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DVD-Besprechung - Unrivaled - King of the Cage
Story:
Die besten Tage des Mixed Martial Arts Kämpfers Ringo Duran (Hector Echavarria) sind vorüber. Als ausgebrannter und nur mäßig erfolgreicher Amateuerfighter verdient er sich ein paar Kröten. Da Duran hoch verschuldet ist, muss er die hart verdienten Scheine einem zwielichtigen Schergen abtreten, der zu allem Überfluss die Geduld verliert und seine Schläger auf Ringo ansetzt. Deswegen meldet Trainingspartner Link (Steven Yaffee) seinen Kumpel ungefragt zu einem großen Wettkampf anmeldet. Der Wettkampf bietet gleich doppelten Nutzen: Er ist lukrativ und bietet die Möglichkeit, seiner Karriere noch einmal Bedeutung zu verschaffen! Link, Freundin Kara (Jordan Madley) und der Coach bereiten ihn auf die große Herausforderung vor, doch hinter den Kulissen laufen miese Schiebereien...
Meinung zum Film:
"Unrivaled - King of the Cage" hätte ein richtig guter Kampfsport-Streifen werden können, wenn... ja, wenn der Film - zumindest in der ersten Hälfte - nicht jedes Klischee bedienen und sich in ausgelutschten Floskeln ergeben würde. In dieser Phase ist das Werk von Regisseur Warren P. Sonoda ("5ive Girls") nur ein uninspirierter Zeitvertreib, der das vornehmlich männliche Zielpublikum abwechselnd mit Storyfetzen und erotischen Aufnahmen ansehnlicher Damenkörper abspeist. Leider, denn es wäre so einfach gewesen, den Streifen in "sicheres Gewässer" zu manövrieren. Denn keiner erwartet von einem rassigen Fighterstreifen eine oscarreifes Drehbuch! Der Ansatz würde ja schon ausreichen: Abgehalfterter Kämpfer erhält die Chance sein Leben zum Guten zu wenden. Hartes Training und fertig! Bevor "Unrivaled" zum eigentlichen Inhalt kommt, dem Wettkampf, muss viel geredet und noch mehr gezeigt werden. Ringos Freundin arbeitet in einem Stripclub und viele der Charaktere treiben sich an ähnlichen Orten herum, was Sonoda immer und immer wieder nutzt, um weibliche Rundungen zu präsentieren.
Spätestens nach dem dritten Zoom ist dann auch klar, dass keine erzählerische Absicht hinter dieser übertriebenen Clip-Ästhetik zu finden ist. Und der Unsinn ist noch nicht am Ende. Abgedroschene Phrasen bestimmen die Dialoge, die vor allem im übermäßig ausgeprägten Expose-Teil negativ auffallen. So darf der heruntergekommene Ringo zu seiner hübschen Freundin ausgelutschte Sätze der Marke "In diesen paar Minuten im Käfig fühle ich mich, als würde ich auf diese Welt gehören" oder "Ich werde vielleicht 100 Mal zu Boden gehen, aber ich bin bereit, 101 Mal wieder aufzustehen" zum Besten geben. Wer danach noch nicht abgeschaltet hat, wird erfreulicherweise für sein Durchhaltevermögen belohnt, denn in Hälfte zwei fokussiert "Unrivaled" die Action im Käfig.
Zwar sind auch hier stark klischeebelastete Storyauswüchse an der Tagesordnung, denen jedoch die ansehnlich choreographierten Kampfsequenzen den Rang ablaufen. Endlich, so will man aufschreien, geht es los: Fliegende Fäuste und rasante Fußtritte sorgen für einen deutlichen Zuwachs an Dynamik und Action. Alle Freunde dieses Filmgenres können diesem Streifen durchaus einen Blick gönnen, da auch einige Profifighter aus der EFC-Liga mitwirken und dem Geschehen im Käfig ihren Stempel aufdrücken. Das Optische wird zudem durch einen tollen Soundtrack untermalt. Ein rasanter Mix aus Crossover, Nu Metal, Hip Hop und R'n'B-Elementen sorgt im Audiobereich für die richtige musikalische Kulisse.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität liegt deutlich über der des Inhaltes. Gerade bei den schnellen Bewegungsabläufen der Fightsequenzen sind kaum Unschärfen zu erkennen. Auch sonst sind sowohl Helligkeits- als auch Kontrastverhältnisse gut gelungen. In dunklen Flächen rauscht es allerdings ein wenig. Beim Ton können ebenfalls kaum Mängel festgestellt werden. In der deutschen Synchronfassung (Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0) sind die Dialoge jederzeit verständlich, das Klatschen der Schläge hallt dynamisch aus den Boxen. Das englische Original ist wie die deutsche Spur als Dolby-Digital-5.1-Ton enthalten, deutsche Untertitel sind zuschaltbar.
Im Extramenü sind der Trailer, die kurzen Features "Behind the Scenes", "Choreographie" und das einer Verfolgungsszene zu sehen. Da diese Clips maximal zwei Minuten Laufzeit haben, ist der Informationsgehalt gering. Die vier Interviews sind da schon sinnvoller, könnten jedoch auch länger sein.
Fazit:
"Unrivaled - King of the Cage" kommt erst nach einem zähen ersten Filmteil, der zudem von Klischees bestimmt wird, in Gang. Die Kampfsequenzen wissen im Gegensatz zu den vorhersehbaren Storyauswüchsen zu gefallen. Technisch ist die DVD ok, das Bonusmaterial könnte umfangreicher sein.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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104:16 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Zwei "Behind the Scenes"-Features
- Vier Interviews
- Trailer
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Unrivaled - King of the Cage
Unrivaled
Haudrauf-Action im Käfig
Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA / Kanada, 2010 Regie: Warren P. Sonoda Drehbuch: Hector Echavarria, Brad Bode, Warren P. Sonoda Darsteller: Hector Echavarria, Jordan Madley, Ashleigh Hubbard, Steven Yaffee, Nicholas Campbell
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 17.02.2011
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