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DVD-Besprechung - WWE - Hell in a Cell 2010
Story:
Die WWE-PPV "Hell in a Cell" folgt dem Konzept, die Kämpfe innerhalb einer Stahlkäfigkonstruktion, dem "Spielplatz des Teufels", ablaufen zu lassen. Am 3. Oktober 2010 waren die Wrestlings-Superstars im American Airlines Center in Dallas, Texas zu Gast und versetzten knapp 17500 Zuschauer in Ekstase, standen doch viele wichtige Matches auf dem Programm. So bot die Setcard das Hell-in-a-Cell-Match um den World Heavyweight Championship-Titel zwischen dem Undertaker und Kane eine Fehde, die auf eine längere Vorgeschichte zurückblickt. Die Ansetzungen Edge gegen Jack Swagger, Wade Barrett gegen John Cena oder den Fight zwischen Randy Orton und Sheamus waren dramaturgisch ebenfalls als PPV-Highlights konzipiert und lassen eine Auswahl von derzeit ranghöchsten Wrestler gegeneinander in den Ring steigen.
Meinung zum Film:
Das Konzept der "Hell in a Cell"-PPV ist einfach. Vor den Matches senkt sich eine bedrohlich aussehende Stahlkäfigkonstruktion nieder, in deren Innenbereich die Kämpfe stattfinden. Dramaturgische Abwechslung zu den gängigen Standardmatches ist so garantiert. Weiterhin gibt es besondere Regelvariationen, so dass auch bei dieser Großveranstaltung akribisch auf Dynamik gesetzt wird. Eine Taktik, die natürlich in Anbetracht des Quotenkampfes (Stichwort Pay-TV) nachhaltig ausgeklügelt sein will. Obwohl mit den Hauptkämpfen reizvolle Ansetzungen gefunden wurden, die wie üblich durch diverse Plänkeleien im Vorfeld perfekt vorbereitet wurden, lässt sich derzeit eine gewisse Einseitigkeit feststellen. Deutlich wird das an dem x-ten Aufeinandertreffen des Undertakers und Kane. Jedoch sind auch die Storylines bzw. Fehdengeschichten zwischen Orton und Sheamus oder der gesamte Nexus-Komplex mehrmals durchgekaut worden. Die Akteuere entspringen meist einem engen Personenkreis, was natürlich an der Matchqualität nichts ändert aber dennoch für die aktuelle Phase auffällig ist.
Sieht man über diesen Sachverhalt hinweg, kann "Hell in a Cell 2010" als ordentliche PPV angesehen werden, die zwar noch Luft nach oben hat, aber im Großen und Ganzen stimmige WWE-Unterhaltung bietet. Ein technisch starkes Match wie die Auseinandersetzung zwischen Daniel Bryan, John Morrison und The Miz als U.S. Championship Triple Threat Submissions Count Anywhere Match, bei dem viele sehenswerte Manöver und die stimmige Dramaturgie für den gewünschten Unterhaltungswert sorgten, ist ein guter Beginn für die Show. Ebenfalls positiv fiel der WWE-Championtitelkampf zwischen Randy Orton und Sheamus auf, bei dem zwei Top-Charaktere, deren Rollen als Pro- und Antagonist nicht besser verteilt sein könnten, ein ansehliches Match boten. Mittelprächtig in Führung und Dramaturgie fällt der Fight von Jack Swagger gegen Edge aus, deren Plot nicht die Kraft besitzt, die andere Konstruktionen in der Vergangenheit mitgebracht haben.
WWE-Dauerbrenner John Cena tritt Wade Barett in einer für die WWE typischen, aber dennoch Interesse weckenden Konfrontation gegen Wade Barrett an: Dazu rücken erneut die Nexus-Geschehnisse der letzten Monate in den Mittelpunkt. Der Kniff hier: Verliert Cena, muss er sich der Gruppierung anschließen, siegt er, ist diese Geschichte. Ein vor Aufrichtigkeit strahlender Charakter wie Cena ist natürlich als Nexus-Angehöriger undenkbar - so gewinnt gerade diese Ansetzung einiges an Bedeutung und stößt vor allem - erneut klug konzipiert - die Tür für eine weitere Zukunft der Storyline auf. Auch hier beweisen die Scriptwriter der WWE ihr zweifellos vorhandenes Können, Plots auszureizen. Das muss nicht jedem gefallen, zeugt jedoch vom Funktionieren des Systems. Der WWE Unified Divas Championtitel, also die Trophäe der Damen, liegt nun bereits einige Zeit bei Michelle McCool, die gegen die talentierte Natalya antreten musste. Leider fast schon traditionell kommt beim Damenwrestling immer wieder der Eindruck auf, dass noch lange nicht das volle Potential, welches die Damen ohne Zweifel bieten könnten, aus den Paarungen herausgeholt wird. Zu guter Letzt führt man in dem als World Heavyweight Championtitel Hell in a Cell Match konzipierten Kampf zwischen dem Undertaker und Kane deren Storyline fort, was angesichts häufiger kürzlicher Aufeinandertreffen Zweifel am Unterhaltungswert aufruft. Auch ein Kniff, eine länger abwesende Figur, die mit beiden Charakteren in Verbindung steht, wieder einzubauen, kann zwar den Rahmen nicht zwingend verändern, fügt jedoch eine weitere Variation hinzu. Auch dieses Konstrukt ist noch nicht am Ende. Der Kampf an sich ist ein sicheres Brett, sind doch beide mit einer Vielzahl beeindruckender Manöver ausgestattet, die ihre Wirkung erneut nicht verfehlen.
Digitale Aufarbeitung:
Die "Hell in a Cell"-DVD ist in Ausstattungsaspekten mit früheren WWE-Silberlingen vergleichbar. Sowohl in den Bildwerten, als auch bei den Tonoptionen bleibt das Gebotene seinen Vorgängern ähnlich. Stimmig aufeinander ausgerichtete Schärfe-, Kontrast- und Helligkeitswerte stehen den bekannten Bewegungsunschärfen gegenüber. Im Tonmenü sind neben dem englischen Original die Sprachversionen Deutsch und Französisch auszuwählen, alle im gewohnten Stereoformat. Untertitel sind auf Englisch, Niederländisch, Griechisch, Finnisch, Dänisch, Schwedisch und Norwegisch verfügbar.
Als einziges Extra bietet der Silberling zwei Clips. Feature 1 behandelt die Fehde zwischen Randy Orton und Sheamus, Feature 2 zeigt ein Interview mit John Cena bezüglich seines Matches bei der vorliegenden PPV. Beide Clips sind entbehrlich, weshalb die Extra-Sektion als nicht zufriedenstellend bezeichnet werden muss.
Fazit:
"Hell in a Cell 2010" ist eine gelungene, wenn auch nicht übermäßig innovativ konzipierte PPV, die im Positiven wie Negativen den gewöhnlichen WWE-Schemata folgt. Die Main Events sind meistens unterhaltsam gelungen, wobei die Plots mal mehr mal weniger überzeugend ausgearbeitet sind - das Gimmick des Käfigs wurde gut eingebunden. Technisch ist die DVD ok und entspricht der Qualität früherer Produkte, die Extras sind leider nicht der Rede wert.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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162:46 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 | Französisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Dänisch, Englisch, Finnisch, Griechisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch |
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Bonusmaterial:
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- Clip zur Fehde zwischen Randy Orton und Sheamus
- Interview mit John Cena nach dessen Match bei "Hell in a Cell 2010"
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WWE Hell in a Cell 2010
WWE Hell in a Cell 2010
Wrestling hinter Gittern - Konzept aufgegangen!
Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: - Drehbuch: - Darsteller: Daniel Bryan, John Morrison, The Miz, Randy Orton, Sheamus, John Cena, Wade Barrett, Edge, Jack Swagger, Kane, The Undertaker, Michelle McCool, Natalya
Label :
SilverVision
Verkaufsstart : 28.01.2011
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