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Kino-Besprechung - Black Swan
Story:
Die junge Balletttänzerin Nina (Natalie Portman) bekommt die Chance auf die Hauptrolle der Schwanenkönigin in einer neuen Aufführung von Schwanensee. Intendant Thomas (Vincent Cassell) hat volles Vertrauen in ihre Fähigkeit, die helle Seite der Königin dieser Doppelrolle zu bewältigen. Doch schafft sie es auch, die dunkle Verführerin glaubhaft darzustellen? Um sie zu testen, setzt Thomas Nina immer stärker unter Druck. Als mit Lily (Mila Kunis) auch noch eine Konkurrentin auftaucht, der die Verführerin im Blut zu liegen scheint, droht Nina mental zu zerbrechen.
Meinung zum Film:
„Black Swan“ ist ein verstörendes Psychodrama von Darren Aronofsky („The Wrestler“). Da der Film sich um eine Aufführung von Schwanensee dreht, wird die Musik von Tschaikowski sehr effektiv eingesetzt. Aber nicht nur in den Tanzszenen, denn Komponist Clint Mansell („Requiem for a dream“), mit dem Aronofsky schon seit vielen Jahren zusammenarbeitet, hat auch die musikalische Untermalung in den surrealen Momenten darauf aufgebaut. Allerdings indem er Tschaikowskis Musik rückwärts und teilweise verzerrt einsetzt. Dies erhöht noch den verstörenden Effekt dieser Szenen. Selbst bei den Plakaten wurden besondere Wege gegangen. Denn die Entwürfe basieren auf einer Mischung von Plakaten für Ballettaufführungen in den 20er-Jahren mit berühmten polnischen und tschechischen Filmpostern der 60-iger und 70-iger.
Klar im Mittelpunkt dieses Films steht die Tänzerin Nina, die von Natalie Portman („V wie Vendetta“) mit unglaublicher Intensität verkörpert wird. Über acht Monate lang hat sie täglich viele Stunden für diesen Film trainiert, um den Ballettszenen gewachsen zu sein. Nur in einigen besonders schwierigen Passagen wurde sie gedoubelt. Mehr als 5 Kilogramm hat sie, die ja schon vorher kein Schwergewicht war, abgenommen. Doch dieser Einsatz hat sich gelohnt. Sie spielt vielleicht die Rolle ihres Lebens. Nicht umsonst erwarten viele Experten, dass sie zumindest für einen Oscar nominiert wird.
Vergessen darf man aber auch nicht die hervorragend besetzten weiteren Rollen. Vincent Cassell („Der Pakt der Wölfe“) ist wunderbar ambivalent als Ninas Mentor, mal unterstützend, dann wieder quält er sie. Und dem verführerisch dunklen Charme einer Mila Kunis („Max Payne“), die Ninas Konkurrentin Lily darstellt, könnte sich wohl niemand entziehen. Winona Ryder („Bram Stokers Dracula“) hat als die von Thomas abgeschobene Diva nur kurze, aber sehr bewegende Szenen. Und besonders bemerkenswert ist auch Barbara Hershey („Entity – Es gibt kein Entrinnen“) als Ninas Mutter. Obwohl ihr Charakter im Laufe des Filmes immer monströsere Züge annimmt, bekommt der Zuschauer doch gleichzeitig auch immer mehr Mitleid mit ihr.
Fazit:
„Black Swan“ ist ein sehr spannendes Psychodrama mit leicht surrealen Momenten. Besonders Natalie Portman besticht in der Hauptrolle mit einer äußerst intensiven Darbietung. Aber auch der Rest des Casts ist hervorragend und trägt viel zu einem außergewöhnlichen Film bei.
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Black Swan
Black Swan
Ein Psychodrama um eine aufstrebende Balletttänzerin
Autor der Besprechung:
Martin Asbach
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: Darren Aronofsky Drehbuch: Mark Heyman, Andres Heinz Darsteller: Natalie Portman, Vincent Cassell, Winona Ryder, Mila Kunis, Barbara Hershey, Benjamin Millepied, Ksenia Solo, Kristina Anapau
Verleiher:
20th Century Fox
Kinostart : 20.01.2011
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