Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Step Up 3
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

Blu-ray-Besprechung - Step Up 3

Story:
Moose (Adam G. Sevani) und Camille (Alyson Stoner) sind zusammen zur High School gegangen und seit frühester Kindheit die besten Freunde. In ihrem Senior Year haben sie beschlossen, ihre bisherige Leidenschaft fürs Tanzen hinter sich zulassen und nun gemeinsam an der New York University dem Ernst des Lebens entgegenzutreten - sehr zur Freude von Mooses Eltern. Doch bereits am ersten Tag in New York wird Moose zufällig in ein Street Battle verwickelt und lernt Luke (Rick Malambri) kennen, der in einer alten Lagerhalle einen Wohn- und Trainingsraum für engagierte junge Tänzer eingerichtet hat, die sonst nirgendwo bleiben können. Schnell merkt Moose, dass er das Tanzen doch nicht so einfach aufgeben kann. Und das ist auch gut so, denn Luke kann schon seit Monaten nicht mehr die Hypothekraten seines Gebäudes bezahlen. Da könnte das Preisgeld eines in Kürze anstehenden ultimativen Weltmeisterschafts-Tanzbattle-Turniers weiterhelfen - 100.000 Dollar Preisgeld sind schließlich eine ganze Menge.

Meinung zum Film:
Tanzfilme erfreuen sich seit jeher großer Beliebtheit. Schon Fred Astaire war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Publikumsmagnet und was er für die Zuschauer der damaligen Zeit war, das sind für die Jugendlichen und Tanzinteressierten von heute Filme wie "Save the Last Dance" oder die "Step Up"-Serie. Letztere hat es bislang auf drei Teile gebracht, von denen nun der letzte - der als erster der Reihe in 3D produziert wurde - auf Blu-ray vorliegt. Inhaltlich knüpft der Film sehr locker an die ersten beiden Teile an und vereint Camille (Alyson Stoner), die in "Step Up" als Nebenfigur zu sehen war, mit Moose (Adam G. Sevani) aus "Step Up to the Streets". Beide sind seit ihrer Kindheit die besten Freunde und fangen nun gemeinsam an der New York University an, wo sie ihre Tanzvergangenheit hinter sich lassen wollen und der Ernst des Lebens beginnen soll. Doch da Moose zum Tanzen geboren ist (und auch Camille immer noch eine Leidenschaft fürs Tanzen hat), geht das natürlich nicht so leicht und so geraten beide trotz jeder Menge Unistress in ihr bislang größtes Tanzabenteuer.

Als typischer Tanzfilm mit primär jugendlicher Zielgruppe hat "Step Up 3" leider mit einigen Schwächen zu kämpfen. Die größte davon ist sicherlich das extrem schwache Drehbuch, das nicht nur vollkommen überraschungs- und innovationslos daherkommt, sondern zu jeder Zeit so dermaßen vorhersagbar bleibt, wie es nur äußert selten bei Filmen der Fall ist. Bei "Step Up 3" weiß der Zuschauer zu absolut jedem Zeitpunkt, was als nächstes passieren wird. Man weiß, wie sich "überraschende Wendungen" auflösen werden (die nicht auch nur ansatzweise überraschend sind, da man sie ebenfalls voraussehen konnte), wer mit wem zusammenkommt und natürlich auch, dass am Ende die "Pirates" rund um Luke den Sieg gegen ihre Rivalen von den "Samurais" davontragen werden. Daher ist leider auch die finale Battleszene eine der unspannendsten des Films, zumal man auch als Ottonormalzuschauer nicht wirklich nachvollziehen kann, wer nun warum gerade hinten liegt und zu verlieren droht. In Anbetracht dieses aus sämtlichen verfügbaren Klischees zusammengeschusterten Skripts ist es dann wohl auch keine Überraschung, dass man die Logik nicht unbedingt hinterfragen sollte. Woher bei einer Turnierserie, die in relativ überschaubaren Hallen ohne großes Medieninteresse stattfindet, einfach mal so 100.000 Dollar Preisgeld kommen, bleibt nämlich ebenso ein Geheimnis wie unter anderem die Frage, woher die Pirates für ihren finalen Auftritt plötzlich einheitliche Mannschaftsjacken mit individuellem Namenaufdruck für um die 20 Leute haben, nachdem sie ein paar Sekunden zuvor noch in einem Lagerraum schlafen mussten, weil ihnen das Geld und eine Bleibe fehlt. Von den dann einfach mal so mittendrin in Bruchteilen eines Augenblicks angelegten Spezialanzügen mit aufwändigen Licht-Laser-Spezialeffekten ganz zu schweigen.

Man muss allerdings ganz klar sagen, wenn man über die sehr platte Story und die Logiklücken hinwegsehen kann, ist "Step Up 3" ein Film, der wirklich Spaß macht, denn die Tanzszenen, um die es ja eigentlich hauptsächlich nur geht, sind wirklich großartig. Die Choreografien passen hervorragend zu den rhythmischen Beats der eingängen Hintergrundmusik und man wird beim Zuschauen gut unterhalten. Das liegt natürlich vor allem auch an der tollen Kameraführung, die die Battles und die sonstigen Tanzszenen jederzeit zu einem Fest fürs Auge werden lässt. In diesem Zusammenhang müssen auch die Set- und Kostümdesigner genannt werden, die zwar - wie erwähnt - etwas am Realismus scheitern, aber dafür für eine rundum gelungene Optik sorgen. Auch die Darsteller tragen einen großen Teil zur Atmosphäre bei und während die schauspielerischen Leistungen aufgrund des schlaffen Drehbuchs etwas schwierig zu beurteilen sein mögen, zeigen sich alle als hervorragende Tänzer und werden dem Zuschauer durchweg auf Anhieb sympathisch. Somit ist "Step Up 3" sicherlich kein Film, den man unbedingt gesehen haben muss, man wird das Anschauen andererseits aber auch nicht bereuen, wenn man Tanzfilme mag und sich primär für die Optik und die Musik interessiert.

Digitale Aufarbeitung:
"Step Up 3" wurde in 3D gefilmt und auch wenn hier die 2D-Fassung getestet wird, fallen diverse Szenen auf, die in 3D sicherlich spektakulär wirken, allen voran die Sequenz, in der Luke und Natalie auf dem Gitter eines offenen Windschachts stehen und Millionen von Softdrinktröpfchen durch die Luft fliegen. Doch selbst in 2D sieht der Film jederzeit noch spektakulär aus. Die stylishen Tanzszenen warten mit kräftigen, knalligen Farben auf, Rauschen kommt nur minimal bis gar nicht vor. Besonders positiv zeigt sich die hervorragende Schärfe, die insbesondere auch im Detailbereich fast immer für einen plastischen Eindruck sorgt. Allerdings scheint bei der 2D-Konvertierung der Tanzszene von Moose und Camille am Eiswagen etwas schief gegangen zu sein, da diese zu Beginn extrem unscharf wirkt, als ob man seine (3D?-)Brille nicht aufhätte. Zudem fällt auf, dass aufgrund der Filmtechnik die Vordergründe gestochen scharf sind, während der Bildhintergrund dafür aber deutlich unfokussierter und verwaschener ist als bei normal produzierten Filmen. Auch tonmäßig weiß "Step Up 3" zu beeindrucken. Es gibt sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch dts-HD High Resolution mit 5.1 Kanälen, die es jederzeit krachen lassen. Gelegentlich werden sogar die Rears für Effekte mit einbezogen, das Geschehen wird aber natürlich klar von der sehr druckvollen Musik dominiert. Diese ist im Vergleich zum Center leider ein bisschen zu laut abgemischt, sodass man immer mal etwas nachregeln muss, um nicht wegzufliegen, wenn man für die Dialoge den Ton etwas lauter gedreht hat und plötzlich wieder eine Musikszene einsetzt.

Als Bonusmaterial gibt es 23 Minuten an Deleted Scenes, die von Regisseur Jon Chu eingeleitet werden, den zwölfminütigen Film "Born from a Boombox" (den Luke während der Events von "Step Up 3" gedreht hat), außerdem siebeneinhalb Minuten "Extra Moves" (eine Kurzfeaturette, die einen Blick hinter die Kulissen des Drehs der Tanzszenen gewährt), ein ebenfalls rund siebenminütiges Making Of in Form eines Musikvideos, den Trailer zum Film sowie acht Musikvideos von Songs aus dem Soundtrack. Alles in allem eine unterhaltsame und ganz interessante Mischung im Stil des Films, ein etwas tiefgründigeres Making Of und ein Audiokommentar wären aber trotzdem schön gewesen.


Fazit:
"Step Up 3" ist mit Sicherheit einer der vorhersagbarsten Filme, die man als Zuschauer je gesehen hat. Absolut jedes Handlungselement einschließlich aller "Storytwists" ahnt man voraus, zudem hat das Drehbuch einige Logiklücken. Gleichzeitig bekommt man aber auch hervorragend inszenierte und einfach toll anzusehende Tanzsszenen geboten - und wer sich für das Anschauen des Films entscheidet, der wird sich sowieso primär für diese interessieren. Technisch bietet die Blu-ray fast ausnahmslos überragend gute Qualität, auch das Bonusmaterial ist unterhaltsam, hätte aber noch ein bisschen tiefgründiger sein können.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 06
1,85:1
1,85:1
106:48 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD High Resolution 5.1
DTS-HD High Resolution 5.1
Englisch
DTS-HD High Resolution 5.1
DTS-HD High Resolution 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Musikvideos
  • Deleted Scenes
  • Lukes Film "Born from a Boombox"
  • Extra Moves
  • Making-Of-Musikvideo
Step Up 3 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Step Up 3
Step Up 3D

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Visuell beeindruckender Tanzfilm mit extrem schwachem Drehbuch


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010
Regie:
Jon Chu
Drehbuch:
Amy Andelson, Emily Meyer
Darsteller:
Rick Malambri, Adam G. Sevani, Sharni Vinson, Alyson Stoner, Keith Stallworth, Kendra Andrews, Stephen Boss, Martín Lombard, Facundo Lombard

Label Deutschland :
Constantin Film
Verkaufsstart Deutschland :
10.02.2011