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DVD-Besprechung - Crossfire
Story:
Der Polizist Vincent Drieu (Richard Berry) wird von einer Pariser Elite-Einheit in das provenzalische Städtchen Saint-Merrieux versetzt. Schnell erkennt er, dass die Beamten es dort mit dem Gesetz nicht so genau nehmen. Als Drieu unaufgeklärte Fälle neu aufrollt, sticht er in ein Wespennest.
Meinung zum Film:
Regisseur und Drehbuchautor Claude-Michel Rome ist sein Stilwille deutlich anzumerken. Mit „Crossfire“ debütiert der Filmemacher, der zuvor nur durch Arbeiten fürs Fernsehen in Erscheinung getreten war, 2008 auf der großen Leinwand und lässt es gleich richtig krachen. Die virtuos choreografierte Eingangssequenz, bei der ein Gefangenentransport auf der Autobahn überfallen wird, hat es in sich. Die Stunts sind sehenswert, der Schnitt ist präzise getimt, die Dialoge besorgen die nötige Atmosphäre. Hier kann sich „Crossfire“ mit seinen US-amerikanischen Pendants messen, an denen sich der Film unübersehbar orientiert.
Rome weiß um diese Vorbilder. Gekonnt zieht er alle Register des klassischen Genrekinos. Seinen Protagonisten Vincent Drieu inszeniert er als verbissenen Einzelgänger, als lone ranger mit backstory wound, der wie in einem Western das Städtchen am Ende des Films genauso geheimnisvoll verlässt, wie er gekommen war. Auch das Setting erinnert an die Ödnis des Wilden Westens, spielt der Film doch im selten gezeigten, stark industrialisierten Raum der Provence. Durch die karge, von Industrieanlagen zerfurchte Landschaft und das von Armut und Einwanderern geprägte Stadtbild behält „Crossfire“ trotz aller Anleihen beim Hollywood-Kino eine typisch (süd-)europäische Note.
Neben Richard Berry („22 Bullets“, „Ruby & Quentin – Der Killer und die Klette“), der Drieu trotz seines fortgeschrittenen Alters unheimlich physisch gibt, überzeugt „Crossfire“ durch eine geschlossene Ensemble-Leistung. Der Film ist bis in die kleinsten Nebenrollen gut besetzt. Einzige Wermutstropfen bleiben das Finale und vermeidbare Handlungslöcher. Während der Showdown schlichtweg zu viel will, statt auf durchdachte Choreografie auf heilloses Durcheinander setzt, treten die Handlungslöcher nach drei Vierteln des Films so massiert auf, dass die Story arg darunter leidet. Beim Betrachten beschleicht einen unweigerlich das Gefühl, dass die ein oder andere erhellende Szene dem Schneidetisch zum Opfer gefallen ist. Ein etwas längerer und in sich schlüssiger Director's Cut wäre wünschenswert.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist durchweg gut. Schärfe, Kontrast und Helligkeit sind ausgewogen. Verschiedene Farbfilter tauchen die Außenaufnahmen in ein angenehmes Goldgelb, die Innenaufnahmen in kühleres Grün und Blau. Auch der Ton überzeugt. Besonders in Actionszenen ist die Mischung von Dialogen, Hintergrundgeräuschen, Soundeffekten und Musik gelungen.
Als Extras liefert die DVD den Originaltrailer und ein rund 41-minütiges Making-of, das die Drehorte, die Figuren und die Stunts etwas näher beleuchtet.
Fazit:
Mit „Crossfire“ legt Claude-Michel Rome einen actionreichen Polizeifilm vor, der den Vergleich mit seinen US-amerikanischen Vorbildern nicht scheuen braucht. Zu viele Handlungslöcher und ein Showdown, der mit der gelungenen Eingangsequenz nicht mithalten kann, trüben das Bild zwar leicht, sollten Krimi-Freunde jedoch nicht abschrecken.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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93:55 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Französisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Originaltrailer
- Making-of
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Crossfire
Les insoumis
Krimi nach provenzalischer Art
Autor der Besprechung:
Falk Straub
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2008 Regie: Claude-Michel Rome Drehbuch: Olivier Dazat, Claude-Michel Rome Darsteller: Richard Berry, Pascal Elbé, Zabou Breitman, Aïssa Maïga, Bernard Blancan, Guilaine Londez, Moussa Maaskri, Fred Saurel, Gérald Laroche
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 03.12.2010
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