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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - L.A. Shield

Story:
Los Angeles, die Stadt der Engel. Los Angeles, die Stadt der verlorenen Illusionen und der Ghettos. Inmitten des Molochs entbrennt ein scheinbarer Bandenkrieg, der an Brutalität kaum zu überbieten ist. Joey (Enrique Almeida) wurde durch eine Kugel schwer verletzt. Die Kugel, die in seinem Kopf landete, tötete zugleich seinen Bruder Shaggy. Er streift durch die Gegend, in der Hoffnung seine Erinnerung zurück zu erhalten. Die Kugel führte zu einer Amnesie. Doch auch Detective Cunningham (Tom Sizemore) ist in Paradise Gardens auf der Suche nach der Wahrheit, denn er glaubt nicht an einen Bandenkrieg.

Meinung zum Film:
„L.A. Shield“ ist ein Thriller, der ein wenig die Stimmung von „Memento“ aufnimmt, diesen Ansatz aber nicht plump kopiert. Vielmehr wird die Amnesie eines der Protagonisten genutzt, um Spannung aufzubauen. Um noch mehr Brisanz in den Film zu bringen, spielt die Story inmitten der Vororte von Los Angeles, in denen die Gangs das Sagen haben und in die sich kein Fremder verirren sollte. Da die meisten Zuschauer sicherlich die Problematik dieser Gegenden kennen, ist schon mal ein Spannungspunkt gesetzt, da das Publikum weiß, dass hier auf einem ganz heißen Pflastern ermittelt wird. Die auftauchenden metzelten Gangmitglieder verstärken den Eindruck dann auch noch und nur die beiden Hauptfiguren lassen darauf schließen, dass es nicht der übliche Bandenkrieg ist.  

Hier setzt dann auch ein kleines erzählerisches Problem an. Die Vermutungen über den gewaltsamen Tod von Dreamers Bruder münden zwar in eine durchaus schlüssige Richtung, wechseln dann aber in eine wesentlich interessantere Richtung. Nichts gegen einen Plottwist, aber die Story reitet eine Spur zu lang auf dem toten Pferd herum und es wirkt zuweilen wie das Zeitschinden beim Fußball. Dabei hat der Film das, wie oben bereits angedeutet, nicht nötig. Die Dialoge wirken authentisch und die Handlung ist zwar hart, aber nicht übertrieben reißerisch. Die Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen, die langsam zueinander finden.  

Tom Sizemore („Pearl Harbor“) spielt den desillusionierten Cop Cunningham, dem sein scheidender Chef eine Kollegin an die Seite stellt, die dafür bekannt ist, illegale Aktivitäten ihrer Kollegen anzuzeigen. Eine Petze. Sizemore spielt allerdings zu sehr auf und in der ersten Filmhälfte überzieht er seinen Charakter. Resmine Atis („The Devil Cats“) ist die geschwätzige Polizistin Gramm, die sich nicht zu schade ist, auch mal gegen Kollegen auszusagen. Der heimliche Star des Films ist aber Enrique Almeida („Bruce Allmächtig“). Als Joey überzeugt er in seinem Bemühen sein Gedächtnis über die schlimmen Ereignisse wieder zu finden, trotz Kugel im Kopf. Seine Verzweiflung über den Tod seines großen Bruders, der in Paradise Gardens einst einen Waffenstillstand erwirkte, ist stets präsent.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der DVD ist leider nur durchschnittlich ausgefallen. Die Bildschärfe ist gerade noch akzeptabel und die Optik zeigt eine deutliche Körnung. Die Farben leiden ein wenig unter diesem Umstand. Maximal erreicht die Optik VHS-Niveau. Der Ton ist besser und vor allem die Dialoge kommen sauber herüber. Raumklang wird so gut wie gar nicht geboten.

Gleich zwei Audiokommentare stehen dem Zuschauer zur Verfügung. Der erste wird von Regisseur und Drehbuchautor Michael Olmos und Hauptdarsteller Tom Sizemore abgegeben. Der zweite Audiokommentar ist ebenfalls mit Michael Olmos, aber zusammen mit dem Co-Autoren Adrian Cruz. Leider wurden keine Untertitel spendiert und so muss der Zuschauer schon gute Kenntnisse der englischen Sprache mitbringen. Dem interessanten Making Of (29 Minuten) folgt ein Interview (18 Minuten) mit Tom Sizemore, welches allerdings ein wenig beweihräuchernd ausgefallen. Informationen gibt es aber auch. Hinzu kommen noch geschnittene Szenen (14 Minuten) und ein Extra (6 Minuten) bei dem gezeigt wird, wie die Titelsequenz enstanden ist. Den Abschluss bilden ein Feature zur Musik des Films (8 Minuten), sowie der Originaltrailer. Leider wurde bei den übrigen Extras ebenfalls auf Untertitel verzichtet.

Fazit:
„L.A. Shield“ ist ein ordentlicher Thriller mit leichten Problemen im Plot. Die solide Art der Inszenierung und der realistische Ansatz machen die Geschichte glaubwürdig. Die technische Seite sieht nicht toll aus.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
92:05 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar mit Michael Olmos und Tom Sizemore
  • Audiokommentar mit Michael Olmos und Adrian Cruz
  • Making Of
  • Interview mit Tom Sizemore
  • Deleted Scenes
  • Erschaffung der Titelsequenz
  • Die Musik
  • Originaltrailer
L.A. Shield - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
L.A. Shield
Splinter

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Spannende Ansätze mit etwas schleppender Umsetzung


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
Michael Olmos
Drehbuch:
Michael Olmos, Adrian Cruz, Enrique Almeida
Darsteller:
Tom Sizemore, Edward James Olmos, Resmine Atis, Enrique Almeida, Ivonne Coll, Dallas Page, Ski Carr, Emilio Rivera

Label Deutschland :
Epix
Verkaufsstart Deutschland :
28.02.2011