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Kino-Besprechung - Tron: Legacy
Story:
In den 1980ern macht der visionäre Programmierer und Spieleerfinder Kevin Flynn (Jeff Bridges) den Software-Konzern Emcom zum Marktführer. Doch 1989 verschwindet er plötzlich auf geheimnisvolle Weise. 20 Jahre später ist sein Sohn Sam (Garrett Hedlund) zwar Hauptaktionär des Konzern, doch beschäftigt er sich vor allem mit Extremsportarten. Da erhält er unerwartet eine Nachricht von seinem Vater aus dessen altem Büro, das seit dem Verschwinden stillgelegt ist. Als Sam der Nachricht folgt, entdeckt er ein geheimes Labor seines Vaters und wird dann plötzlich in das virtuelle Raster und damit das Abenteuer seines Lebens hineingerissen.
Meinung zum Film:
„Tron Legacy“ ist eine Fortsetzung des Kultfilms „Tron“ aus dem Jahr 1982. Der damalige Regisseur Steven Lisberger („Slipstream“) ist einer der Produzenten. Bei diesem Film ist es jetzt der vor allem durch optisch aufwändige Werbespots bekannte Joseph Kosinski, der hier seine erste Regie bei einem Spielfilm führt. Und so bringt er seine Erfahrung glänzend ein. „Tron Legacy“ ist ein optisch herausragender Film, bei dem auch die 3-D-Effekte gut rübergebracht werden. Interessant ist die Unterscheidung, dass 3-D nur bei den Teilen in der virtuellen Welt eingesetzt wird, die aber den Großteil des Films ausmachen.
Leider geht diese einseitige Konzentration auf die optischen Werte ein wenig zu Lasten der Charaktere und der Handlung. Hier hat der Film keine großen Überraschungen zu bieten. Auch werden manche Plotelemente nur unzureichend erklärt (z.B. warum Kevin Flynn bisher nichts gegen CLU unternommen hat). Vielleicht macht es sich hier negativ bemerkbar, dass neben einem Regisseur, der hier sein Debüt gibt, auch ein Autorenduo verpflichtet wurde, das über kaum Erfahrung mit Spielfilmen verfügt. Edward Kitsis und Adam Horowitz („Birds of Prey“) waren bisher vor allem für Fernsehserien zuständig, die nun einmal ein anderes Timing haben.
Immerhin geben sich die Darsteller durchaus Mühe, aus ihren Charakteren das Beste herauszuholen. Garrett Hedlund („Troja“) als Sam und Olivia Wilde („Turistas“) als Quorra liefern ordentliche Leistungen ab. Sie werden aber überschattet von Jeff Bridges („Tron“), der seine Rolle aus dem Originalfilm wieder übernommen hat. Sehr bemerkenswert ist auch sein Auftreten als CLU, bei dem sein Gesicht künstlich wieder verjüngt wurde. Neben Bridges hat mit Bruce Boxleitner („Tron“) noch ein zweiter Darsteller aus dem Originalfilm seine alte Rolle wieder übernommen. Ein weiterer guter Schauspieler, Michael Sheen („Underworld“), hat hier als Castor nur eine relativ kleine Rolle.
Fazit:
„Tron Legacy“ ist optisch stark beeindruckendes Popcornkino, während die Handlung und die Charaktere wenig Überraschendes zu bieten haben. Aber eine solche Schwerpunktsetzung ist wohl zu erwarten bei einem Regisseur, der vorher vor allem Werbespots gemacht hat. Eine Kenntnis des Originalfilms ist nicht notwendig, um diesen Film zu verstehen.
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Tron: Legacy
Tron: Legacy
Eine virtuelle Welt erwacht zum Leben
Autor der Besprechung:
Martin Asbach
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: Joseph Kosinski Drehbuch: Edward Kitsis, Adam Horowitz (basierend auf dem Film Tron) Darsteller: Jeff Bridges, Garrett Hedlund, Olivia Wilde, Bruce Boxleitner, James Frain, Beau Garrett, Michael Sheen, Serinda Swan
Verleiher:
Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
Kinostart : 27.01.2011
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