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DVD-Besprechung - The King's Speech
Story:
In den 1920er-Jahren ermöglicht es das Radio zum ersten Mal, bei einer Rede ein Millionenpublikum direkt zu erreichen. Dies ist allerdings ein großes Problem für Albert (Colin Firth), den zweitältesten Sohn des englischen Königs Georg V. Denn er hat seit früher Kindheit ein Sprachproblem und stottert sehr stark. Nach jahrelangen Behandlungsversuchen durch unzählige Ärzte und Therapeuten hat er die Hoffnung auf eine Besserung schon aufgegeben. Nur durch die Vermittlung seiner Frau Elizabeth (Helena Bonham Carter) sucht er doch noch den australischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (Geoffrey Rush) auf. Dessen burschikose Art schreckt ihn zunächst ab, doch dann wird er plötzlich selbst König und muss noch wichtigere Reden als je zuvor halten.
Meinung zum Film:
„The King’s Speech“ ist ein Film von Tom Hooper („The Damned United“), der auf historischen Tatsachen beruht. In einigen Punkten erlaubt er sich zwar ein paar Freiheiten (z.B. Churchills Einstellung zu Edward VIII.), aber in der Hauptsache ist er nahe an der Wirklichkeit. Hooper hat als Regisseur noch nicht viel Erfahrung mit Kinofilmen (es ist erst sein zweiter gewesen), aber dafür hat er für das Fernsehen schon mehrfach historische Themen bearbeitet, u.a. über Elizabeth I. und den zweiten US-Präsidenten John Adams.
Im Mittelpunkt des Films steht die Freundschaft zweier sehr unterschiedlicher Männer, des englischen Königs Georg VI. und seines Sprachtherapeuten Lionel Logue. Beide Rollen sind brillant besetzt. Den König spielt Colin Firth („Das Mädchen mit dem Perlenohrring“), der all seine Schüchternheit, seine Selbstzweifel, aber auch die Standhaftigkeit glänzend erkennen lässt. Logue wird von Geoffrey Rush („Fluch der Karibik“) dargestellt, der den Sprachtherapeuten sehr menschlich und sympathisch rüberbringt. Klasse ist auch Helena Bonham Carter („Sweeney Todd“) als Georgs tatkräftige Gattin Elizabeth. Man nimmt ihr jederzeit ab, dass sie ihren Mann liebt. Georgs älterer Bruder wird von Guy Pearce gespielt, der interessanterweise sieben Jahre jünger ist als Colin Firth. Zudem sind in Nebenrollen noch so bekannte Schauspieler wie Derek Jacobi („Underworld: Evolution“) oder Michael Gambon („Harry Potter und der Gefangene von Askaban“) zu sehen, aber auch Claire Bloom („Rampenlicht“), die einst die Muse von Charlie Chaplin war.
Interessant ist die Entstehungsgeschichte des Films. Der Drehbuchautor David Seidler („Der König und ich“) litt als Kind selbst unter einem Sprachfehler. Es waren Georg VI. Radioansprachen und dessen offensichtliche Fortschritte im Laufe der Jahre, die Seidler dabei motivierten, etwas gegen sein eigenes Stottern zu unternehmen. Als er dann später Autor wurde, beschloss er ein Drehbuch über den König zu schreiben. Doch zunächst schrieb er einen Brief an Georgs Witwe Elizabeth, die damalige Queen Mum, ob sie mit seinem Vorhaben einverstanden wäre. Sie bat ihn, den Film nicht während ihrer Lebenszeit zu realisieren, da er quälende Erinnerungen aufwerfen würde. Woran Seidler sich dann auch gehalten hat, obwohl er dafür sehr lange warten musste, denn Elizabeth wurde über 100 Jahre alt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist von hervorragender Qualität. Die Farben sind kräftig und wirken natürlich, die Konturen sind scharf und der Kontrast hält den gesamten Film über ein gutes Niveau. Der Ton klingt klar und gleichmäßig, ohne störenden Nebengeräusche, aus allen Boxen. Auch der Mix zwischen Musik, Hintergrundgeräuschen und Dialogen ist ausgezeichnet gelungen.
Auf der Film-DVD kann der Zuschauer den Audiokommentar des Regisseurs Tom Hooper und des Drehbuchautoren David Seidler einschalten. Außerdem ist hier auch der Originaltrailer zu finden. Auf der Extras-DVD gibt es zunächst die Aufzeichnung der Podiumsdiskussion nach der Premiere des Film in London, wobei die Darsteller Colin Firth, Helena Bonham Carter, Guy Pearce, Claire Bloom sowie der Regisseur zu Wort kommen. Ein ausführliches Making Of mit Regisseur Tom Hooper, Drehbuchautor David Seidler und allen Hauptdarstellern, die sich zum Dreh und zur Geschichte von King George VI. äußern befindet sich ebenfalls auf der DVD. Die original Radioansprache von King George VI. zur Kriegserklärung Englands am 03. September 1939 und seine Rede in der englischen Wochenschau vom 14. Mai 1945 befinden sich ebenfalls auf der DVD, deren Inhalt mit einem Interview des Enkels des realen Lionel Logue, Mark Logue, abschließt. (YY)
Fazit:
„The King’s Speech“ ist ein von hervorragenden Schauspielern getragenes Historiendrama, in dessen Zentrum die Freundschaft zwischen dem König und seinem Sprachlehrer steht. Kleinere historische Ungenauigkeiten können nicht von einer wunderbaren Geschichte ablenken.Technisch kann die DVD voll überzeugen und bietet auch reichlich interessantes Bonusmaterial.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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112: 43 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
Englisch DTS 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Podiumsdiskussion mit den Hauptdarstellern und dem Regisseur
- Ausführliches Making Of
- Die Radioaufzeichnung der echten Rede von King George VI. vom 03. September 1939
- Nachkriegsrede des echten King George VI. in der englischen Wochenschau vom 14. Mai 1945
- Interview mit Mark Logue, dem Enkel des echten Lionel Logue
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The King's Speech
The King's Speech
Der König und sein Sprachlehrer
Autor der Besprechung:
Martin Asbach
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK, 2010 Regie: Tom Hooper Drehbuch: David Seidler Darsteller: Colin Firth, Geoffrey Rush, Helena Bonham Carter, Guy Pearce, Timothy Spall, Derek Jacobi, Jennifer Ehle, Michael Gambon, Claire Bloom
Label :
Senator Home Entertainment
Verkaufsstart : 02.09.2011
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