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Blu-ray-Besprechung - Dinner für Spinner
Story:
Tim (Paul Rudd) lebt über seine Verhältnisse und benötigt dringend eine Beförderung, um sich seinen etwas großspurigen Lebensstil weiterhin leisten zu können. Seine Feundin Julie (Stephanie Szostak) ahnt nichts von seinen Problemen und kann es nicht fassen, dass ausgerechnet ihr Freund ein unmoralisches Angebot seines Chefs annimmt. Dieser möchte mit seinen besten Mitarbeitern und Geschäftsfreunden ein Essen veranstalten. Ein ganz besonderes Essen, denn jeder soll einen eigenen Gast zu dem Dinner mitbringen und zwar eine möglichst schräge Persönlichkeit. Es soll ja gelingen, das Dinner für Spinner. Und für Tim hält das Schicksal den Finanzbeamten Barry (Steve Carell) bereit, einen echten Chaoten.
Meinung zum Film:
„Dinner für Spinner“ greift eine sehr bekannte Variante der Komödie auf. Wer kennt sie nicht, die amüsanten Geschichten, in denen ein ganz normaler Mensch durch die Tollpatschigkeit eines anderen fast in den Wahnsinn, Ruin oder beides getrieben wird. John Candy („Valkenvania“) brachte in „Ein Ticket für zwei“ Steve Martin zur Weißglut oder auch ein Pierre Richard („Der große Blonde kehrt zurück“) verdankte seine größten Erfolge seiner Rolle als sympathischer Verlierer, der seine Filmpartner zur Verzweiflung brachte. Nun darf Steve Carell („Get Smart“) diesen Part übernehmen und das Leben von Paul Rudd („Over Her Dead Body“) ruinieren.
Leider sind die Einfälle der Drehbuchautoren David Guion („Fast Track“) und Michael Handelman („Fast Track“) nicht sonderlich lustig ausgefallen. Dass dies ausgerechnet in einem Gebiet passiert, das voll von Möglichkeiten ist, verwundert den etwas irritierten Zuschauer. Fast 2 Stunden sind deutlich zu viel Laufzeit und eine straffere Handlung hätte dem Ganzen gut getan. Stattdessen gibt es zu viele Handlungsstränge, von denen man sich auf den witzigsten hätte konzentrieren können. Hauptfigur Tim hat nämlich panische Angst davor, seine Freundin Julie, gespielt von Stephanie Szostak („Der Teufel trägt Prada“), an den schrägen Aktionskünstler Kieran zu verlieren. Ausgerechnet diese Figur, dargestellt von Jemaine Clement („Men in Black III“), birgt als Nebencharakter echten Unterhaltungswert.
Die nettesten Ideen sind ausgerechnet diejenigen, in denen eine gewissen Melancholie gezeigt wird. Der etwas spleenige Barry bastelt aus ausgestopften Mäusen kleine Szenerien, die er dann liebevoll ausstattet. Mit einem sehr guten Auge für das Detail entwirft er niedliche Landschaften und erst später erschließt sich dem Zuschauer der tiefere Sinn des Gesehenen. Der Humor bleibt überwiegend auf einem sehr durchschnittlichen Niveau und am Filmende dürften die meisten Zuschauer zu dem Schluss kommen, dass es nicht mal zu einem Schenkelklopfer gelangt hat. Schade, denn mit dieser Auswahl an Schauspielern wäre viel mehr möglich gewesen, insbesondere das titelgebende Dinner kommt zu kurz.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der Blu-ray lässt keine Wünsche offen. Die Farben sind sehr harmonisch und wirken zu keinem Zeitpunkt überzogen, auch wenn es so manche Szenen gibt, in denen so etwas leicht passieren könnte. Die Bildschärfe ist sehr gut und von Knitterfalten in den Klamotten bis hin zu einzelnen Haarsträhnen bleibt alles erkennbar. Der sehr ordentliche Kontrast sorgt jederzeit für Durchblick beim Zuschauer. Beim Ton verwundert es ein wenig, dass dieser nicht als deutscher dts HD-Master 5.1 vorliegt, sondern nur in englischer Sprache dieses Format anbietet.
Die Extras beginnen mit „Die größten Spinner der Welt“ (ca. 15 Minuten) in denen der Zuschauer Informationen zur Entstehung des Films bekommt. Der werbende Charakter wird freundlich vermieden. Die nächsten knapp 12 Minuten befassen sich mit den niedlichen Mäusekulissen, mit denen der Film beginnt und die dann zum Ende erneut auftauchen. Nett. Informativ. Schräg. In „Triff die Gewinner“ (rund 4 Minuten) werden die schrägen Teilnehmer am Dinner noch mal etwas genauer vorgestellt. Das Extra „Spinnereien“ (8 Minuten) ist nichts anderes als ein anderer Name für die verpatzten Szenen, gefolgt von rund 9 Minuten mit geschnittenem Filmmaterial. Den Abschluss bildet ein witziges Interview zwischen Paul Rudd und Steve Carell. Alle Extras haben deutsche Untertitel.
Fazit:
„Dinner für Spinner“ ist eine Komödie, die bei weitem nicht das Potential ausnutzen kann, das sich ihr bietet. Der Humor ist weitgehend seicht, vermeidet aber Ausrutscher in einen billigen Brachialhumor. Die Schauspieler sind sehr bemüht, können aber die Schwächen des Drehbuchs nicht ausgleichen. Die technische Umsetzung der Blu-ray ist sehr gut.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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114:03 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englische Audiodeskription für Sehbehinderte Dolby Digital 5.1 |
Französisch Dolby Digital 5.1 | Italienisch Dolby Digital 5.1 | Spanisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Dänisch, Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch |
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Bonusmaterial:
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- Die größten Spinner der Welt
- Die Männer hinter den Mäusemeisterwerken
- Triff die Gewinner
- Spinnereien
- Entfernte Szenen
- Paul und Steve: Die Entscheidung
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Dinner für Spinner
Dinner for Schmucks
Gute Schauspieler mit einem schwachen Drehbuch
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: Jay Roach Drehbuch: David Guion, Michael Handelman Darsteller: Steve Carell, Paul Rudd, Stephanie Szostak, Jemaine Clement, Jeff Dunham, Lucy Punch, Ron Livingston, Zach Galifianakis, Bruce Greenwood
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 07.02.2011
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