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DVD-Besprechung - Hilfe, Ferien!
Story:
Der bald auf die 30 zugehende Vincent (Jean-Paul Rouve) ist verantwortlicher Betreuer eines anstehenden Sommercamps in Frankreich. Zusammen mit seinen sechs Kolleginnen und Kollegen macht er sich also auf, um rund 80 Kinder mehrere Wochen lang zu betreuen. Doch diese Aufgabe ist nicht immer ganz einfach. Es sorgen nämlich nicht nur die kleinen Schützlinge dafür, dass Vincent auf Trab gehalten wird, sondern auch das Betreuerteam macht ihm seinen Job manchmal schwer.
Meinung zum Film:
Sommerzeit, Ferienzeit! So auch in Frankreich, wo die großen Ferien besonders lang sind. Anfang der 1990er Jahre - lange vor der allgemeinen Verbreitung von Handy, Internet & Co. - macht sich Vincent (Jean-Paul Rouve, "La vie en rose") mit seiner chaotischen Truppe von Betreuern auf, um sich mehrere Wochen lang um rund 80 kleine und große Kinder zu kümmern. Mit dabei sind Joseph (Omar Sy), ein lustiger Afrofranzose mit Rhythmus im Blut, der übergewichtige und extrem verfressene Truman aus Kanada (Guillaume Cyr), die schüchterne Caroline (Joséphine de Meaux), die nie ein Wort herausbringt, die stämmige Nadine (Marilou Berry), die eigentlich für die medizinische Betreuung zuständig ist, aber sowohl ihr Medizinstudium abgebrochen hat als auch im Erste-Hilfe-Kurs durchgefallen ist, und dann noch die gut aussehende Lisa (Julie Fournier), die sich betont lässig gibt. Als Vincents Stellvertreter ist außerdem Frauenheld Daniel (Lannick Gautry) mit an Bord.
So unterschiedlich die Betreuer, so unterschiedlich sind auch die kleinen Feriengäste. Da gibt es vorlaute und zurückhaltende, arrogante und zugängliche, freche und liebe. Und wie das in Ferienlagern nun einmal so ist, dreht sich bei ihnen alles um die kleineren und größeren Probleme des Erwachsenwerdens: Wer steht auf mich, warum bin ich nicht beliebt etc. etc. Das Team um Vincent versucht zwar sein Bestes, um möglichst immer für alle ein offenes Ohr zu haben, doch das ist gar nicht so leicht, wenn man sich selbst gelegentlich gar nicht so viel anders als seine Schützlinge verhält. Lisa raucht beispielsweise einfach mal gelegentlich mit ein paar Kindern, Joseph und Nadine knutschen wild herum und Daniel, der kurzerhand die Reitlehrerin flachlegt, nachdem er vorher noch mit Lisa angebandelt hatte, ist auch nicht immer das perfekte Vorbild. Kein Wunder also, dass Vincent manchmal Schwierigkeiten hat, seine Autorität zu wahren. Doch letztlich verbringen die Kinder eine spannende und lustige Zeit im Camp, von der sich jeder am Schluss wünscht, dass sie nie zu Ende gehen möge.
Man merkt dem Film an, dass die beiden Autoren und Regisseure Olivier Nakache und Eric Toledano früher selbst Betreuer in Ferienlagern waren. "Hilfe, Ferien!" kommt mit viel Herz daher und sämtliche Figuren erwecken beim Zuschauer sofort Sympathie. Während es in amerikanischen Ferienlager-Komödien prinzipiell völlig übertrieben zugeht und auf Slapstick gesetzt wird, kommt der Humor hier ebenfalls zu keiner Zeit zu kurz, wirkt aber durchgängig bodenständiger. Die Figuren erscheinen - trotz der diversen aufgegriffenen Klischees - zu jeder Zeit authentisch, was das Identifizieren mit ihnen äußerst einfach macht. Ein bisschen schade ist lediglich, dass einige Themen - wie die nicht genauer klar werdenden Gründe für Carolines seltsames Verhalten - etwas oberflächlich abgefrühstückt werden, aber das ist letztlich verzeihbar. So bekommt man mit "Hilfe, Ferien!" einen sehr kurzweiligen und fröhlichen, aber gelegentlich auch nachdenklich machenden Film für die ganze Familie geboten, der anderthalb Stunden fröhlicher Unterhaltung bietet.
Digitale Aufarbeitung:
"Hilfe, Ferien!" bietet eine relativ gelungene Bildqualität. Die Farben wirken natürlich und auch die Schärfe ist gut, wenngleich die Detailzeichnung gelegentlich etwas besser sein könnte. Problematisch fällt das deutliche Rauschen auf, dass zudem dafür sorgt, dass die Kompression oftmals sehr starke Spuren hinterlässt. Der Ton liegt auf Deutsch und Französisch in Dolby Digital 2.0 vor, die deutsche Fassung gibt es zudem in einer 5.1-Fassung. Letztere ist allerdings ein extrem misslungener Upmix, der die Dialoge quer über alle Lautsprecher verteilt. Der 2.0-Fassung, die jederzeit klar verständlich ist und auch die Musik ansprechend integriert, ist daher der Vorzug zu geben.
Bonusmaterial ist nicht vorhanden.
Fazit:
"Hilfe, Ferien!" ist eine fröhlich-lockere französische Komödie für die ganze Familie, die auf die extrem überzeichneten Figuren amerikanischer Feriencamp-Comedys verzichtet und trotz einiger Grundklischees jederzeit glaubhafte Charaktere präsentiert. Der Zuschauer bekommt anderthalb Stunden sympathischer Unterhaltung geboten, auch die technische Qualität der DVD ist in Ordnung. Bonusmaterial gibt es jedoch nicht.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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97:11 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Französisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Hilfe, Ferien!
Nos jours heureux
Charmante Ferienkomödie für die ganze Familie
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2006 Regie: Olivier Nakache, Eric Toledano Drehbuch: Olivier Nakache, Eric Toledano Darsteller: Jean-Paul Rouve, Marilou Berry, Omar Sy, Lannick Gautry, Julie Fournier, Guillaume Cyr, Joséphine de Meaux, Jacques Boudet
Label :
Movie Power Verkaufsstart : 02.12.2010
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