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DVD-Besprechung - Forget me not
Story:
Ausgelassen feiern Sandy (Carly Schroeder) und ihre Freunde den College-Abschluss und genießen die gemeinsame Zeit. Als Kinder haben sie sich mit Grusel-Spielchen auf dem nahegelegenen Friedhof die Zeit vertrieben, ein Ritual, was in dieser Nacht wieder aufleben muss. Dort treffen sie auf eine Unbekannte, die mitspielen will. "Kennst Du mich?" fragt sie Sandy, die keinen blassen Schimmer hat, wer vor ihr steht. Mit den Worten "Du wirst!", verschwindet das unbekannte Mädchen spurlos. Nachdem sich alle beruhigt haben, brechen alle zum geplanten gemeinsamen Ferien-Trip auf. Fortan wird jedes Mitglied der Gruppe von dunklen Visionen heimgesucht und bald verschwinden die ersten Personen. Sandy beginnt zu ahnen, was vor sich geht: Eine längst vergessene Geschichte kommt wieder ans Tageslicht - mit bedrohlichen Folgen für Sandy und ihre Freunde.
Meinung zum Film:
"Forget me not" ist der Regie-Erstling des Amerikaners Tyler Oliver, der bereits als Kameramann und Produzent erste Erfahrungen beim Film sammeln konnte. Mit "Forget me not" beweist Oliver sein Talent, denn der Horror-Psychothriller entstand nicht nur unter seiner Regie, er hat auch das Drehbuch geschrieben sowie den Film mitproduziert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn "Fotget me not" kann sich im Genre des Grusel-Horror durchaus mit ähnlichen Produktionen messen und muss den Konkurrenzkampf nicht scheuen. Auch wenn keine bekannten Namen vor und hinter der Kamera zu sehen sind, ist der Film an sich für Genrefans durchaus sehenswert. Unheimlich innovativ ist zwar weder die Story noch die filmische Umsetzung, für unterhaltsame 100 Filmminuten sorgt der solide Streifen dennoch. Mit einem Budget von ca. 1,3 Millionen Dollar haben andere deutlich schlechtere Ergebnisse abgeliefert!
Tyler Oliver investierte einen Großteil dieser Mittel in Aufnahme- und Nachbearbeitungstechnik: So sehen nicht nur die Bilder sehr gut aus, auch die Special Effects haben es in sich. Erfreulich ist, dass sich das Filmteam nicht zu übermäßigen Gore-Einlagen hat hinreißen lassen, sondern vermehrt auf stimmungsvolle und atmosphärische Gruseleinlagen setzt. Nach der rätselhaften Begegnung auf dem Friedhof sucht die einzelnen Jugendlichen eine Erscheinung heim, die nicht gerade glimpflich mit den Figuren umgeht. Dieser "Charakter" ist äußert gelungen in Szene gesetzt worden und vermittelt durch sein Design einen wohligen Schauer. "Forget me not" arbeitet im Visuellen ohne übertriebenen Irrsinn oder unnütze Überspitzungen.
Inhaltlich kommt der Streifen freilich nicht ohne Klischees aus. So sind viele der auftretenden Figuren stereotypisch veranlagt. Ein "Fachpublikum" wird das zu Erwartende Ende schnell erahnen, dennoch funktioniert "Forget me not" innerhalb dieses Rahmens recht ordentlich. Dies liegt am trefflicheren Gespür des Regisseurs, der es versteht, seine überzeugende Inszenierung grundiert und stilistisch sauber durchzuziehen. Auch die Darsteller erledigen ihren Job mit der notwendigen Glaubwürdigkeit. Insgesamt betrachtet kann "Forget me not" im Genre des Gruselhorrors also durchaus bestehen und ist für die Zielgruppe keine schlechte Wahl. Im Rahmen dieser Gattung kann das Gebotene als überdurchschnittlich beschrieben werden, weshalb das Werk für gute Unterhaltung taugt.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität der DVD überzeugt durch eine tolle Bildschärfe. Zudem geben die stimmigen Kontraste und der gute Helligkeitswert dem Film einen passenden Wirkungsrahmen. Von störendem Bildrauschen ist fast nichts zu sehen. Die positiven Beobachtungen gelten auch für den Tonbereich. Die deutsche Synchronisation (im Großen und Ganzen etwas hölzern aber ok) liegt sowohl im Stereo- als auch im Dolby Digital 5.1-Format vor. Dialoge sind jederzeit verständlich, die Audio-Untermalung der Spannungssequenzen dröhnt recht atmosphärisch aus den einzelnen Boxen. Der englische Originalton ist als 5.1-Spur enthalten, dem deutsche Untertitel wahlweise hinzugefügt werden können.
Im (nicht vorhandenen) Extrabereich enttäuscht die DVD gänzlich: Der Silberling bietet keine zusätzlichen Features.
Fazit:
"Forget me not" weiß im Horror-Gruselgenre durchaus zu bestehen. Der Film ist zwar nicht sehr innovativ, weiß aber in seinem Rahmen zu überzeugen. Die gute technische Aufarbeitung sorgt für entsprechendes Feeling beim Zuschauer, das Fehlen jeglicher Extras ist ärgerlich.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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98:57 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Forget me not
Forget me not
Stimmiges Gruselfilm-Szenario
Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 Regie: Tyler Oliver Drehbuch: Tyler Oliver, Jamieson Stern Darsteller: Carly Schroeder, Cody Linley, Brie Gabrielle
Label :
Savoy Film Verkaufsstart : 24.02.2011
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