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DVD-Besprechung - Rocker & Biker Box #10
Story:
Black Angels – die sich selbst zerfleischen
Chainer (Des Roberts) ist Chef einer Rocker-Gang. Konkurrenz erhält die Truppe durch eine weitere Gang, die „Choppers“, die nur aus Schwarzen besteht. Es gibt zwischen beiden Banden einen stillschweigenden Waffenstillstand, bis ein Choppers-Aspirant Chainer belästigt und durch einen daraus resultierenden Unfall verstirbt. Die Choppers wollen nun Krieg.
The Black Six
Ein schwarzer Student turtelt mit einem weißen Mädchen. Dummerweise ist der Bruder des Mädchens Mitglied einer Rockergang. Als diese die Beiden beim Schäferstündchen überrascht, wird der junge Mann tot geprügelt. Der Bruder des Studenten, Mitglied einer schwarzen Biker-Bande fordert blutige Rache.
Meinung zum Film:
Nachdem die „Rocker & Biker Box Vol. 9“ eher ein Rohrkrepierer war und mit Rockern, wenn überhaupt, nur am Rande zu tun hatte, wird mit der vorliegenden Vol. 10 endlich wieder etwas aufgedreht. Thematisch sind beide vorliegenden Filme ein Mix aus Rockerfilm und Blaxploitation und bieten gute Trash-Unterhaltung für den entsprechenden Fan.
Los geht der Rockerkrieg mit den „Black Angels“. Inszeniert wurde dieser Streifen 1970 von Laurence Merrick, der vor allem für „Dracula und seine lüsternen Vampire“ und der Doku „Manson“ über den gleichnamigen Sektenführer bekannt wurde. Inhaltlich bietet der Film alles, was des Rocker-Herz begehrt: schnelle Maschinen, eine gute Portion Action und etwas nackte Haut. Eingebettet wird das ganze in einen Blaxploitation-Plot, in der sich eine Rocker-Gang, bestehend aus Schwarzen, gegen eine andere Bande behaupten will. Nicht überzeugen kann eigentlich nur Hauptdarsteller Des Roberts, der schauspielerisch überwiegend nur im Umfeld von Filmen des Regisseurs Merrick auftrat. Roberts sieht einfach zu sympathisch aus und verhält sich oft auch so, um als Rockerboss glaubhaft zu sein. Das kann aber nicht weiter stören, denn viele Motorrad-Szenen und ein knackiger Soundtrack lenken geschickt von der Fehlbesetzung ab.
Weiter geht es mit den „Black Six“. Dieser ist ebenfalls rund um einen Blaxpolitation-Plot eingestrickt und bietet ebenso wie der vorige Film eine schmissige Sounduntermalung und eine interessante Story. Die Gut-Böse-Rolle ist im Gegensatz zu den „Black Angels“ klar verteilt und die Helden sind eindeutig die Schwarzen, die zu Beginn bizarrerweise bei einer großmütterlichen Ranchbesitzerin wohnen und sich dort gegen ein wenig Arbeit beim Essen verwöhnen lassen. Man erfährt ein wenig über die Lebenseinstellung der Truppe und dann geht es auch schon unterhaltsam und mit nur wenigen Hängern los, wobei vor kaum einem Rassen-Ressentiment zurückgeschreckt wird. Für Freunde des Trashs und des Blaxploitation ist auch dieser Film eine Empfehlung und so bietet der gesamte Inhalt dieser Box durchaus gute Unterhaltung für den entsprechenden Fan.
Digitale Aufarbeitung:
Die „Black Angels“-DVD verfügt über eine ordentliche Bildqualität. Die Schärfe ist zwar nicht immer überragend, bewegt sich aber im durchschnittlich guten Bereich. Das gleiche gilt für die Farbgebung und den Kontrast. Der überwiegend gute Eindruck wird dann durch die „Black Six“ versaut. Hier kann von Schärfe wieder mal keine Rede sein, der Kontrast sitzt ebenfalls schlecht, so dass man in dunklen Szenen keinen Überblick mehr hat. Der Ton bei beiden Filmen ist gut verständlich, die „Black Six“ liegen ausschließlich in der deutschen Synchronfassung vor.
Die „Black Angels“ bieten als Extras den Kinotrailer, eine Bildergalerie, 3 Mini-Deleted-Scenes und als Hauptpunkt die Langfassung des Films, die 3 Minuten länger läuft als die Normalfassung, die aber kaum zusätzliche Szenen mit echten Mehrwert liefert. Die „Black Six“ haben leider keine Special Features.
Fazit:
Die „Rocker & Biker Box Vol. 10“ macht die Fehler des Vorgängers wieder wett und bietet diesmal 2 echte Rockerfilme, jeweils eingebettet in einen Blaxploitation-Plot. Für Trash-Fans wird hier eine Menge geboten. Die DVD-Qualität ist durchwachsen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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Black Angels – die sich selbst zerfleischen: 81:44 Minuten
The Black Six: 80:31 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Englisch Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Trailer zu "Black Angels"
- Bildergalerie zu "Black Angels"
- Deleted Scenes zu "Black Angels"
- "Black Angels"-Langfassung
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Black Angels – die sich selbst zerfleischen / The Black Six
Black Angels / The Black Six
Gelungener Mix aus Rocker- und Blaxpoitation-Film in doppelter Ausführung
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1970 / 1973 Regie: Laurence Merrick, Matt Cimber Drehbuch: Laurence Merrick, Matt Cimber Darsteller: Des Roberts, John King III, Linda Jackson, James Young-El, Clancy Syrko, Robert Howard, Cindy Daly, Carl Eller, Mikel Angel, Lem Barney
Label :
WGF Verkaufsstart : 30.12.2010
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