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DVD-Besprechung - 8 Millionen Wege zu sterben
Story:
Der Polizist Scudder (Jeff Bridges) erschießt bei einem Einsatz einen Mann und gerät deswegen in die Kritik. Er selbst macht sich aber auch Vorwürfe und der trinkfreudige Mann wird zu einem klassischen Alkoholiker. Nach einem Entzug und nach sechs Monaten ohne einen Rückfall wendet sich die junge Edelhure Sunny (Alexandra Paul) an ihn. Sie möchte aus der Prostitution aussteigen und so schnell wie es geht raus aus der Stadt. Scudder nimmt den Job an, doch Sunny wird entführt und getötet. Er erleidet einen Rückfall, aber er fasst den Entschluss ihren Mörder zu finden. Schon bald hat er eine heiße Spur.
Meinung zum Film:
Der Krimi „8 Millionen Wege zu sterben“ basiert auf dem Roman „Viele Wege führen zu Mord“ von Lawrence Block. Beworben als Thriller ist die Produktion allerdings eher eine Mischung aus Trinkerdrama und Krimi. Die eindeutige Hauptfigur ist Scudder, ein ehemaliger Polizist, der wegen seiner Alkoholsucht aus dem Dienst entfernt wurde. Da er ein guter Cop war, erhält er immer noch die Unterstützung seiner Kollegen, wenn er mal wieder einen Anfall hat. Bei einer Filmlänge von immerhin 110 Minuten wird seitens des Drehbuches immer wieder diese Seite Scudders teilweise drastisch beleuchtet. Nachdem die Prostituierte Sunny, die er schützen sollte, ermordet wird, verfällt er wieder dem Suff. Er landet nach drei durchtrunkenen Tagen in einer Ausnüchterungsklinik. Sein körperlicher Zustand wird dramatisch in Szene gesetzt und der Zuschauer kann kaum glauben, dass dieses Wrack das Verbrechen aufklären kann.
Hier setzt das Skript einen Wendepunkt ein, denn Scudder verliebt sich in Sarah, die Leiterin eines illegalen Bordells. Der Antiheld hört zwar nicht auf zu trinken, doch beseelt davon, einerseits Sunny zu rächen und gleichzeitig seine neue Herzensdame zu schützen, findet er zu den wichtigen Zielen im Leben zurück. Das Erzähltempo des Films ist nicht sehr hoch. Es findet zwar eine gute Charakterzeichnung statt, doch dabei ergeben sich leider einige Längen. Auch die Logik bleibt zuweilen auf der Strecke. Dies beginnt mit bereits mit dem Kennenlernen von Sunny und Scudder, welches sehr konstruiert wirkt. Hinzu kommen noch einige andere Ungereimtheiten. Wenn z.B. der Bordellbesitzer eigene Supermärkte nutzt, um Geld zu waschen, dann es ist es nur schwer vorstellbar, dass ihm niemand von seinen Leuten die Information zuschustert, dass ein anderer „Geschäftsmann“ dort seine Drogen zwischenlagert.
Jeff Bridges („The Big Lebowski“), der derzeit im neuen Coen-Brothers-Film „True Grit“ zu sehen ist, überzeugt als sowohl als Trinker wie auch als Ermittler. Nicht zuletzt sorgt auch seine stets wechselnde Gesichtbehaarung für den passenden optischen Eindruck seines jeweiligen Zustandes. Überwiegend trägt er den in den 80er Jahren populären Oberlippenbart. Rosanna Arquette („Pulp Fiction“) macht in der Nebenrolle als Geschäftsführerin und Gelegenheitscallgirl Sarah eine gute Figur. Einerseits kann sie die geschäftsorientierte Grand Dame spielen und danach als durch die Lebensgefahr eingeschüchterte Frau überzeugen. Andy Garcia („Smokin’ Aces“) ist es nämlich, der ihr ziemlich zusetzt und ein böses Spiel treibt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kann nicht richtig überzeugen und zu Beginn bekommt der Zuschauer einen leichten Schrecken, was denn da an Bildqualität angeboten werden soll. Nach den ersten Minuten legt sich dann die starke grobe Körnung ein wenig und die kleineren Bildfehler treten nicht mehr so häufig auf. Die Farben sehen typisch nach 80er Jahren aus und sind kräftig, aber nicht überfrachtet. Der deutsche Ton ist bei den Nebengeräuschen etwas sparsam, doch die Dialoge hören sich gut an. Die Stimmen werden sauber wiedergegeben.
Bei den Extras gibt es nicht viel zu entdecken und so beschränken sie sich auf den deutschen Kinotrailer, sowie eine Bildergalerie.
Fazit:
„8 Millionen Wege zu sterben“ ist ein Krimi mit einem gut beschriebenen Hauptcharakter und diversen Längen in der Umsetzung. Die logischen Fehler sind ein wenig ärgerlich, da vermeidbar. Ansonsten bietet der Film akzeptable Unterhaltung mit sehr gut agierenden Schauspielern. Die Bildqualität ist nicht ganz so gut ausgefallen wie es das Medium eigentlich an Möglichkeiten her gibt. Der Ton ist in Ordnung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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110:41 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 | Italienisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch, Italienisch |
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Bonusmaterial:
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- Kinotrailer (deutsch)
- Bildergalerie
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8 Millionen Wege zu sterben
8 Million Way To Die
Huren, Drogen und ein gut aufgelegter Jeff Bridges
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1986 Regie: Hal Ashby Drehbuch: Oliver Stone, David Lee Henry Darsteller: Jeff Bridges, Rosanna Arquette, Alexandra Paul, Andy Garcia, Randy Brooks, Lisa Sloan, Christa Denton, Vance Valencia
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 04.02.2011
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