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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Claang - Tod den Gladiatoren

Story:
 In einer stürmischen Nacht im Jahre 1066 trifft William, Duke of Normandy (Maurizio Corigliano), einen mysteriösen Mann namens Vidr (Maurizio Bazzano), der ihm vorschlägt mit ihm eine Partie Claang zu spielen. Während des Spiels erzählt dieser William die Geschichte des Kriegers Tyr (Francesco Chinchella), der einst aus dem Reich der Toten wiederkehrte um gegen den mächtigen Tyrannen Sahr (Paolo Tonti) in die Schlacht zu ziehen. Und das Spiel Claang orientiert sich an diesem Kampf. Ist es reiner Zufall, dass William ausgerechnet am Vorabend einer großen Schlacht auf diesen Mann trifft um genau dieses Spiel zu spielen? Und kann William die Taktik des Spiels nutzen um die Ereignisse zu seinen Gunsten zu wenden?

Meinung zum Film:
„Claang“ ist ein Independentfilm aus den Federn des Newcomers Maurizo Bazzano und und Regisseur Stefano Milla („The Brutal Fellow of Victim“). Auch wenn es vorkommen kann, dass Erstlingswerke sich zu wahren Perlen der Filmgeschichte entwickeln, ist das bei diesem Film mehr als fraglich. Dabei ist Idee der Story an sich ist gar nicht mal schlecht: die historisch verbürgte Figur des Duke of Normandy, der später König von England wird, trifft in der Nacht vor seiner entscheidenden Eroberungsschlacht auf einen Fremden, der ihm bei Lagerfeuer und Unterhaltungsspiel eine Geschichte über ein anderes, längst vergangenes glorreiches Gefecht erzählt, aus dessen Ende der Duke eine Lehre für seine Zukunft ziehen soll. Leider reicht eine gute Idee nicht aus um eine einigermaßen gute Produktion zu erschaffen und hier hapert es entschieden an der Umsetzung des Ganzen. Die gesamte Schauspielercrew wirkt nicht nur teilweise wie eine Gruppe Laiendarsteller auf einer Theaterbühne, für viele ist es tatsächlich das erste Mal, dass sie vor einer Kamera standen. Allen voran Francesco Chinchella, der bis dahin nur als Stunt-Darsteller in dem Film „Wintersommerwende“ in Erscheinung getreten ist. Aber auch die anderen Akteuere bekleckern sich nicht gerade mit Ruhm, was ihre schauspielerischen Künste anbelangt. Dies trifft besonders auf Maurizio Corigliano zu, der in seiner Rolle als Duke of Normandy wie ein billiges Abziehbild wirkt. Aber auch auf Paolo Tonti, dessen Figur des Tyrannen Sahr eher zum Lachen als zum Fürchten animiert, ist alles anderes als eine überzeugende Darstellung gelungen. Hilfreich waren für alle vermutlich auch nicht die hölzernen Dialoge des Drehbuchs, wie man sie sich eher bei einem improvisierten Rollenspiel vorstellen kann, als bei einem ausgefeilten Drehbuch.  

Ein weiteres Manko sind die stümperhaften Kampfszenen, in denen der Lärm von mehreren hundert Menschen tobt, während in Wahrheit nur drei Protagonisten auf dem Bildschirm versuchen die Schwerter zu schwingen. Auch ist es fraglich, ob William of Normandy mit acht Soldaten auszog, um England zu erobern, wie es der Film den Zuschauern anfangs glauben machen will. Dass es heutzutage möglich ist, mit Hilfe von CGI-Effekten oder durch gezielte, trickreiche Kameraführung die Truppenstärke auf dem Bildschirm für den Zuschauer zu vergrößern, wussten die Macher von „Claang“ anscheinend nicht oder sie waren hierzu nicht fähig. Letztlich wirken diese Szenen unglaubwürdig, zum Teil sogar lächerlich.  

Der Ton klingt auch in der Synchronisation stellenweise dumpf und die Lippen bewegen sich nicht synchron zu den Dialogen, was manchmal zu leichten Irritationen führt. Die Lichtkompositionen scheinen auch keinem klarem Muster zu folgen. In manchen Einstellungen ist das Bild überirdisch hell erleuchtet, während es, vor allem bei Nachtaufnahmen schwer fällt, überhaupt etwas zu erkennen. Auch bei dem Ausleuchten von Protagonisten fehlt manchmal das nötige Händchen, um Effekte, wie z.B. die Glorifizierung Tyrs durch eine Ausleuchtung von oben, richtig umzusetzen. Genauso amateurhaft wirkt die Kameraführung. Es mag zwar sein, dass durch Aufnahmen mit einer Handkamera der „In-Motion-Effekt“ erhöht werden kann mit dem Ziel, dem Zuschauer dadurch eine persönlichere Perspektive zu verschaffen, aber bei „Claang“ wirkt jede Einstellung wie mit einer Handykamera gefilmt, was der Qualität des Bildes nicht gerade förderlich ist. Alles in allem hat Regisseur Stefano Milla bewiesen, dass sein Film noch nicht mal die Qualifikation für das Genre „Trash“ verdient, denn bekannter Weise herrscht dort zumindest ein gewisser Grad an Professionalität und Ironie, was diesem Film total abgeht. Filme machen will eben gelernt sein und die Crew von „Claang hat diesbezüglich noch einen langen Weg vor sich.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild bewegt sich leider im unteren Bereich der Qualitätsskala. Es ist sehr körnig und an den Rändern unscharf. Der Kontrast ist dagegen fast immer zu tief, so dass bei Nachtaufnahmen kaum Details oder Konturen auszumachen sind. Der Ton ist in Dolby Digital 5.1 nicht immer leicht zu verstehen, da die Hintergrundgeräusche teilweise die Dialoge übertönen.

Extras sind nicht vorhanden.

Fazit:
„Claang“ enttäuscht in allen Kategorien der Filmemacherei. Wenn Cast und Crew bei diesem Film wirklich ihr Bestes gegeben haben sollten, dann müsste man ihnen eigentlich verbieten, jemals wieder einen Film zu drehen. Man sollte lieber die Finger davon lassen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
99:51 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Italienisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • -
Claang - Tod den Gladiatoren - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Claang - Tod den Gladiatoren
Claang the Game

Bild unseres Mitarbeiters Yatiker Yildiz
Viel Lärm um Nichts


Autor der Besprechung:
Yatiker Yildiz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Italien, 2009
Regie:
Stefano Milla
Drehbuch:
Stefano Milla, Maurizio Bazzano
Darsteller:
Lorenzo Tonetto, Paolo Tonti, Francesco Chinchella, Maurizio Corigliano

Label Deutschland :
WGF
Verkaufsstart Deutschland :
20.01.2011