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DVD-Besprechung - Das musikalische Gehirn
Story:
Um herauszufinden, wie das menschliche Gehirn funktioniert, erforscht der kanadische Neurowissenschaftler Daniel Levitin seit Jahren die Wirkung von Musik auf den Menschen. Für sein jüngstes Experiment hat sich der Kanadier einen prominenten Untersuchungsgegenstand ausgesucht: Musiklegende Sting.
Meinung zum Film:
Christina Pochmurskys Dokumentarfilm, der für den kanadischen Fernsehsender CTV entstanden ist, geht von einer interessanten Fragestellung aus: Ist es möglich, mit Hilfe von Musik das menschliche Gehirn besser zu verstehen und umgekehrt, mit Hilfe des Gehirns die mystische Wirkung von Musik zu entschlüsseln? Auf der Suche nach einer Antwort folgt der Film zwei nicht minder interessanten Protagonisten. Auf der einen Seite steht der britische Musiker Gordon Sumner alias Sting, der aufschlussreiche Einblicke in seinen Zugang zur Musik gewährt, auf der anderen Seite der kanadische Wissenschaftler Daniel Levitin, der seine Liebe für Musik mit seinem Probanden teilt. Levitin war bereits ein erfolgreicher Saxophonist und Musikproduzent, bevor er sich mit Mitte dreißig entschloss, Psychologie zu studieren, um dem Einfluss von Musik auf das menschliche Gehirn nachzugehen.
Mittlerweile ist der Kanadier Professor für Psychologie an der McGill Universität in Montreal, an der die Reise ins Gehirn eines Rockstars beginnt. Das Experiment mit dem ehemaligen „The Police“-Frontmann ist in drei Phasen unterteilt. In der ersten Phase soll sich Sting eine Melodie vorstellen. In der zweiten Phase werden ihm verschiedene Musikstücke vorgespielt. In der dritten soll er schließlich in Gedanken einen neuen Song komponieren. Stings Gehirn wird dabei in einem Computertomografen gescannt. Nach der Auswertung der Ergebnisse präsentiert Levitin dem Zuschauer die verblüffenden Ergebnisse.
Da dies alles allerdings kaum mehr als eine Viertelstunde Material lieferte, kommen in „Das musikalische Gehirn“ noch andere Musikgrößen und Neurowissenschaftler zu Wort. Neben Sting, der Pochmurskys Doku als Aufhänger und roter Faden dient, äußern sich die kanadische Pop-Sängerin Leslie Feist, der Schmusebarde Michael Bublé und das ehemalige „The Fugees“-Mitglied Wyclef Jean. Von der wissenschaftlichen Warte aus werden emotionale, kognitive und soziale Komponenten der Musik von Kleinkindern über große Gruppen bis hin zu Alzheimer-Erkrankten unter die Lupe genommen. Wie simpel das Mysterium Musik funktioniert, erfährt der Zuschauer am eigenen Leib, wenn er sich hie und da dabei ertappt, wie er nur kurz angerissene Melodien im eigenen Kopf ganz selbstverständlich zu Ende bringt.
Digitale Aufarbeitung:
Der Ton, der sowohl in der deutschen Sprachfassung als auch im englischen Original in Dolby Digital 2.0 vorliegt, ist durchweg klar verständlich. Das Bild ist von guter Qualität. An Schärfe, Helligkeit, Kontrast und Farbwerten gibt es nichts auszusetzen. Bei Kamerabewegungen sind jedoch deutliche Kompressionsspuren zu sehen.
Extras gibt es keine.
Fazit:
„Das musikalische Gehirn“ schafft es, ein wissenschaftlich hochkomplexes Thema unterhaltsam und verständlich an den Fernsehzuschauer zu bringen, der sich hie und da beim Mitsingen und -swingen ertappt.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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50:07 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Das musikalische Gehirn
The Musical Brain
Musik mal anders
Autor der Besprechung:
Falk Straub
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 2009 Regie: Christina Pochmursky Drehbuch: Christina Pochmursky Darsteller: Sting, Michael Bublé, Leslie Feist, Wyclef Jean, Daniel Levitin, Petr Janata, Lola Cuddy, Laurel Trainor, Mike McCready
Label :
Polyband
Verkaufsstart : 28.01.2011
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