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DVD-Besprechung - Classic Western Collection Box No. 2
Story:
Saskatschewan Rotrock Thomas O'Rourke (Alan Ladd) und sein indianischer Halbbruder Cajou (Jay Silverheels) von den Crees haben den Winter in den kanadischen Wäldern verbracht. Als es Frühling wird und beide ins heimische Fort zurückkehren, hat sich einiges verändert: der neue Chef der örtlichen Polizei hat den Crees die Waffen verboten, und die us-amerikanischen Sioux-Indianer machen sich auf den Weg nach Kanada, um sich mit den Cree zu verbünden.
Schüsse in Neu Mexiko In Silver Creek treibt eine Bande ihr Unwesen, die die dortigen Silberminenbesitzer ausnimmt. Eines ihrer Opfer ist der Vater von Luke Cromwell (Audie Murphy), der bei dem Versuch der Banditen, dessen Silbermine zu übernehmen, stirbt. Luke schwört Rache und wird Hilfssheriff in Silver Creek.
Als Jim Dolan kam
Alex Flood (Dean Martin) war früher Hilfssheriff, bis er sich dazu entschied, die Herrschaft über seine Stadt Jericho zu übernehmen und ein Regime mit Macht und Gewalt zu führen, dem alle Einwohner hoffnungslos ausgeliefert sind. Widerstand leistet nur die Postkutschenbesitzerin Molly (Jean Simmons), die sich die beiden Ex-Sheriffs Ben Hickman (John McIntire) und Jim Dolan (George Peppard) zu Hilfe holt. Doch Dolan geht der Konfrontation mit Flood zunächst aus dem Weg.
Meinung zum Film:
Bei der „Classic Western Collection Vol. 2“ handelt es sich um Repacks dreier bereits bei Koch Media erschienener Einzelwestern. Los geht es mit „Saskatschwan“. Regie bei diesem 1954 entstandenen Farbwestern führte der erprobte Raoul Walsh („Entscheidung in der Sierra“). Als Hauptdarsteller fungieren Alan Ladd („Die Unersättlichen“) und an seiner Seite Shelley Winters („Der Mieter“). In diesem geradlinigen, ereignisreichen Western wurde auf allzu viel unnötige Ablenkungen verzichtet und so konzentriert er sich voll auf seine Geschichte um die Sioux-Indianer, die in Kanada Unfrieden zwischen die indianischen Kollegen der Crees und den kanadischen Rotröcken schüren und dabei das ausgesprochene Waffenverbot für die Crees für sich nutzen wollen. Ein wenig störend wirkt beim Filmgenuss allein das unglaubwürdige, zumindest aber schlecht oder holprig herausgearbeitete Zerwürfnis zwischen O’Rourke und seinem indianischen Bruder Cajou. Da „Saskatschewan“ allerdings eher kein Charakterfilm ist, kann man auch dies verschmerzen.
„Schüsse in Neu Mexiko“ ist der erste Western von Regielegende Don Siegel („Dirty Harry“). Siegel lieferte mit diesem B-Western eine routinierte Leistung ab, die über die gesamte Laufzeit von etwa 70 Minuten durchgängig gut unterhalten kann. In einer Hauptrolle glänzt Strahlemann Audie Murphy („Auf der Kugel stand kein Name“), in einer kleinen Rolle ist außerdem Lee Marvin („Cat Ballou“) zu sehen. Obwohl Murphy – zumindest im Nachhinein - das Zugpferd dieses Filmes ist, spielt er hier nur die zweite Geige. Die Hauptrolle wird von Stephen McNally ("Winchester 73") ausgefüllt, der den Sheriff Jerry Tyrone spielt und aus dessen Sicht der Film auch präsentiert wird. Don Siegel ist mit diesem Film ein recht interessanter Western gelungen, der sich leicht von der sonstigen Stangenware des Genres abhebt. Während der Zuschauer recht schnell darüber informiert wird, wer in dem Film der Böse ist, tappt Tyrone lange im Dunkeln und muss schließlich erkennen, dass er sich in die Falsche verliebt hat. In der kurzen Laufzeit bleibt dann auch keine Zeit für überflüssige Szenen, so dass nie auch nur ein Anflug von Langeweile aufkommt. Westernfans können gern mal einen Blick auf den Film werfen!
„Als Jim Dolan kam“ entstand 1967 unter der Regie von Arnold Laven. Dieser hat sehr wenig Kino-, dafür aber um so mehr TV-Serien-Erfahrung. So drehte er Episoden für Serien wie z.B. „Mannix“, „Der Chef“ oder später in den 80ern beim „A-Team“, wo er wieder auf den Helden dieses Films, George Peppard, traf. Für Dean Martin war dieser Film ebenfalls etwas besonderes, darf er hier doch erstmals in seiner Karriere den Schurken geben, was ihm sichtlich viel Spaß bereitet hat. Im Booklet zum Film, das leider nur der Einzelveröffentlichung des Films und leider nicht mehr in dieser Box vorliegt, wird beklagt, dass Martin nicht so recht wusste, ob er ernst oder komödiantisch spielen sollte – das kann man so aber nicht unterschreiben. Zwar gibt es manchmal markige Sprüche zu hören, dennoch ist die ganze Zeit klar, dass Flood durch und durch böse ist und für seine Macht weder vor Mord, noch vor Gewalt gegen Frauen zurückschreckt, und Dean Martin hat keine Schwierigkeiten, seine Rolle glaubwürdig zu verkörpern. Überhaupt ist dieser Western vergleichsweise brutal ausgefallen. So gibt es beispielsweise (einen allerdings blutleeren) Nah-Schuss aus dem Gewehr ins Gesicht eines Gegners und Held Dolan schlägt in einer Szene einen Kontrahenten mit dem Knüppel tot. Im Finale darf Flood dann doch noch etwas Humor beweisen und den Zuschauer mit der Gewissheit zurücklassen, dass er mit „Als Jim Dolan kam“ kam eine waschechte und zu unrecht eher unbekannte Perle gesehen hat. Dieser Film ist in der Box mit Abstand das Highlight!
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild und der Ton entsprechen 1:1 den alten Veröffentlichungen. Das Bild ist sehr gut geworden. Frische Farben, ein angenehmer Kontrast und das Fehlen von altersbedingten Verschmutzungen verwöhnen den Zuschauer. Lediglich bei „Saskatschewan“ muss man gelegentlich Altersverschmutzungen und kleine Unschärfen hinnehmen, was aber insgesamt nicht weiter schlimm ins Gewicht fällt. Der deutsche Ton ist zu jeder Zeit bei allen Filmen gut verständlich.
Zu jedem Film gibt es als Extra den Trailer, sowie eine Bildergalerie mit Aushangmaterial.
Fazit:
Die „Classic-Western-Collection-Box Nr. 2” bietet wieder 3 überzeugende Genrevertreter für den geneigten Fan, wobei “Als Jim Dolan kam” mit Abstand das Highlight der Box ist. Die DVD-Qualität ist bei allen Filmen sehr gut. Wer die Einzelveröffentlichungen noch nicht hat, kann hier zu einem Schnäppchenpreis seine Sammlung vergrößern. Besitzer der Einzelauflagen erhalten jedoch keinen Mehrwert.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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Saskatschewan: 87:34 Minuten
Schüsse in Neu Mexiko: 73:34 Minuten
Als Jim Dolan kam: 99:22 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Saskatschewan / Schüsse in Neu Mexiko / Als Jim Dolan kam
Saskatchewan / The duel at Silver Creek / Rough Night in Jericho
3 gute Western zum Budgetpreis
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1954 / 1953 / 1967 Regie: Raoul Walsh, Arnold Laven, Don Siegel Drehbuch: Gil Doud, Sydney Boehm, Gerald Drayson Adams Darsteller: Dean Martin, George Peppard, Jean Simmons, Audie Murphy, Faith Domergue, Stephen McNally, Alan Ladd, Thomas O'Rourke, Shelley Winters, J. Carrol Naish, Hugh O'Brian
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 28.01.2011
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