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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - The Road

Story:
Nach einer Katastrophe unbekannten Ausmaßes wurden fast alle Tiere und die komplette Pflanzenwelt auf der Welt ausgerottet. Danach geht es den Menschen nicht mehr um Wohlstand und Überschuss, sondern ums nackte Überleben. Unter ihnen ist auch ein Vater (Viggo Mortensen) und sein Sohn (Kodi Smit-McPhee), die nach dem Freitod der Mutter (Charlize Theron) auf sich allein gestellt sind. Sie machen sich auf den Weg zur Küste, in der Hoffnung dort Gleichgesinnte zu finden. Doch die Reise ist gefährlich, denn die Überlebenden essen notbedingter Weise ihresgleichen.

Meinung zum Film:
Endzeitfilme wie „The Road“ gab es schon häufig. Dabei ist die Bandbreite groß und zieht sich von „Mad Max“ (George Miller), über „The Day After“ (Nicolas Meyer) bis „Book of Eli“(Hughes Brüder). Doch so beklemmend wie in der Romanverfilmung von  Cormac McCarthy, der schon die literarische Vorlage für „No Country for Old Man“ (Coen Brüder) geschaffen hatte, wurde die Postapokalypse vermutlich noch nie dargestellt. Durch das Verschwinden der Vegetation und der Tierwelt in jedweder Form ist auch die Hoffnung auf einen Neubeginn für die Menschheit verloren gegangen. Die wenigen Überlebenden leben in ständiger Angst vor ihres Gleichen, denn von anderen Menschen kann man nur noch eins erwarten: den Tod. In dieser grausamen Welt versucht ein Vater (Viggo Mortensen) seinem Sohn (Kodi Smith-McPhee)den Glauben an das Gute zu erhalten und daran, dass es noch andere gute Menschen, wie sie gibt, die man nur zu finden braucht. Das Paradoxe daran ist, dass der durch Hunger und Krankheit geschwächte Mann selbst dabei ist, seine Menschlichkeit zu verlieren- zu viel Tod und Grausamkeit hat er gesehen, als dass er noch an mehr als an ein Überleben glauben kann. Jeder Mensch der den beiden begegnet ist für den Vater ein potentieller Mörder oder Dieb, was manchmal auf das gleiche hinausläuft. Diese Angst, die sich immer mehr in Paranoia verwandelt, führt jedoch dazu, dass er sich und damit auch seinen Sohn immer mehr isoliert und damit jedwede Chance auf eventuelle soziale Kontakte verspielt. Doch der Junge hält sich an die Predigten seines Vaters, versucht verzweifelt „das Feuer im Inneren“, sein Menschlichkeit, zu bewahren, und hält dem Vater dessen Fehlverhalten vor. So wird der Sohn zur moralischen Instanz des Films, in der sich der Zuschauer ständig fragen muss, was er selbst in solch einer Situation tun würde.

Viggo Mortensen („Eastern Promises“), der als Vater ohne Namen eine seiner besten schauspielerischen Leistungen liefert, hat im Vorfeld des Films 20 Kilo abgenommen, um seine Figur, die von Hunger gezeichnet ist, realistisch darstellen zu können. Es ist eine Meisterleistung, dass er die permanente Angst des Vaters so fantastisch zu transportieren vermag, dass dem Zuschauer beim Anblick seiner panikerfüllten Blicke ein Schauer über den Rücken läuft. Die in Rückblicken auftauchende Mutter wird von Charlize Theron („Kaltes Land“) verkörpert. Diese von Depressionen und Hoffnungslosigkeit gezeichnete Figur, die sich voller Verzweiflung das Leben nehmen soll, scheint der oscarpremierten Schauspielerin auf den Leib geschnitten zu sein, so kunstfertig und realistisch präsentiert sie ihre Rolle. Ein großes Risiko ging Regisseur John Hillcoat („The Propostion“) damit ein, Kodi Smit-McPhee, der bis dahin fast nur Fernsehrollen gespielt hatte, mit der Rolle des Sohns zu besetzen. Doch das Risiko hat sich entschieden gelohnt, wenn man die unfassbare Ernsthaftigkeit des damals 12jährigen betrachtet, mit der er sich seiner Rolle widmet und ihr dadurch die nötige Authentizität verleiht. Es ist schon schwierig genug, neben einem so begabten Schauspieler wie Viggo Mortensen nicht zu verblassen, doch Smit-McPhee schafft noch mehr, er scheint mit seiner Figur fast zu verschmelzen und bietet eine Performanz, die ihresgleichen sucht. Doch nicht nur die Hauptrollen wurden fantastisch besetzt, auch den Nebenrollen schenkte Hillcoats große Aufmerksamkeit. Mit Robert Duvall, Guy Pearce und Michael K. Williams, die als Leidensgenossen des Vater-Sohn-Gespanns auftreten, holte er sich eine hochkarätige Schauspieler-Crew zur Unterstützung seines Films, deren Leistung entschieden zu dessen Erfolg beigetragen hat.

Um seinem Endzeit-Szenario eine glaubwürdige Kulisse zu verschaffen, drehte Hillcoat bevorzugt in Katastrophengebieten, wie in New Orleans nach der Zerstörung der Stadt durch Hurrican „Katrina“. Kaputte Häuser, aufgerissene Strassen, umgeknickte Bäume ohne Blattwerk und verödete Wälder beschwören dann auch das Bild einer verwüsteten, kargen Welt herauf, das fantastisch zu der literarischen Vorlage passt. Die düstere Stimmung wird vor allem durch die Tatsache erzeugt, dass nie auch nur ein kleiner Sonnenstrahl auf die Erde fällt, sondern immer nur Zwielicht herrscht, der alles in einen grauen Schleier hüllt. Lange, fast endlos erscheinenden Kamerafahrten filmen die bis zum Horizont reichenden, zerstörten Landschaften, was die Hoffnungslosigkeit des Geschehens noch eindringlicher erscheinen lässt. Die Tatsache, dass in dieser Welt so gut wie nichts mehr existiert, eröffnet Hillcoat die Möglichkeit, den Fokus des Zuschauers auf die Protagonisten zu konzentrieren, um ihn damit besser in die Handlung zu involvieren. Dieser kann sich dem Geschehen dadurch nicht mehr entziehen, verfolgt die Ereignisse nicht mehr nur als Unbeteiligter, sondern fiebert mit den Figuren mit, teilt ihre Hoffnungslosigkeit und Angst und wird damit selbst zum Protagonisten. Hillcoat schaffte mit „The Road“ einen Film, der nicht nur begeistert, sondern mit dem sich der Zuschauer auch noch nach dessen Ende beschäftigt.

Digitale Aufarbeitung:
Obwohl anfangs ein leicht dumpfes Summen zu hören ist, ist der Ton sonst optimal zu verstehen. Weder laute Hintergrundgeräusche noch die sparsame Hintergrundmusik stören die Dialoge oder übertönen sie. Das Bild ist klar und die Farben im normalen Bereich. Der Kontrast lässt sogar in der Dunkelheit noch Konturen erkennen, was für eine gute Qualität spricht.

Als Extras sind ein neben einem Interview mit dem Regisseur noch ein ausführliches Making Of, geschnittene und erweiterte Szenen und ein Orginaltrailer zu sehen. Außerdem kann man während des Film einen Audiokommentar des Regisseurs hinzuschalten.

Fazit:
„The Road“ ist einer der beeindruckendsten postapokalyptischen Filme der letzten Jahre. Insbesondere ist es der fantastischen Crew zu verdanken, dass sich die düstere Stimmung optimal auf den Zuschauer überträgt und ihn mit in das Geschehen involviert.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,35:1
2,35:1
107:00 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar des Regisseurs
  • Interview mit John Hillcoat
  • Making Of
  • Kinotrailer
  • Geschnittene und erweiterte Szenen
The Road - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
The Road
The Road

Dieser Film wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet


Bild unseres Mitarbeiters Yatiker Yildiz
Das Ende der Menschheit ist schrecklich real


Autor der Besprechung:
Yatiker Yildiz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009
Regie:
John Hillcoat
Drehbuch:
Joe Penhall
Darsteller:
Viggo Mortensen, Charize Theron, Kodi Smit-McPhee

Label Deutschland :
Senator Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
18.03.2011