 |
DVD-Besprechung - WWE - The John Cena Experience
Story:
John Felix Anthony Cena wurde am 23.04.1977 in West Newbury, Massachusetts geboren. Im Januar 2000 begann er unter dem Namen „The Prototype“ bei UPW seine Wrestling-Karriere. Im Juni 2002 hatte er in SmackDown! seinen ersten Auftritt als John Cena im WWE-Franchise, als er gegen Kurt Angle in den Ring trat. Heute zählt Cena zu den größten Superstars, die bei der WWE unter Vertrag stehen. Er ist gleichzeitig aber auch einer derjenigen, die sehr kontrovers von den Fans betrachtet werden.
Meinung zum Film:
In „The John Cena Experience” wird neben der gewohnten Ansammlung an Kämpfen des WWE Superstars auf den letzten beiden DVDs auf der ersten DVD eine Dokumentation über die Erlebnisse Cenas geboten. Dafür wurde er über ein Jahr von einem Kamerateam begleitet und es entstanden zahlreiche Aufnahmen, in denen der Superstar außerhalb des Rings zu sehen ist. Gleich die erste präsentiert das „Good Guy“-Image, das John Cena während seiner Karriere bislang aufzubauen pflegte. Zusammen mit Diven und anderen WWE-Superstars wie Ray Mysterio besuchte er im Irak verletzte US-Soldaten und bedankte sich persönlich für ihren Einsatz für das Heimatland. Cena steht sicherlich wie kein anderer Superstar für die Verbindung zwischen der WWE und den amerikanischen Truppen und nutzt jede Gelegenheit, um seinen Dank für sie auszusprechen. Ein weiteres Thema der Dokumentation sind auch die Ausflüge ins Filmgeschäft. Es gibt Berichte über die Dreharbeiten zu „The Marine“ und „Legendary“ zu sehen und auch ein Gastauftritt in der TV-Serie „Psych“ wird näher beleuchtet. Zu allen Auftritten gibt es Bilder und Worte der schauspielenden Kollegen zu sehen und zu hören, die natürlich ebenfalls nur Gutes über den Stargast zu erzählen haben.
Eines wird aber trotz aller Strategie- und Marketingfloskeln in der Dokumentation offensichtlich. Egal wie man letzten Endes zum Ring-Charakter John Cenas steht, eines kann man ihm nach dem Sehen dieser Bilder nicht abstreiten - Cena ist ein sehr bodenständiger, liebevoller Mensch, der ohne große Starallüren auf die Menschen zu geht. Es gibt nicht wenige, die mit seinem Saubermann-Image nur wenig anfangen können und zudem von seinem Talent und seinen Fähigkeiten im Ring nicht sonderlich überzeugt sind. Während vor allem die jüngeren Fans meist ohnehin schon zu den großen Unterstützern Cenas gehören, werden ältere Fans, die bei seinen Kämpfen nicht gerade in Ekstase verfallen, nach der Dokumentation zumindest zugeben müssen, dass der Mensch John Cena ein pflegeleichter und sympathischer Zeitgenosse zu sein scheint. Sympathisch wird er unter anderem in dem Moment, als er ins Innerste des US-Sportsriesen ESPN eingeladen wurde und sich dort alles ansehen kann. Wie ein Fan streift er durch die Gänge und freut sich darauf, live über College-Football reden zu dürfen. Cena hat früher selbst als All-American Center und Team Captain im American-Football-Team des Springfield College gestanden und ihm kam die Ehre zuteil, beim Fiesta Bowl 2010 den Großmarshall zu geben und die Münze für die Seitenwahl werfen zu dürfen. Natürlich waren die Kameras auch bei diesem Moment dabei und vor allem die große Parade vor dem Fiesta Bowl wurde dank des Ehrengastes ein voller Erfolg.
Die letzten beiden DVDs des Sets sind gefüllt mit Kämpfen von John Cena. Positiv ist hierbei vor allem zu sehen, dass einige sehenswerte Matches aus RAW-Shows zu sehen sind, die man ansonsten nicht auf DVD finden kann. Dazu gehört unter anderem ein gutes Match um den „World Tag Team Championship“-Titel von John Cena und Shawn Michaels gegen Rated RKO, sowie ein Ausscheidungsmatch für ein „Night of Champions“-PPV gegen The Miz. Allerdings vermisst man als Fan einige der ganz großen Matches – so ist zum Beispiel nicht ein einziger seiner Auftritte von WrestleMania bei der ansonsten guten Auswahl dabei. Zu den große Momenten der Auftritte in der Kampfsammlung gehört sicherlich Cenas große Rückkehr beim Royal Rumble 2008, der die Massen in der Halle zu elektrisieren wusste und auch auf DVD noch für großes Wrestling-Entertainment sorgen kann. Leider setzt Clear Vision den Trend fort, der u.a. schon „Wrestling's Highest Flyers“ nicht gerade zu gefallen wusste. Erneut wurde auf das Faltblatt mit einer Auflistung der einzelnen Kämpfe verzichtet. So ist es auch bei „The John Cena Experience“ nicht ganz einfach, sich gezielt einen Kampf anschauen zu wollen. Hoffentlich tritt hier bald ein Umdenken ein, da ansonsten an den DVD-Sammlungen immer ein kleiner Makel hängen bleibt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild bietet den gewohnt guten Standard, der lediglich bei schnelleren Bewegungen Kompressionsartefakte an den Tag bringt. Der Ton liegt wie üblich u.a. in Deutsch und Englisch vor und ist durchweg gut zu verstehen.
Als Extra gibt es bei der ersten Auflage der Box ein John-Cena-Dogtag. Davon abgesehen ist in diesem Bereich nichts weiter zu finden.
Fazit:
„The John Cena Experience“ ist eine sehenswerte Dokumentation über einen sehr kontrovers betrachteten Helden der WWE. Doch egal wie man seine Fähigkeiten im Ring nun auch bewertet, außerhalb präsentiert er sich als durchweg sympathischer und bodenständiger Mensch, dem niemand ernsthaft böse sein kann. Auch wenn man sich nicht unbedingt zu den John-Cena-Fans zählt, sollte man dieser Doku als Wrestling-Fan sein Augenmerk schenken.
Technische Daten:
|
FSK-Freigabe:
|
Bildformat:
|
Laufzeit:
|
|
|
1,78:1
|
435:20 Minuten
|
|
Sprachen / Tonformate:
|
Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 | Französisch Dolby Digital 2.0 |
|
Untertitel:
|
|
Englisch für Hörgeschädigte |
|
Bonusmaterial:
|
- John Cena Dogtag (nur bei der Erstauflage)
|
|  |
The John Cena Experience
The John Cena Experience
Das Portrait eines äußerst sympathischen Wrestling-Helden
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2011 Regie: - Drehbuch: - Darsteller: John Cena, Booker T, Kurt Angle, Shawn Michaels, Edge, Rated RKO, Great Khali, Bobby Lashley, Randy Orton, Triple H, Batista, Jack Swagger, Big Show, The Miz
Label :
ClearVision
Verkaufsstart : 28.01.2011
|