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DVD-Besprechung - Der Fremde und der Samurai
Story:
Ein namenloser Mann (Tony Anthony) trifft in Klondike des Jahres 1884 auf einen Japaner, der von 3 Banditen überfallen wird. Nachdem der Fremde den Japaner rettet, erhält er eine Schriftrolle, für die er, wenn er sie bei einem gewissen Moturi in Osaka, Japan abgibt, 20.000 Dollar erhält. Der Cowboy macht sich auf den Weg in das fremde Land, dessen Sprache der Revolverheld nicht spricht.
Meinung zum Film:
Hauptdarsteller, Produzent und Drehbuchautor von „Der Fremde und der Samurai“, Tony Anthony ist Italowesternfans spätestens seit dem grandiosen „Blindman“ mit Beatle Ringo Starr ein Begriff. Doch der 1971 entstandene Knaller war nicht Anthonys erster Ausflug ins Italogenre. Seine Figur, dem „Stranger“ begegnete der Zuschauer erstmals im 1966 entstandenen „Ein Dollar zwischen den Zähnen“, ein kleiner, aber feiner Klon von „Eine handvoll Dollar“. Ein Jahr später folgte dann „Western Jack“ und 1968 wiederum der vorliegende „Samurai“, der auch unter dem Titel „Schrecken des Kung Fu“ bekannt ist.
Inszeniert wurden alle 3 Teile von Luigi Vanzi, der ansonsten nicht weiter erwähnenswert im Filmbusiness in Erscheinung trat. Kreativer Kopf ist aber ohnehin Tony Anthony selbst. Seine Figur, die nach einer kurzen Einführung in Klondike schon in Japan ist, weiß zunächst aus Sprach-Gründen nicht, warum er dauernd von den Japanern angefeindet wird. Seine wenigen Erkenntnisse teilt er per Erzählerstimme dem Publikum mit. Und obwohl die meiste Zeit nur japanische Dörfer, entsprechende Einwohner und Samurai-Krieger zu sehen sind, herrscht durchaus durchgehend ein schönes Italowestern-Flair, das vor allem durch den Soundtrack und durch die Figur des Strangers selbst erzeugt wird. Für Freunde des Samurai-Films bietet der Film hingegen nur wenig bis selten Schauwerte, den Filmhelden zum Beispiel mit Schwertern angreifende Krieger werden nämlich meist kurzerhand von ihm mit dem Colt erledigt. Immerhin werden die Schwerter zum Finale dann doch kurz gezückt.
Nach anfänglichen Verständnisschwierigkeiten trifft der Stranger dann doch auf den einen oder anderen, der seine Sprache spricht und so kommt allmählich Licht ins Dunkel. Als er bei Moturi schließlich die Papierrolle abgibt, kommt die Handlung dann in Fahrt und der Held gerät zwischen die Fronten zweier verfeindeter Parteien, was er sich finanziell zunutze machen will. Natürlich ist dies alles schon mal da gewesen, dennoch schafft es Anthony allein schon durch das Setting, für willkommene Abwechslung zu sorgen. Wobei der zwischendurch eingestreute Humor sein weiteres dafür tut, dass die knapp 90 Minuten Laufzeit recht kurzweilig vorübergehen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild bewegt sich leider auf dem unteren Bereich der Qualitäts-Skala. Gleich zu Beginn fallen stark störende, altersbedingte Verschmutzungen auf, was sich im Laufe des Films einigermaßen bessert. Schärfe und Kontrast bleiben hingegen während des gesamten Films gleich schlecht. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 klingt ebenfalls dumpf und zuweilen breiig, so dass die Dialogverständlichkeit nicht immer gewährleistet ist.
Extras sind außer dem englischen Trailer und einer Bildergalerie mit Aushangmaterial keine vorhanden.
Fazit:
„Der Fremde und der Samurai“ ist ein Western, der in Japan spielt und auch ansonsten durchaus originell inszeniert ist. Action und Humor kommen nicht zu kurz und so kann der geneigte Italo-Westernfan gern mal einen Blick auf diesen Beitrag werfen. Freunde des Martial-Arts-Films kommen jedoch nur bedingt auf ihre Kosten. Die DVD-Qualität ist leider schlecht.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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85:53 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- englischer Trailer
- Bildergalerie
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Der Schrecken von Kung Fu
Lo straniero di silenzio
Ein Italowesternheld im fernen Osten
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Italien, 1968 Regie: Luigi Vanzi Drehbuch: Vincenzo Cerami, Giancarlo Ferrando, Tony Anthony Darsteller: Tony Anthony, Lloyd Battista, Kin Omae, Rita Maura, Kanji Ohara
Label :
Voulez Vous Film
Verkaufsstart : 10.12.2010
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