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DVD-Besprechung - Die Rache des Sitting Bull
Story:
Major Bob Parrish (Dale Robertson) reitet für die Kavallerie. Während seine Kameraden kein Verständnis haben für die Indianer, die sich gegen die immer weiter zunehmenden Massen von Goldgräbern wehren, ist er eher auf Seiten der Ureinwohner. Er arrangiert ein Treffen mit Häuptling Sitting Bull (J. Carrol Naish), doch General Custer (Douglas Kennedy) greift die Indianer ungeachtet dessen an. Kann Parrish doch noch vermitteln?
Meinung zum Film:
„Die Rache des Sitting Bull ist deutschen Kinogängern auch unter dem Titel „Das letzte Gefecht“ bekannt. Diese US-Produktion aus dem Jahr 1951 nimmt erstaunlicherweise überwiegend eine Position für die Indianer ein, insbesondere für den legendären Sioux-Häuptling Sitting Bull. Mit bekannten Gesichtern aus der A-Riege kann der Film zwar nicht aufwarten, dennoch hat Regisseur Sidney Salkow („Das Gift des Bösen“, „In Montana ist die Hölle los“), der auch am Drehbuch mitschrieb, einen unterhaltsamen Western zusammengeschustert.
Überraschend offenherzig wird die Landnahme der weißen Siedler von den Indianern thematisiert. Auch schreckt der Film nicht davor zurück zu zeigen, wie harmlose Ureinwohner von der Kavallerie gefangengenommen und eingepfercht werden, um gefügig gemacht zu werden. Frauen und Kinder werden dabei ohne Nahrung gefangen gehalten. Nur Major Parrish zeigt Verständnis für die Belange der Indianer, rennt bei seinen Kameraden und bei seinen Vorgesetzten jedoch gegen eine Wand. Das geht so weit, dass er wegen Befehlsverweigerung inhaftiert, vor ein Kriegsgericht gestellt und fast unehrenhaft entlassen wird. Ganz ohne zeitgenössischen Rassismus kommt „Sitting Bull“ dann aber doch nicht aus: der einzige Schwarze im Film redet Kinderdeutsch und bezeichnet Parrish ehrfürchtig stets als „Massa“.
Insgesamt kann man diesen Film als gelungen betrachten. Zwar ist er mit 100 Minuten einen Tick zu lang geraten und man hätte den Western um die eine oder andere Szene kürzen und so das Endergebnis etwas straffen können, das fällt aber nicht weiter störend ins Gewicht. Interessanterweise schmiegt sich die Nebenstory um Parrishs geliebte Kathy Howell (Mary Murphy, „An einem Tag wie jeder andere“) ebenfalls gut in die Hauptgeschichte ein und lenkt somit nicht vom Geschehen ab. Westernfans können ruhig mal reinschauen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist leider nicht gelungen. Es herrscht eine permanente Unschärfe vor, des Weiteren ist der Kontrast schlecht, so dass man in dunklen Szenen keinen Überblick über das Geschehen mehr hat. Die Farben wirken blass. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 verfügt über eine gute Dialogverständlichkeit.
Extras sucht man auf der DVD vergebens.
Fazit:
„Die Rache des Sitting Bull“ ist ein überwiegend gelungener Western, der überraschenderweise Partei für die Indianer ergreift. Eine zehnminütige Kürzung hätte dem Film nicht geschadet, richtige Langeweile kommt jedoch nie auf. Leider ist die DVD-Qualität alles andere als gelungen, Extras sucht man vergeblich.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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101:19 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Das letzte Gefecht
Sitting Bull
50er-Western mit erstaunlich viel Verständnis für die Indianer
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1954 Regie: Sidney Salkow Drehbuch: Sidney Salkow Darsteller: Dale Robertson, Mary Murphy, J. Carrol Naish, John Litel, Joel Fluellen
Label :
Voulez Vous Film
Verkaufsstart : 21.01.2011
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