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DVD-Besprechung - Teutonen Western Collection
Story:
Die Flusspiraten vom Mississipi Sheriff James Lively (Hansjörg Felmy) hat sich vorgenommen, die Bande um Kelly (Horst Frank) dingfest zu machen. Diese bestreiten ihren Lebensunterhalt nämlich damit, zusammen mit einigen Cherokee-Indianern die Gegend unsicher zu machen, indem sie Fluss-Fahrer überfallen und ermorden.
Die Goldsucher von Arkansas In Marble City lässt sich ein Mescalero-Indianer sehen, der einige Goldnuggets bei sich hat. Nachdem die Dorfbewohner dies bemerken, bricht in dem Ort das Goldfieber aus, sehr zum Leidwesen der Indianer, die die Zukunft ihres Reservats in Gefahr sehen. Dies alles macht sich der zwielichte Matt Ellis (Mario Adorf) zunutze, der auf der Suche nach dem Plan zum Goldfund ist, den der Indianer bei sich hatte.
Die schwarzen Adler von Santa Fe Morton (Werner Peters) erfährt, dass es im Reservat der Komantschen eine große Ölquelle gibt. Er schickt eine Truppe los, die sich als Soldaten verkleidet und lässt die Indianer angreifen. Diese wehren sich jedoch und graben anschließend das Kriegsbeil aus. Undercover-Agent Cliff McPherson (Brad Harris) versucht herauszubekommen, was wirklich vor sich geht.
Meinung zum Film:
In der „Teutonen Western-Collection“ sind 3 Western versammelt, die in Deutschland produziert wurden. Los geht es mit den „Flußpiraten vom Mississipi“, der 1964 unter der Regie von Legende und Krimiexperten Jürgen Roland („Stahlnetz“, „Großstadtrevier“) entstand. Laut Credits im Vorspann führte bei einem zweiten Aufnahmeteam übrigens kein geringerer als Gianfranco Parolini ebenfalls Regie – Parolini ist Italowesternfans nicht nur durch seine „Sabata“-Filme ein Begriff. Bei den Flusspiraten geben sich auf der Seite der Guten Hansjörg Felmy (Kommissar Haferkamp aus „Tatort“) und auf der Seite der Schurken Horst Frank („Django und die Bande der Gehenkten“) die Klinke in die Hand. Der Film bietet eigentlich alles, was man von dieser Art Western zu erwarten hat: eine gute Portion Spannung und Action, schöne Settings, einen Hauch Humor und einen kleinen Schuss sympathische Naivität bei der Charakterisierung der Personen. Nicht nur aufgrund der erstklassigen Besetzung ist dieser Beitrag sicher ein Highlight in dieser Veröffentlichung.
Weiter geht es mit den „Goldsuchern von Arkansas“. Dieser klotzt ebenfalls mit prominenten Gesichtern. Horst Frank ist auch hier wieder zu sehen, genauso wie „Herkules“-Darsteller Brad Harris, der ebenfalls schon bei den „Flußpiraten“ mitgemischt hat. Der Oberschurke wird von Mario Adorf („Der große Bellheim“) gegeben. Interessanterweise synchronisiert Adorf nicht sich selbst – dies wird von Synchro-Papst Rainer Brandt („Die 2“) übernommen. Ein Wiedersehen gibt es auch mit Joseph Egger, dem Opa, der in den ersten beiden „Dollar“-Western zu sehen ist. Auch die „Goldsucher“ bieten einige schöne Landschaftsaufnahmen, nur der eine oder andere Tannenwald im Hintergrund sieht etwas deplatziert aus. Leider muss man bei diesem Film ein paar wenige Längen überstehen, insgesamt wird hier jedoch spannende Unterhaltung geboten.
Abgeschlossen wird die Box mit den „schwarzen Adlern von Santa Fe“. Auch hier sind wieder Horst Frank und Brad Harris zu sehen, aufgelockert wird das Ensemble von damaligen Stars wie Edith Hancke und Werner Peters („Der Untertan“), der hier den Oberschurken mimt. Harris spielt einen Undercover-Agenten der Regierung, der die Vorkommnisse bei den Komantschen aufklären soll. Er darf hier seine Muskeln zeigen und die weiblichen Darsteller becircen. Frank gibt einen geheimnisvollen Zeitungs-Besitzer, der durch seine Art der interessanteste Charakter im Film ist und das Geschehen deutlich aufwertet. Insgesamt werden in dieser Box 3 Western aus deutschen Landen geboten, die mal mehr, mal zumindest etwas weniger gut unterhalten können – ein echter Ausfall oder Lückenfüller ist jedoch keiner der 3 Filme. Westernfans können beherzt zugreifen und bekommen ein Trio von deutschen Interpretationen des legendären Wilden Westens geboten.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität befindet sich bei allen 3 Filmen auf gleich gutem Niveau. Schärfe, Kontrast und Farbgebung können überzeugen. Lediglich bei „Arkansas“ kommt es gelegentlich zu nicht weiter störenden Unschärfen und vereinzelt zu kleinen Nachzieheffekten. Der Ton liegt bei allen Filmen im Format Dolby Digital 2.0 vor. Die Dialogverständlichkeit ist sehr gut.
Bei den „Flusspiraten“ gibt es das letzte Interview mit Horst Frank zu sehen, das kurz vor seinem Tod geführt wurde und mit einer Lauflänge von knapp 40 Minuten sehr interessant ausgefallen ist. Die „Goldsucher“ bietet das 45-minütige Feature „Vom Herkules zum Westernhelden“, in dem ein Interview mit Darsteller Brad Harris geführt wird. Des Weiteren gibt es zu jedem Film in der Box den Trailer (außer bei den „schwarzen Adlern“) und eine Bildergalerie zu sehen.
Fazit:
Die „Teutonen Western Collection“ bietet 3 Western aus deutschen Landen mit ungefähr gleich guter Qualität, zumindest aber ohne echten Ausreißer nach unten. Am meisten können sicher die „Flusspiraten vom Mississipi“ überzeugen. Die DVD-Qualität ist durchgängig gut und die Extras sind zwar zahlenmäßig überschaubar, bieten aber großen Unterhaltungswert. Westernfans können unbesorgt zugreifen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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Die Flusspiraten vom Mississippi: 94:03 Minuten
Die Goldsucher von Arkansas: 98:13 Minuten
Die schwarzen Adler von Santa Fe: 86:37 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Bildergalerie zu jedem Film
- Trailer zu "Flußpiraten vom Mississipi" und "Goldsucher von Arkansas"
- Interview mit Horst Frank
- Featurette "Vom Herkules zum Westernheld" mit Brad Harris
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Die Flusspiraten vom Mississippi / Die Goldsucher von Arkansas / Die schwarzen Adler von Santa Fe
Die Flusspiraten vom Mississippi / Die Goldsucher von Arkansas / Die schwarzen Adler von Santa Fe
3 Blicke aus Deutschland Richtung Wilder Westen
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 1964 / 1965 Regie: Jürgen Roland, Paul Martin, Ernst Hofbauer Drehbuch: Johannes Kai, Herbert Reinecker, Hans Billian, Valeria Bonamano, Jack Lewis Darsteller: Horst Frank, Brad Harris, Hansjörg Felmy, Sabine Sinjen, Mario Adorf, Dorothee Parker, Olga Schoberová, Dieter Borsche, Ralf Wolter
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 26.10.2010
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