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DVD-Besprechung - The Rat Pack
Story:
Frank Sinatra (Ray Liotta) und seine Spießgesellen Dean Martin (Joe Mantegna), Sammy Davis, Jr. (Don Cheadle), Peter Lawford (Angus Macfadyen) und Joey Bishop (Bobby Slayton) sind bereits zu Lebzeiten Legenden. Anfang der 1960er sind die fünf auf ihrem Zenit angekommen: Sie verhelfen John F. Kennedy (William Petersen) zur Präsidentschaft.
Meinung zum Film:
Der Film umspannt den kurzen Zeitraum von 1958 bis 1962, in welchem die später als The Rat Pack bezeichnete Gruppe um Frank Sinatra auf Bühne und Kinoleinwand ihren Höhepunkt erlebt. Neben berauschenden Festen zeigt „The Rat Pack“ aber auch die Schattenseiten, die der legendäre Lifestyle der Gruppe mit sich bringt. Während Sammy Davis, Jr. mit Rassismus zu kämpfen hat, ringt Dean Martin mit dem Zwiespalt zwischen öffentlichem Image und Privatperson. Besonderes Augenmerk legt der Fernsehfilm, der für den Sender HBO entstand, auf Sinatras Rolle in John F. Kennedys Wahlkampf und auf seine Beziehungen zur italienischen Mafia.
Regisseur Rob Cohen („Daylight“, „The Fast and the Furious“), sonst eher für deftige Action bekannt, inszeniert mit „The Rat Pack“ ein sentimentales Stück Zeitgeschichte. Mit glänzenden Farben, dem Einsatz von Gegenlicht, extrem gesetzten Spots und Weichzeichnern holt er den Glamour der Epoche zurück auf den heimischen Schirm. Auch in puncto Ausstattung, Kostümbild und Schauspieler kann sich „The Rat Pack“ sehen lassen. Hier können besonders Don Cheadle („Hotel Ruanda“, „Iron Man 2“) als Sammy Davis, Jr. und Joe Mantegna („Der Pate III“, „Criminal Minds“) überzeugen, der Dean Martin als nachdenklichen und treusorgenden Familienvater gibt, der in der Öffentlichkeit nur eine Rolle spielt, um sein Image als Lebemann aufrechtzuerhalten.
Ray Liotta ist hingegen eine Fehlbesetzung. Mag er für Frank Sinatras Ausraster und Wutanfälle noch die richtige Wahl sein, verströmt er dessen Charme und Eleganz nicht annähernd. Vor allem Sinatras große Anziehungskraft auf Frauen kauft der Zuschauer dem Film nicht ab. An einer Stelle heißt es über The Voice: „Du willst vögeln mit ihm, bemuttern willst du ihn, ihn nicht wütend machen. Herrgott ist das eine Kombination!“ Ray Liottas Spiel lässt diese Kombination jedoch vermissen. Die deutsche Synchronisation verstärkt diesen Eindruck. Ist die Stimme seines Synchronsprechers Udo Schenk für Liottas übliche Rollen als Bösewicht geradezu prädestiniert, stellt sie in „The Rat Pack“ einen Störfaktor dar. Sie ist schlicht zu hoch und wirkt zu aufgekratzt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild überzeugt. Helligkeit und Kontrast stimmen, die Farbsättigung ist hervorragend. Durch die starke Beleuchtung kommt es gelegentlich jedoch zu Unschärfen. Bei Kamerabewegungen sind an den Konturen leichte Kompressionsspuren zu erkennen. Der Ton ist gut verständlich. Bei Ray Liottas Gesangseinlagen ist allerdings deutlich zu hören, dass es sich um Playback handelt, was umso stärker ins Gewicht fällt, als dass Joe Mantegna und Don Cheadle ihre Parts selbst eingesungen haben.
Extras gibt es keine.
Fazit:
„The Rat Pack“ ist ein überdurchschnittlicher Fernsehfilm, der ein kurzes Kapitel aus dem Leben der gleichnamigen Entertainer-Riege auf hohem Niveau in Szene setzt. Einzig Ray Liottas Besetzung als Frank Sinatra stört das Gesamtbild ein wenig.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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119:27 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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The Rat Pack
The Rat Pack
Frankly Sentimental
Autor der Besprechung:
Falk Straub
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1998 Regie: Rob Cohen Drehbuch: Kario Salem Darsteller: Ray Liotta, Joe Mantegna, Don Cheadle, Angus Macfadyen, William Petersen, Zeljko Ivanek, Megan Dodds, Deborah Kara Unger
Label :
3L
Verkaufsstart : 09.12.2010
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