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DVD-Besprechung - MacGyver - Staffel 7
Story:
Die siebte und letzte Staffel der beliebten Serie hat noch mal einige Abenteuer für MacGyver (Richard Dean Anderson) zu bieten. So muss er unter anderem einen verrückten Diktator in der Karibik außer Gefecht setzen und dafür sorgen, dass betrügerische Vermieter nicht seine Nachbarschaft terrorisieren. Außerdem gibt es ein letztes Wiedersehen mit Profikiller Murdoc (Michael Des Barres) und Macs Kumpel Jack Dalton (Bruce McGill), der mal wieder auf der Suche nach schnellem Reichtum ist. Ein besonderes Erlebnis hat MacGyver zudem, als er einen fallenden Blumentopf abbekommt und daraufhin ein Traum-Abenteuer am Hofe König Arturs durchstehen muss. Und schließlich wartet im Serienfinale eine ganz besondere Überraschung auf ihn, mit der weder er noch sonst jemand, der ihn kennt, gerechnet hätte.
Meinung zum Film:
MacGyver (Richard Dean Anderson, "Stargate SG-1") ist zurück und bringt noch einmal 14 neue Abenteuer mit, die der Zuschauer in dieser siebten und letzten Staffel zu sehen bekommt. Es ist öffentlich nie vollständig klar geworden, ob die Serie nun abgesetzt oder vom Team freiwillig abgeschlossen wurde, doch selbst als Fan von MacGyver kann man sicherlich sagen, dass das Ende langsam an der Zeit war. Im Laufe der Jahre haben wir viele verschiedene Varianten des Phoenix-Mitarbeiters erleben dürfen: War er in der ersten Staffel noch größtenteils der mehr oder weniger unabhängige Abenteurer und ging typmäßig eher in Richtung Geheimagent, nahm in den folgenden Staffeln seine Tätigkeit bei der Phoenix Foundation for Research and Development einen größeren Stellenwert ein, was auch dazu führte, dass ein größerer Fokus der Serie auf seine Zusammenarbeit und Freundschaft mit seinem Chef Pete Thornton (Dana Elcar) gelegt wurde.
MacGyver war immer ein Kind seiner Zeit und spiegelte in den verschiedenen Staffeln immer aktuelle gesellschaftliche Probleme. So gab es beispielsweise eine Phase, in der besonders viele Folgen Mac als Naturschützer zeigten ("Giftmüllbeseitigung ganz modern" aus der dritten Staffel sei hier erwähnt), während er später vordergründig als Sozialarbeiter auftrat, als der "Challengers Club" - eine soziale Einrichtung für benachteiligte Jugendliche - regelmäßig aufzutauchen begann. Zwar tauchten die jeweils anderen Charakterzüge von Mac auch immer noch in einzelnen Folgen auf, doch es ist jeder Staffel deutlich anzumerken, wo ihre jeweilige Hauptthematik gerade liegt. Bei so unterschiedlichen Interpretationen ein und derselben Figur ist es auch nicht verwunderlich, dass es Fans gibt, die den agentenähnlichen Abenteurer aus der ersten Staffel bevorzugen, während andere mit der ersten Staffel gar nichts anfangen können und nur den typischen Phoenix-Foundation-Mac aus den späteren Folgen als den "echten" Mac ansehen.
Was nun die vorliegende siebte Staffel betrifft, muss man offen sagen, dass sich hier nicht gerade die Highlights der Serie tummeln. Es gibt eine großartige Murdoc-Folge ("Aber die Leiche fehlte"), in der Mac der festen Überzeugung ist, dass sein alter Erzfeind (Michael Des Barres) noch lebt, aber ihm niemand glauben will und er deshalb sogar vom Dienst suspendiert wird. Auch die Doppelfolge "Ritter MacGyver", in der Mac nach einem Unfall davon träumt, Ritter am Hofe König Arturs zu sein und zusammen mit Merlin ein spannendes Abenteuer erlebt, gehört bei Fans der Serie zu den beliebtesten (wenngleich einige sicherlich gerade diese Folge als albern empfinden werden). Zudem erfährt man hier kurz vor Ende der Show tatsächlich noch Macs Vornamen. Doch die meisten Episoden dieser 14-teiligen letzten Staffel werden kaum im Gedächtnis bleiben. Die Auftaktfolge "Agenten in der Karibik", beispielsweise, wirkt eher wie eine Parodie früherer Mac-Abenteuer und als es Mac in "Die Gärten des Todesbarons" mit einem Voodoo-Priester zu tun bekommt, wird die Sache doch ein bisschen sehr albern. Zudem gibt es eine Episode, in der Mac so gut wie gar nicht auftaucht, denn "Die Coltons" sollte eigentlich eine Art Pilotfolge zu einer Spin-Off-Serie mit den Kopfgeldjäger-Brüdern sein, aus der dann aber doch nichts wurde. Die obligatorischen Sozialarbeiter-Folgen sind natürlich ebenfalls wieder mit dabei. So schlichtet Mac in der gleichnamigen Folge einen "Bandenkrieg" und hilft Leuten aus seiner Nachbarschaft in "Kampf den Spekulanten" (im beiligenden Heftchen fälschlich als "Kampf der Spekulanten" betitelt) gegen böse Vermieter. Man muss der Staffel allerdings zugute halten, dass sie letztlich dann doch noch einen runden Abschluss um die Abenteuer unseres Helden bietet, denn die letzte Folge ("Tod in China") wartet mit einer besonderen Überraschung auf und sorgt dafür, dass die Serie glaubhaft und in sich stimmig beendet wird. Die letzte Szene sollte man sich unbedingt auf Englisch anschauen, denn hier bedankt sich Richard Dean Anderson aus dem Off noch mal persönlich bei den Zuschauern für die tollen sieben Jahre. Die Jack-Dalton-Folge "Schweres Wasser", die sich als allerletzte auf der vierten Disc befindet, ist übrigens inhaltlich und von der Produktionsreihenfolge her eigentlich die vorletzte. Wegen einer ungünstigen Sendeplanung wurde sie bei Erstausstrahlung der Serie allerdings erst nach der letzten Episode gezeigt, weshalb sie auch hier nun erst nach dieser zu finden ist.
Digitale Aufarbeitung:
Man mag es kaum glauben, aber "MacGyver" sieht in dieser letzten Staffel auf DVD noch mal schlechter aus als bei früheren Seasons. Das Bild ist extrem unscharf, matschig und hat ausgewaschene, leblose Farben. Außerdem rauscht es stark und hat mit Doppelkonturen einer seltsamen Strukturierung zu kämpfen, die wie ein Gitternetz über dem eigentlich Bild wirkt. Der Ton liegt auf Deutsch in Mono und auf Englisch in Stereo vor und bietet keine Überraschungen. Die Dialoge sind gut verständlich, mehr war hier auch nicht zu erwarten. Erwähnen muss man allerdings, wie schon bei den vorherigen Staffeln, die beschleunigte Geschwindigkeit der deutschen Synchronisation. Aufgrund eines qualitativ minderwertigen Normwandlungsverfahrens bei der Synchronisation Anfang der 1990er kommt es bei den mit einer höheren Bildfrequenz produzierten DVDs dazu, dass sich alles deutlich schneller und höher anhört, als man es aus den TV-Ausstrahlungen kennt. Gelegenheitszuschauer wird das nicht weiter stören, für langjährige Fans macht dieser Micky-Maus-Effekt die deutsche DVD-Veröffentlichung der Serie aber nahezu unerträglich. Wer sich "MacGyver" mal bei Premiere oder einer sonstigen Ausstrahlung auf DVD aufgenommen hat, braucht also ein Upgrade nicht in Betracht zu ziehen.
Bonusmaterial ist nicht vorhanden, die beiden TV-Filme, die nach Ende der Serie entstanden, sind - wie schon bei der amerikanischen Box - ebenfalls nicht enthalten!
Fazit:
Mit der siebten und letzten Staffel von "MacGyver" findet eine großartige Serie ihr mehr oder weniger gelungenes Ende. Zwar hat auch diese letzte Season noch ein paar tolle Folgen zu bieten und das Ende ist für Fans wirklich befriedigend ausgefallen, aber die meisten Episoden der siebten Staffel bleiben eher weniger im Gedächtnis haften. Technisch bekommt man die gleiche schlechte Qualität wie bei den vorherigen Seasons geboten (das Bild ist sogar noch etwas schlechter als bisher), ebenso ist auch wieder der unerträgliche Ton-Speedup vorhanden. Bonusmaterial und die beiden nach Ende der Serie entstandenen TV-Filme darf man nicht suchen, daher bleibt zu hoffen, dass von Paramount noch eine Einzeldisc mit diesen nachgeschoben wird.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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14 Folgen à ca. 47 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch |
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Bonusmaterial:
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MacGyver - Staffel 7
MacGyver: Season 7
Die letzten Abenteuer des Tüftlergenies
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1991 Regie: Michael Vejar u.a. Drehbuch: John Sheppard u.a. Darsteller: Richard Dean Anderson, Dana Elcar, Michael Des Barres, Bruce McGill
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 17.02.2011
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