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Blu-ray-Besprechung - Goat Story
Story:
Jakob ist ein mittelloser Handwerker der ein wenig Glück hat und eine Anstellung als Zimmermann findet. Auf einer Großbaustelle in Prag verdient er sich das Geld um sich und seinen Kumpel Ziege, ein Ziegenbock, zu ernähren. Eines Tages lernt er die dralle Katy kennen und verliebt sich prompt in die blonde Schönheit. Ziege ist allerdings wenig begeistert und reagiert sehr eifersüchtig. Eines Tages gerät Katy aber in eine Verwicklung aus Tod und Hochverrat und ihr droht die Todesstrafe. Jakob und Ziege versuchen den wahren Schuldigen zu entlarven, doch dieser hat seine Seele dem Teufel verkauft. Gut und Böse stehen einander gegenüber.
Meinung zum Film:
Mit „Goat Story“ kommt ein tschechischer Animationsfilm heraus, der seine liebe Mühe damit hat, sich für ein Publikum zu entscheiden. Einerseits ist die Geschichte mit ihren simplen Figuren durchaus kindgerecht, zum anderen ist die Darstellung des Mittelalters recht unverblümt ausgefallen und somit eher etwas für den großen Zuschauer. Da ist z.B. zu Filmbeginn die Szene in der Kirche, in der ein extrem feister Priester mit Säufernase wider dem Schlemmen spricht und Mäßigung anmahnt und gleichzeitig wird in der Kirche gefressen, gesoffen und neben die Kirchenbänke uriniert. Da sollte schon jemand vor dem Fernseher sitzen, der den Kindern erklärt, was da gezeigt wird.
Auch wenn die üppig animierte Katy aus ihrem Dekollete Schmiedenägel herausschüttelt, dann kann eher der erwachsene Zuschauer Jakobs verklärten Blick verstehen. „Jakob“ ist da dann auch das passende Stichwort, denn die Redaktion des Textcovers hat wohl den Film nicht gesehen. Im tschechischen Original heißt der Hauptdarsteller „Jemmy“. Bei der Synchronisation wurde aus „Jemmy“ aber „Jakob“, was aber im Covertext vollkommen untergegangen ist und dort weiter von „Jemmy“ die Rede ist. Hinzu kommt, dass es hier noch eine knallharte Faust-Nebenhandlung gibt, die im Text verschwiegen wird.
Jakob und sein Kumpel der Ziegenbock sind in ihrer Optik sehr einfallslos ausgefallen und sie haben keine Optik, die sie zu Identifikationsfiguren machen könnte. Niemand wird in einem Jahr von Jakob und seinem Ziegenbock sprechen, sehr wohl aber über den grünen Oger mit seinem sprechenden Esel. Der Humor ist derb und durchschnittlich unterhaltsam. Die Animationen sind schwach und erinnern an Computerspielanimationen aus den 90er Jahren. Eine internationale Qualität ist hier nicht zu sehen. Das könnte der Zuschauer verschmerzen, wenn der Film an sich ein humoristischer Knaller wäre.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild präsentiert sich in einem hoch auflösenden Niveau, jedoch offenbaren sich an dieser Stelle dann auch die Schwächen der Animation. Sie wirkt sehr grob und wenig detailreich. Die Farben sind kräftig und typisch für computergenerierte Filmunterhaltung. Der Ton ist ausgewogen und Dialoge wie auch Nebengeräusche wirken harmonisch nebeneinander. Der Surroundsound wird akzeptabel umgesetzt.
Das einzige Extra ist ein Making Of auf tschechisch und daher den meisten kein wirkliches Extra.
Fazit:
„Goat Story“ ist ein nicht sonderlich gelungener Animationsfilm, dessen Hauptcharaktere keine Ausstrahlung haben. Die Story ist schwach und Spannung gibt es vornehmlich, wenn der Teufel auftaucht. Bild und Ton sind in Ordnung, doch das Extra ist ein Reinfall.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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81:53 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Tschechisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Goat Story
Kozi pribeh
Mauer Animationsfilm ohne Elan
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Tschechien, 2008 Regie: Jan Tomanek Drehbuch: David Slama, Jan Tomanek Darsteller: -
Label :
WGF Verkaufsstart : 20.01.2011
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