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DVD-Besprechung - Vergissmichnicht
Story:
Margaret (Sophie Marceau) ist eine Karrierefrau. Sie steht kurz davor, zusammen mit ihrem Kollegen Malcolm (Marton Csokas), der gleichzeitig ihr Ehemann ist, den Deal über den Verkauf eines Kraftwerks einzufädeln. Wenn sie es schafft, wird der weitere Aufstieg in ihrem Unternehmen unaufhaltsam sein. Da bekommt sie zum 40. Geburtstag Besuch von einem Notar (Michel Duchaussoy). Er überbringt einen Brief, den sie sich selbst als Siebenjährige geschrieben hatte. Dieser Brief soll sie daran erinnern, welche Lebensziele sie als Kind damals gehabt hat. Zunächst ignoriert sie diesen Brief, doch es folgen weitere. Langsam wird Margaret nachdenklich.
Meinung zum Film:
„Vergissmichnicht“ ist ein französischer Film von Yann Samuell („Liebe mich, wenn Du Dich traust“), der sich für Regie und Drehbuch verantwortlich zeichnet. Für den Film hat er auch gleich noch seine Familie eingespannt, denn sowohl seine Frau Emmanuelle Grönvold („Liebe mich, wenn Du Dich traust“) als auch sein Sohn Roméo Lebault, in seiner ersten Rolle spielen mit.
Die Hauptrolle der erwachsenen Margaret spielt Sophie Marceau („Braveheart“), die den Film mit ihrer sympathischen Art in weiten Teilen trägt. Sie schafft es mühelos, sowohl die knallharte Karrierefrau als auch den an seinen Lebenszielen zweifelnden Menschen darzustellen. Dazu bringt sie dann auch das komödiantische Timing mit, damit die Gags rüber kommen und der Film die nötige Leichtigkeit einer Komödie bewahrt. Sehr hilfreich ist es hier auch, dass die Chemie mit Marton Csokas („Aeon Flux“) stimmt, der ihren Ehemann Malcolm spielt. Man nimmt den Beiden eine Beziehung problemlos ab. Die restlichen Rollen sind relativ klein, aber durchaus gut besetzt. Besonders erwähnenswert ist hier Juliette Chappey, die die junge Margaret in ihrem Filmdebüt erstaunlich souverän spielt.
Die Stärke des Films liegt darin, dass er es schafft, die etwas märchenhafte Idee mit realistischen Charakteren zu verbinden. Der heiter-märchenhafte Aspekt wird unter anderem durch kurze animierte Sequenzen erzeugt, die teilweise Margarets Rückblicke in ihre Kindheit umrahmen. Andererseits ist Margarets Charakter gut begründet. Ihre Zielstrebigkeit und Entschlossenheit kommen aus ihrer Jugend, als die Familie durch eine Pleite in die Armut abrutschte und der Vater sie verließ. Sie verleiht dieser Wandlung Nachdruck, indem sie ihren Namen von Marguerite in das englische Margaret ändert. Auch optisch versteht Yann Samuell diese Gegensätze zu unterstreichen, z.B. durch schnelle Wechsel zwischen dem hypermodernen Schanghai und der Ruhe der französischen Provinz.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen leicht unterdurchschnittlichen Eindruck. Ein wenig negativ fallen vor allem Farbrauschen und stellenweise immer wieder auftretende, überblendende Weißflächen auf. Auch Kammeffekte geben sich an Kanten immer mal wieder zu erkennen. Insgesamt reicht es aber noch aus, um das Filmvergnügen nicht zu schmälern. Der deutsche Ton liegt in Dolby Digital 5.1 und 2.0 vor, findet bei beiden aber nur in der Front statt, bietet dabei über den Soundtrack aber zumindest ein sehr breites Klangbild.
Bei den Extras gibt es ein Making Of, Eindrücke von den Dreharbeiten in der Provence sowie nicht verwendete Szenen. Alle Beiträgen liegen allerdings nur in französischer Sprache ohne Untertitel vor. Wer nicht über gute Kenntnisse der französischen Sprache verfügt, wird mit den Extras von daher leider nur wenig anfangen können. (MT)
Fazit:
„Vergissmichnicht“ ist eine heitere Komödie, die den Gegensatz zwischen kindlichen Träumen und erwachsener Realität hinterfragt. Getragen wird sie vor allem durch eine sympathische Sophie Marceau. Aber auch die Inszenierung ist optisch sehr interessant gelungen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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86:06 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Französisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Bei den Dreharbeiten
- Gestrichene Szenen
- Trailer
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Vergissmichnicht
L'age de raison
Ein heiterer Film über die Frage, was im Leben wichtig ist
Autor der Besprechung:
Martin Asbach
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2010 Regie: Yann Samuell Drehbuch: Yann Samuell Darsteller: Sophie Marceau, Marton Csokas, Michel Duchaussoy, Jonathan Zaccai, Emmanuelle Grönvold, Juliette Chappey, Thierry Hancisse, Roméo Lebeaut
Label :
good!movies
Verkaufsstart : 24.06.2011
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