Gama (Gary Stretch, "Alexander") befindet sich auf einer Reise Richtung Asien. Doch kommt es zu Komplikationen und sein Schiff geht unter. Fernando droht im Meer zu ertrinken, kommt jedoch im letzten Moment wieder zu sich und rettet sich an die Oberfläche, woraufhin er an der Küste Siams strandet. Dort warten allerdings bereits einheimische Sklavenhändler auf ihn, die ihn auf dem Markt verkaufen wollen. Das gefällt dem jungen Draufgänger natürlich überhaupt nicht und so reißt er sich auch sofort los, als man ihm dort die Ketten abnimmt. Es kommt zu einer wilden Verfolgungsjagd durch das Hafenviertel der Stadt und am Ende wird Fernando zwar geschnappt, doch ist er kurz zuvor über die wunderschöne junge Maria (Cindy Burbridge) gestolpert - im wahrsten Sinne des Wortes - die nicht nur überrascht darüber ist, einen Europäer zu sehen, sondern auch Mitleid mit ihm hat und ihn den Sklavenhändlern abkauft, damit er seine Freiheit zurückerlangt.
So kommt es dann auch dazu, dass Fernando nach seinem gewaltsamen Einfangen nicht im Gewahrsam der Händler aufwacht, sondern im Haus von Maria, die ihn sogleich ihrem ebenfalls aus Europa stammenden Vater Phillippe (John Rhys-Davies, "Der Herr der Ringe") vorstellt. Fernando bemerkt sofort, dass Phillippe der Mann ist, der vor langer Zeit seinen Vater tötete und den er bereits seit Jahren sucht, um Rache zu nehmen. Dies war auch das eigentliche Ziel seiner Reise. Doch zunächst stehen andere Dinge auf der Tagesordnung (und es käme sicherlich auch nicht sonderlich gut an, den Vater seiner neuen Freundin sofort umzubringen), denn der König von Siam (Nirut Sirichanya, "Ong Bak 2") zieht in den Krieg gegen einen Feind im Norden und nicht nur alle portugiesischen Siedler werden gezwungen, der Armee beizutreten, sondern auch aus Japan vertriebene Samurais. Als erfahrener Söldner macht sich Fernando schon bald im Kampf einen Namen und rettet dem König das Leben, als ein Mordanschlag auf ihn verübt wird. Daraufhin wird er zu dessen persönlichem Leibwächter berufen. Was der König nicht ahnt: Hinter dem Anschlag steckt seine Frau (Yoe Hassadeevichit), die selbst die Macht an sich reißen will und sich an Phillippe wendet, um ein weiteres Attentat in die Wege zu leiten ...
"The King Maker" basiert sehr lose auf wahren Begebenheiten - die im Film gezeigte Königin samt dem Attentat gab es wirklich. Und Fernando de Gama wurde offensichtlich, wie der Name andeutet, von Portugals (zum Zeitpunkt der Handlung des Films allerdings bereits toten) Nationalheld Vasco da Gama inspiriert, der den Seeweg nach Indien fand. Doch das war es dann auch schon mit der historischen Grundlage, denn der Film will gar kein Geschichtsepos sein, sondern vielmehr ein unterhaltsamer Actionstreifen, der sich nicht immer selbst ganz ernst nimmt. Insgesamt weiß "The King Maker" durchaus zu überzeugen. Die Actionszenen sind flott inszeniert, die Kostüme ansprechend und die Kameraführung gelungen, so dass keine große Langeweile aufkommt. Doch hat der Film zwei Probleme: Zum einen ist das die Tatsache, dass er für ein größeres Budget ausgelegt ist, als zur Verfügung stand. Rund 15 Millionen Dollar sind zwar sicherlich im oberen Bereich von thailändischen Produktionen, reichen aber nicht für ansprechende visuelle Effekte. Besonders die vielen Computeranimationen sehen extrem billig aus und wirken wie die Guideline-Platzhalter-Animationen, die während der Produktion von Hollywoodfilmen zum Einsatz kommen. Das ist schade, denn wenn die CGIs ein kleines bisschen realistischer aussähen, würde das zu einem deutlich stimmigeren Gesamteindruck beitragen. Das andere große Problem, das noch gewichtiger ist als die Effekte, sind die Darsteller, die durchweg allerhöchstens befriedigende Arbeit abliefern. Dem Film hat es anscheinend nicht sehr gut getan, dass er auf Englisch produziert wurde, während die Muttersprache der meisten Schauspieler thailändisch ist. Das führt dazu, dass die Nichtmuttersprachler in dialoglastigeren Sequenzen immer etwas unsicher und hölzern wirken. Allerdings liegt der Fokus des Films sowieso auf den Actionszenen - und an diesen gibt es nichts auszusetzen. Die Kämpfe sind hervorragend choreografiert und gefilmt und schaffen es zu jeder Zeit, den Zuschauer mitzureißen.
Digitale Aufarbeitung:
"The King Maker" wurde in HD gefilmt und wirkt optisch zwar eher wie ein aufwändiger TV-Film als eine Kinoproduktion, bietet aber trotzdem hervorragende Bildqualität. Das Bild ist extrem klar, scharf und sauber. Zu jeder Zeit sind zahlreiche Details zu erkennen, zudem zeigt sich der Transfer so gut wie rauschfrei. Die Farben wirken natürlich, manchmal scheint der Kontrast aber minimal zu steil zu sein. Der Ton liegt auf Deutsch in dts-HD Master Audio 5.1 sowie Dolby Digital 5.1 vor und auf Englisch in Dolby Digital 2.0. Wozu man zwei deutsche Audiospuren in 5.1 präsentiert, die sich voneinander allenfalls in der Lautstärke unterscheiden, wird nicht so wirklich klar. Da hätte man der Blu-ray lieber noch die auf der amerikanischen DVD enthaltene 5.1-Spur des Originaltons spendieren sollen. Insgesamt leistet der Sound aber solide Arbeit. Die Dialoge sind jederzeit klar verständlich, die Musik wurde gut abgemischt und ab und zu gibt es auch ein paar Effekte. Dennoch beschränkt sich der Klang weitestgehend auf die Front, was in Anbetracht der hervorragenden Bildqualität etwas enttäuschend ist.
Bonusmaterial ist nicht vorhanden.
Fazit:
"The King Maker" ist ein für thailändische Verhältnisse sehr aufwändig produzierter Actionfilm, der durch solide und gut gemachte Kampfszenen überzeugen kann. Diese lassen den Zuschauer dann auch fast schon die leider sehr billig wirkenden Computereffekte und die etwas hölzernen Darbietungen der Darsteller in den dialogreicheren Szenen vergessen. Actionfans können hier auf jeden Fall einen Blick riskieren, zumal die Blu-ray Disc durch überraschend gute Bildqualität gefällt.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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88:21 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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The King Maker
The King Maker
Gute Action, billige Effekte
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Thailand, 2005 Regie: Lek Kitaparaporn
Drehbuch: Sean Casey
Darsteller: Gary Stretch, John Rhys-Davies, Cindy Burbridge, Dom Hetrakul, Nirut Sirichanya, Yoe Hassadeevichit, Charlie Trairat, Byron Bishop
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 11.11.2010
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