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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Kardia

Story:
Hope ist eine erfolgreiche Ärztin, die sich insbesondere mit der Funktion des Herzens beschäftigt. Im Zuge eines Vortrags, dessen Thematik sich nicht nur mit der medizinisch wissenschaftlichen Seite des lebenswichtigen Organs befasst, sondern auch die Frage behandeln soll, ob das Herz der Sitz der Seele ist, erfährt sie, dass sie als Baby selbst am Herzen operiert worden ist. Ihre Recherchen führen sie in eine Vergangenheit, in der sich Realität und Fiktion vermischt haben, bis sie einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur kommt, das sie zu zerbrechen droht. 


Meinung zum Film:
Wäre man Homer Simpson, könnte man den Film „Kardia- Ein gebrochenes Herz kann Dich Dein Leben kosten“ mit einem einzigen Wort beschreiben: boooring! Die Handlung ist so einfach und simpel aufgebaut, dass man kaum glauben kann, damit 80 Minuten Film auszufüllen. Dabei fängt die Geschichte, die aus der Feder von Su Rynard („Big Deal, so what“) stammt, viel versprechend an. Ein Mann findet auf seinem Spaziergang durch den Wald einen Säugling, nimmt sich seiner an und nennt ihn Hope. Als sich herausstellt, dass das kleine Mädchen einen schlimmen Herzfehler hat und nur durch eine komplizierte Operation gerettet werden kann, tut der Adoptivvater alles dafür, dass sie am Leben bleibt. Diese Handlung ist eingebettet in eine Rahmenerzählung, und wird von der mittlerweile erwachsenen Hope in Rückblicken dem Zuschauer offenbart. Der subtil gemeinte Vorsatz, dass innerhalb der Erinnerung Wahrheit und Fiktion vermischt werden, um damit die Spannung des Films auf einen künstlichen Klimax hin steuern zu lassen, schlägt jedoch fehl. Von Anfang an ist dem Zuschauer klar, welche Episoden erfunden und welche real sind und auch das Geheimnis ist ziemlich schnell gelöst. Diese Vorhersehbarkeit der Ereignisse macht den Film dann auch zu einem langweiligen Erlebnis, und die Spannung tendiert nach den ersten 15 Minuten gen Null.

Die schauspielerischen Leistungen, die erheblich dazu beitragen, dass der Film zu einer optischen und visuellen Qual wird, sind mehr als schlecht zu nennen, obwohl hier keine Laiendarsteller am Werke sind. Mimi Kuzyk („Cold Case“), die ihr Talent schon in einer Fülle von Serien erprobt hat, agiert als traurige Ärztin Hope während des gesamten Films wie eine hölzerne Marionette, deren Gesichtszüge eingefroren zu sein scheinen. Dabei helfen ihr auch nicht die ewig melancholischen Dialoge, deren Inhalt eher verwirren als aufklären und somit auf ein ziemlich schlechtes Drehbuch verweisen. Gleiches gilt für die beiden Darsteller, die die Rollen der medizinischen Assistenten Sally (Kristin Booth) und Sanjay (Stephen Lobo) verkörpern. Beide haben Erfahrungen als Seriendarsteller gesammelt, die sie in diesem Film jedoch nicht nutzen. Als unglücklich verliebtes Paar erfüllen sie damit im Film die Funktion eines anderen Aspekts, den man mit dem Herzen verbindet. Es ist jedoch mehr als fraglich, ob Verliebte jemals so emotionslos und platt miteinander umgehen würden, wie diese beiden Schauspieler es miteinander tun. Durch die mangelhafte und irreale Darbietung verwehren sie dem Zuschauer jedwede Identifikationsmöglichkeit. Die einzige einigermaßen gute schauspielerische Leitung kommt von Peter Stebbings („Citizen Duane“), der den Adoptivvater von Hope mimt und dessen wirklicher Name ein Geheimnis bleibt. Auch wenn er nicht gerade eine Meisterleistung vollbringt, so ist es ihm doch wenigstens möglich, seine Rolle authentisch zu spielen, was der restlichen Crew versagt bleibt.

Ein Film, dessen Mittelpunkt vor allem die Frage nach der emotionalen Funktion des Herzens bildet, sollte zumindest fähig sein, diese Gefühle authentisch zu vermitteln. Das ist den Machern und allen voran der Regisseurin Su Rynard („Dream Machine“) anscheinend entgangen, da sie darauf verzichtet, diese zu präsentieren. Ein pfiffiger Schachzug, die Gesichter der Menschen manchmal mit einer bläulichen Verfärbung darzustellen, um die Krankheit des Organs zu visualisieren, ist zwar gelungen, aber er bleibt auch ein Einzelfall von Kreativität in einem von Katatonie und Monotonie beherrschten Film. Hätte man bessere Dialoge und emotionsstärkere Schauspieler eingesetzt, um die Geschichte zu erzählen, würde die vertikal verlaufende Handlung dennoch nicht wirklich beeindrucken, denn die Umsetzung eines Kindheitstraumas und die damit verbundenen Verdrängungsmechanismen werden zu oberflächlich und platt dargestellt, dass kein wirklicher Zugang möglich ist. Es erübrigt sich daher die Frage, ob die miese Qualität des Films eher der schlechten Leistung der  Schauspieler zuzuschreiben ist, des fragwürdigen Drehbuchs oder der unsinnigen Umsetzung durch die Regisseurin, denn es ist ein Zusammenspiel von all diesen Aspekten. „Kardia“ ist von einem sentimentalen und nachdenklichen Filmerlebnis, wie es der Cover anpreist, ungefähr soweit entfernt, wie die Erde vom Planet Neptun- wahrlich enttäuschend. 


Digitale Aufarbeitung:
Der Ton ist klar und verständlich. Hintergrundgeräusche und Musik sind perfekt auf die Handlung abgestimmt, was für eine gute deutsche Sychronisation spricht. Die Farbqualität bewegt sich leicht im bläulichen Bereich, so dass die Gesichter manchmal ein wenig unnatürlich wirken können. Am Kontrast und der Bildqualität ist jedoch nichts auszusetzen. 

Extras bietet der Film leider keine. 



Fazit:
„Kardia- Ein gebrochenes Herz kann Dich Dein Leben kosten“ strapaziert mit einer langweiligen Geschichte und einer mehr als fragwürdigen schauspielerischen Leistung die Geduld des Zuschauers. Am Ende hat man den Eindruck, dass zwar kein gebrochenes Herz, aber ein gebrochener Wille das einzige Vermächtnis des Films ist, der gefühlte 80 Stunden statt Minuten andauert.


Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,78:1
1,78:1
80:57 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:

Kardia - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Kardia- Ein gebrochenes Herz kann Dich Dein Leben kosten
Kardia

Bild unseres Mitarbeiters Yatiker Yildiz
Man stirbt nicht an gebrochenem Herzen, sondern vor Langeweile!


Autor der Besprechung:
Yatiker Yildiz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 2006
Regie:
Su Rynard
Drehbuch:
Su Rynard
Darsteller:
Mimi Kuzyk, Peter Stebbings, Kristin Booth, Stephen Lobo

Label Deutschland :
Infopictures
Verkaufsstart Deutschland :
25.02.2011